„Ich hab keinen Bock auf die ganzen Resell-Spasten.“

Martin Schreiber vom Bonkers hatte keine Lust mehr, daß bei jedem Drop unzählige Bots seinen Onlineshop lahmlegten.

Also haben wir gesagt, dass wir jetzt auch mal den Mittelfinger zeigen und digitale Bilder von den Schuhen verkaufen. Dann haben wir die Schuhe in jeder Schuhgröße 3.000 mal online gestellt, mit dem Titel: „Bild von Schuh XY“ und in die Produktbeschreibung geschrieben, dass es sich nicht um den Schuh handelt, sondern um sieben Produktbilder des Schuhs zu je 10 Euro. Aber das erkennt so ein Bot natürlich nicht. Der sucht ja einfach nur nach dem Produktnamen und denkt dann: „Kaufen. Kaufen. Kaufen.“ Das geile ist, du musst beim Check Out abhaken, dass du dir im klaren bist, dass du ein digitales Produkt kaufst und keinerlei Rückgaberecht hast.

Das ganze Interview und wie die Fans und z.B. Nike das so finden, gibt’s im SOLO Skateboardmagazine.

(via)

start-down ideas

1. MODE

Die Lappen zum Anzünden von Molotow-Cocktails, aber in chic. Gab es bestimmt schon vor Jahren als pseudo-subversive Photostrecke in der Vice or whatever, schön Seidentücher von Hermes und Burberry-Schals gefeatured. Stimmt’s?

Egal – also einen Online-Shop eröffnen, der diese Lappen in stylish verkauft. Mit wirklich guten Designs bedruckt, den Stoff jedoch nicht nach Tragekomfort und Hautverträglichkeit auswählen, sondern nach Brennwert. Dabei alles fair und nachhaltig produzieren, CO2neutraler Versand und so, ganz wichtig. Der Shop selbst muß aber auch was hermachen, klar.

2. DROGE

Den Karren gar nicht schnell genug vor die Wand fahren können. Accelerationism uber alles. Ausgangsidee: Kokain wirkt einfach zu langsam. Eine Firma gründen, die versucht, schnelleres Koks auf den Markt zu bringen. Die quälend langen Sekunden zwischen Schniefen und Einsetzen des Kicks verkürzen. Das muß instantan gehen, wie beim Spritzen. Laborarbeit sponsern, Lobbyarbeit, der ganze Scheiß – voll auf die provokative PR-Schiene setzen.