start-down ideas

1. MODE

Die Lappen zum Anzünden von Molotow-Cocktails, aber in chic. Gab es bestimmt schon vor Jahren als pseudo-subversive Photostrecke in der Vice or whatever, schön Seidentücher von Hermes und Burberry-Schals gefeatured. Stimmt’s?

Egal – also einen Online-Shop eröffnen, der diese Lappen in stylish verkauft. Mit wirklich guten Designs bedruckt, den Stoff jedoch nicht nach Tragekomfort und Hautverträglichkeit auswählen, sondern nach Brennwert. Dabei alles fair und nachhaltig produzieren, CO2neutraler Versand und so, ganz wichtig. Der Shop selbst muß aber auch was hermachen, klar.

2. DROGE

Den Karren gar nicht schnell genug vor die Wand fahren können. Accelerationism uber alles. Ausgangsidee: Kokain wirkt einfach zu langsam. Eine Firma gründen, die versucht, schnelleres Koks auf den Markt zu bringen. Die quälend langen Sekunden zwischen Schniefen und Einsetzen des Kicks verkürzen. Das muß instantan gehen, wie beim Spritzen. Laborarbeit sponsern, Lobbyarbeit, der ganze Scheiß – voll auf die provokative PR-Schiene setzen.

t-shit print

Die Influencer auf Instagram sind nicht so wichtig für die Trendentstehung, wie alle annehmen. Wenn sie kreative Ideen hätten, dann vielleicht. Aber sie ziehen meistens nur das an, was sie von ihren Stylisten bekommen, und das ist nichts Neues. (…) Jeder schaut heute nur noch auf Instagram und hält das für die absolute Wahrheit, deshalb sieht auch alles gleich aus. Die wahre Avantgarde hat sich längst wieder von dieser Plattform abgewendet. Wir alle dachten am Anfang, Social Media bringt mehr Vielfalt, aber im Grunde bringt es eher Gleichförmigkeit.

Andererseits ist sich Lidewij Edelkoort auch sicher, „Socken sind der neue Mega-Trend.“ Naja.

Zickenteppich (sold out)

Wer bin ich überhaupt, mich zu erdreisten, die jungen Leute mitten im Winter für ihre dämliche Knöchelfreiheit, ihre grotesk löchrigen Jeans und ihre Zurbauchnabelstellung zwischen low waist, underboob und ewig ungeschlossenen Jackenknöpfen zu kritisieren? Schließlich wird das ja alles mit um den Hals geschlungenen Teppichen kompensiert.

LOL, I’m old.
TIL: Der Hochwasserhosentrend heißt übrigens Flanking.

WARCOTUJ

aus: I Think About This a Lot: When a Feminist Artist Dragged Overgrown Skaters

Supreme’s use of logos isn’t an earnest, Adbusters-style commentary or a clever fashion world send-up à la Comme des Fuckdown. Call it a ripoff, an homage, or a collaboration, Supreme’s style of straight-up appropriation is evasive. It’s a way of signifying something without actually coming out and saying anything.

via

by design

Die GQ hat eine längliche Story über 032c, the German Magazine That’s Also a Cult Streetwear Brand, die vielleicht nur zu lesen lohnt, wenn man über 032c bisher nichts nichts oder kaum was gehört und gelesen hat? Ich fand den Artikel trotzdem interessant, die Macherkochs dahinter waren für mich vorher nicht so greifbar.

Ebenfalls mit Gewinn angeschaut: dieses Video.

PS: Die neue DieselKampagne ist schwach. Und seine Bilder auf Instagram zu löschen, ist nicht nur als Marketingmaßnahme ziemlich durch. Da kannst Du Taylor Swift nach fragen. (Oder gleich Alice Weidel.)

PPS: Lustig, daß die Schnarchmode von Adler gerade auch das Thema Unperfektionismus feiert.