Kampf der Generationen

Ich habe sehr, sehr lange kein Wrestling mehr geschaut. Hier und da habe ich vielleicht per Headline mitbekommen, daß der Undertaker offenbar nicht totzukriegen ist. Ansonsten kenne ich aus diesem Jahrtausend genau einen Namen: John Cena.

Es ist wohl eine Menge mehr passiert als ein Buchstabenwechsel von WWF zu WWE. Zu meiner Zeit liefen diese Popcornkämpfe bei Tele5 und die Helden waren Hulk Hogan, Macho Man Randy Savage, Ultimate Warrior und Bret Hart. Es gab so ambivalente Gestalten wie Rick Flair und Mr. Perfect. Und klare Bösewichte wie Bam Bam Bigelow, IRS, Razor Ramon oder die Nasty Boys.

Und jetzt sowas. Nach Twitterer BossMoz handelt es sich bei Daniel Bryan aus den beiden Videos oben allerdings um einen „bad guy“. Seine Figut ist definitiv nicht als Sympathieträger mit Identifikationspotential angelegt. Was einen zu der Frage bringt, was für ein ignoranter Trump-Fan der gemeine Wrestling-Liebhaber wohl ist.

Hinbiegen

…die ästhetische Verkörperung des standardisiert-industriellen Lebensstils war für die Sozialdemokratie stets mehr als nur blosses Beiwerk zum politischen Programm. Für eine Kultur des Durchschnitts einzustehen, diente ihr auch als eine Art vorpolitisches Bindemittel zum eigenen Kernmilieu.

Ein paar mehr Texte wie „Das Ende der Sozialdemokratie“ und ich werde selbst als Nicht-Schweizer noch zum zahlenden Republik-Leser.

Ganz schön forsch, VW

Kannste Dir nicht ausdenken.

Die Volkswagenstiftung lässt in einem Text den Geschäftsführer einer Werbeagentur über die fehlende Selbstkritik in der Wissenschaft sinnieren. Volkswagen. Dieselgate. Selbstkritik. Aber es kommt noch besser. Gegen Ende des Artikels, ich zitiere:

Neue Unabhängigkeit: Die Wissenschaft muss sich von der Politik emanzipieren und runter von ihrem Schoß.

In Zeiten der Drittmittel… eine etwas abstruse Forderung. Im ganzen Punkt 2) Bitte mal „Politik“ durch „Wirtschaft“ oder „Volkswagenstiftung“ ersetzen und sehen, was für ein Quatsch dabei rauskommt.

Und wenn man dann liest, wie Bundesbildungsministerin Karliczek eine „marktgängigere Wissenschaft“ mit Rechtfertigungszwang fordert (Tagesspiegel), dann kann einem schon anders werden…