Könnte die Generation Z bitte aufhören, wirklich so zu ticken?

Dieses verkackte Allerweltszitat „Es müsste immer Musik da sein bei allem, was Du machst…“ aus ‚Absolute Giganten‘ findet sich ja gerne in den Bio-Texten von Online-Profilen. Und was steht gleich dahinter: „Serienjunkie“.

Das möchte ich ja gerne mal hören und sehen; wie jemand, der nonstop bei Netflix Abend für Abend Staffeln wegbingt, während er eigentlich auf dem first Screen Smartphone immer wieder zwischen Instagram, Twitter, Facebook und Tinder hin- und herwechselt, noch irgendwelche im Hintergrund laufende Spotify-Playlists erträgt.

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Ich bin ja wirklich kein Fan von Shawn Mendes, dafür wirkt seine Musik auf mich einfach zu Plastik. Trotzdem habe ich mir sein neues Video angesehen. Was natürlich an dem Thumbnail gelegen hat. Der Titel hat meine Vermutung dann bestätigt.

Das ist wirklich visuell ganz nett gemacht. Weil ich Lost in Translation (Trailer) ein paar Jahre nicht mehr gesehen habe, dachte ich anfangs sogar bei 2-3 Szenen, sie hätten den Sänger in den alten Film reingeschnitten. Aber nein, es ist alles neu gedreht. Und zwar mit so viel Liebe zum Detail Aufwand, daß ich gar nicht mehr richtig böse sein kann, daß sie einen meiner Lieblingsfilme als singulärinspireirte Bewegtbildtapete für einen schleimigen Popsong mißbrauchen.

Vielleicht schaue ich mir diese Mini-Doku von Casey Neistat über Mendes irgendwann doch noch an. Und nach mal Japan möchte ich sowieso lieber heute als morgen.

Die Cigaretten?

Ich habe mir gerade tatsächlich ein Lied angehört, von vorne bis hinten, und sogar die meiste Laufzeit dem Video zugeguckt, das Moritz von Uslar auf Facebook gepostet hat. (Okay, es sind nur 2 Minuten und 46 Sekunden, aber immerhin.)

Wer ist diese Band, die nur zwei Videos auf YouTube, nur drei Songs auf Apple Music, aber mehr als 200 Photos auf Instagram hat? (Die anderen beiden Lieder gehen übrigens nur so.)