Magazin für Knost und Leben

Für Kohler und Meier-Bickel ist ihre „Vision“ nicht länger umsetzbar. Anläßlich der nahenden Schließung ihrer Züricher Galerie Rotwand haben sie der Monopol ein Intrview gegeben, in dem die beiden mit Gründen ihres systematischen Scheiterns angeben:

„Wir haben ältere Kunden, die seit vielen Jahren sammeln. Aber es gibt kaum nachkommende, junge Käuferschaft, die mit Enthusiasmus auf Entdeckungen aus ist. Junge schauen eher nach Kunst als Investmentmöglichkeit.“

„Besitz scheint allgemein nicht mehr ganz so wichtig zu sein, vor allem auch bei jungen Leuten. Das hat auch mit dem Internet und den sozialen Medien zu tun. Gerade Instagram hat eine starke Wirkung, man entscheidet schnell, ob man etwas sehen will oder nicht. Und damit hat es sich auch erledigt. Man ist zum Teil schon zufrieden, wenn man ein Bild gepostet hat. Die sozialen Medien verändern die Wahrnehmung und die Bedürfnisse.“

„Zu den Vernissagen kommen zwar viele junge Leuten, aber es geht doch weniger um die Kunst, sondern um das Event.“

Jaja, die jungen Leute und das Internet – war ja klar. Gibt es neben „hohen Fixkosten“ in der Schweiz und „teuren Messeauftritten“ weltweit vielleicht noch andere Gründe?

„…kaufkräftige Kundschaft, aber viele sind verunsichert, zuletzt auch durch die Wahl Donald Trumps.“

Keine weiteren Fragen.

Heute in: „Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel.“ (Folge 074)

Frage:

Antwort:

Nicht allzu verwunderlich, daß es für eine tatsächlich so auszusehen scheint, die bei ihren regelmäßigen Textbeiträgen für eine Kunstzeitschrift so gut wie kein anderes Thema als Instagram kennt.

Kändärre, Rallyestreifen


Warum thejunction.de/ zu einem meiner Lieblingsblogs gehört, haben sie vor einigen Tagen mal wieder bewiesen – immer für ein Fundstück gut. Und jetzt lese ich bei Kollege Joswig, daß da zwei Schreiberlinge ausgeschert sind, um einen neuen Textzoo zu gründen: i-ref.de/ – unterzeilig „Magazine for contemporary culture & the human body“. Ich bin zuversichtlich, daß es besser wird, als die schlimme Beschreibung vermuten läßt. Und monopolmagazin.de/ hat schick gerelauncht. Aber ich habe ja von Tuten und Blasen keine Ahnung.

So, hier, nettes Filmchen, gutealte Musik und unten drunter noch der frische Trailer zum neuen Kinostreifen von Sofia Coppola.