coined the term

Beide hier zitierten Artikel gestern gelesen. Passen ganz gut zusammen, wie ich finde, auch wenn sie aus zwei völlig verschiedenen Ecken stammen.

Die Philosophie hat in einer Zeit, da die Wetterberichte zuverlässig geworden sind, allen Anlass, zu einem realistischen Weltverhältnis zurückzukehren. Besonders interessant (aber selten betont) scheint mir dabei, wie die programmatische Ausklammerung des Weltbegriffs im Singular mit dem vortheoretischen Eindruck konvergiert, dass wir die praktischen Einzelprobleme des Alltags immer vollkommener beherrschen – und die globale Situation der Menschheit immer weniger. Mit der Rückkehr zum Realismus schliesst die Philosophie aber auch wieder an ihre klassische Funktion an, das individuelle und kollektive Leben jeder Gegenwart in Begriffen nachvollziehbar zu machen.”

Fünf Jahre Neuer Realismus | Wider die postmoderne Flucht vor den Tatsachen. Vor 363 Tagen – also insgesamt sechs Jahren NR – in der NZZ wollte Hans Ulrich Gumbrecht zurück zu… Ja, zu was eigentlich? Nur die Überbauten abzureißen, das kann es nun auch nicht sein. (Was der Interessanz seiner Ausführungen allerdings keinen Abbruch tut.)

Nun: Traffic rules and tidying up: how players drag boring habits into games. Letzten Monat dann im Guardian, in einem Artikel über Computerspiele, diese treffende Beobachtung:

But weirdly, as game visuals have become more realistic and more detailed, a lot of players have found themselves replicating real-life habits and routines in the virtual world, even when it serves no mechanical function. From careful parking to routine politeness, it seems we can’t completely abandon ourselves to pixellated anarchy – there are standards we mustn’t let go.

Durch die sequentielle Lektüre meiner Instapaper-Saves komme ich doch immer wieder auf erstaunliche Zusammenhänge.