Film ab!

Kleine Geschichtsstunde bei quotenmeter.de über die Flut der sogenannten „Vanity Plates“:

Bis einschließlich in die 1980er-Jahre war es eine absolute Rarität, dass ein Film mit mehr als einem Studiologo beginnt. Etwa bei den frühen «Star Wars»-Filmen, wo Lucasfilm die Produktion und Fox den Vertrieb übernahm. Die Produktionshäuser namhafter Produzenten, die sich am Projekt beteiligten, wurden üblicherweise aber erst am Ende des Films gezeigt – auch Steven Spielbergs Amblin Entertainment hatte sich bis zum letzten Augenblick einer Kinovorführung zu gedulden. Ein Produzentenduo wollte sich damit jedoch nicht zufrieden geben: Don Simpson und Jerry Bruckheimer, deren Filme in den 80ern für Paramount Pictures über eine Milliarde Dollar weltweit generierten.

Als 1990 Simpson/Bruckheimer und Paramount Pictures einen neuen Vertrag schlossen, forderten die Erfolgsproduzenten, dass sie ihr Studiologo direkt nach dem Paramount-Logo an den Anfang von «Tage des Donners» setzen dürfen. So sollte es auch geschehen – und obwohl das Rennfahrer-Actiondrama keinen Hit darstellte, setzte es einen Präzedenzfall, was andere namhafte Produzenten nicht ignorieren wollten.

Der protzige Bruckheimer, wer sonst… Der Artikel liefert noch ein paar weitere interessante Fakten.

Blade Runner 2049

Seit Langem habe ich auf keinen Film mehr so sehnsüchtig gewartet. Die Kritiken sind ja ziemlich gut, die Menge an Trailern im Netz zeigt beeindruckende Bilder, ist in der Mehrzahl jedoch recht konventionell gehalten. Beim Marketing gehen WarnerBros/Sony lieber auf Nummer sicher.

Mit allerdings mehr als einem netten Add-on: Im Vorfeld des Kinostarts sind online drei Kurzfilme veröffentlicht worden, die zwischen 2019 und 2049 spielen. Die komplette Timeline mit den wichtigsten Ereignissen zwischen Original und Fortsetzung findet sich hier.

Bei den ersten beiden Videos hat nicht Denis Villeneuve Regie geführt, sondern Ridleys Sohn Luke Scott. Der dritte Kurzfilm ist ein Anime von Shin’ichirō Watanabe of CowboyBebop-Fame.

Der neue Blade Runner läuft ab Donnerstag. Werde ihn mir schätzungsweise am nächsten Mittwoch ansehen.

Film / Kunst

Man muß vielleicht nicht alle Filme auf der Liste bis zum Ende gesehen haben (was muß man schon?), doch The 20 Greatest Movie Opening Scenes In Film History verspricht wirklich nicht zuviel: Alle Eröffnungssequenzen sind praktischerweise als YouTube-Videos eingebettet. Obwohl als klassischer Countdown angelegt, findet sich mein persönlicher Höhepunkt bereits unter Nr. 11 – The Player von Robert Altman1. Aber eigentlich sollte man doch alle zwanzig komplett gucken.

worstCoast

Auch schön: A Collection of Cinema’s Best Prop Art hat ein paar Quellen zusammengetragen, die sich mit bildender Kunst in Filmen beschäftigen. Das Stöbern in den Links lohnt ungemein.

Normalerweise herrscht in Hollywood ja eher Kommerz.

Der dritte Mann

Wie unten zu sehen, gibt es The Third Man von Grahem Greene (Buch) und Carol Reed (Regie) jetzt komplett online. Ich wußte gar nicht, daß Reed eigentlich James Stewart für die Rolle des Holly Martins wollte, aber Produzent Selznick bestand auf Joseph Cotton.
Der Film befindet sich in bester Gesellschaft anderer Klassiker, wie etwa Fritz Langs M – eine Stadt sucht einen Mörder.

(via)