t-shit print

Die Influencer auf Instagram sind nicht so wichtig für die Trendentstehung, wie alle annehmen. Wenn sie kreative Ideen hätten, dann vielleicht. Aber sie ziehen meistens nur das an, was sie von ihren Stylisten bekommen, und das ist nichts Neues. (…) Jeder schaut heute nur noch auf Instagram und hält das für die absolute Wahrheit, deshalb sieht auch alles gleich aus. Die wahre Avantgarde hat sich längst wieder von dieser Plattform abgewendet. Wir alle dachten am Anfang, Social Media bringt mehr Vielfalt, aber im Grunde bringt es eher Gleichförmigkeit.

Andererseits ist sich Lidewij Edelkoort auch sicher, „Socken sind der neue Mega-Trend.“ Naja.

Zickenteppich (sold out)

Wer bin ich überhaupt, mich zu erdreisten, die jungen Leute mitten im Winter für ihre dämliche Knöchelfreiheit, ihre grotesk löchrigen Jeans und ihre Zurbauchnabelstellung zwischen low waist, underboob und ewig ungeschlossenen Jackenknöpfen zu kritisieren? Schließlich wird das ja alles mit um den Hals geschlungenen Teppichen kompensiert.

LOL, I’m old.
TIL: Der Hochwasserhosentrend heißt übrigens Flanking.

WARCOTUJ

aus: I Think About This a Lot: When a Feminist Artist Dragged Overgrown Skaters

Supreme’s use of logos isn’t an earnest, Adbusters-style commentary or a clever fashion world send-up à la Comme des Fuckdown. Call it a ripoff, an homage, or a collaboration, Supreme’s style of straight-up appropriation is evasive. It’s a way of signifying something without actually coming out and saying anything.

via

by design

Die GQ hat eine längliche Story über 032c, the German Magazine That’s Also a Cult Streetwear Brand, die vielleicht nur zu lesen lohnt, wenn man über 032c bisher nichts nichts oder kaum was gehört und gelesen hat? Ich fand den Artikel trotzdem interessant, die Macherkochs dahinter waren für mich vorher nicht so greifbar.

Ebenfalls mit Gewinn angeschaut: dieses Video.

PS: Die neue DieselKampagne ist schwach. Und seine Bilder auf Instagram zu löschen, ist nicht nur als Marketingmaßnahme ziemlich durch. Da kannst Du Taylor Swift nach fragen. (Oder gleich Alice Weidel.)

PPS: Lustig, daß die Schnarchmode von Adler gerade auch das Thema Unperfektionismus feiert.

gleich & gleich

Stylebook widmet dem veränderten Look der Bachelor-Siegerin 2015 einen ganzen Artikel. Wobei dieser – wie bei gefühlten 90 % aller Stylebook-Postings – mindestens zur Hälfte aus eingebetteten Instagrams besteht, zwischen den es drei Absätzchen zu texten gilt. So wie diesen hier:

Auch die ehemalige Teilnehmerin der RTL-Kuppelshow ist längst auf den Contouring Trend aufgesprungen, den besonders Kim Kardashian (36) etablierte. Dabei modelliert man optisch durch dunkles Puder oder Cremes das Gesicht, etwa an den Wangenknochen oder der Stirn. Diesen Effekt mögen leider auch die meisten der Blogger- und YouTube-Stars, was zu leichten Verwechslungen führen kann. Influencer Pamela Reif (20) oder Kim Gloss (24) könnten Zwillinge von Liz Kaeber sein.

„Leider“? Wohl doch eher glücklicherweise. Denn wie wäre zwei Tage später Friederike Ostermeyer sonst auf die Idee für „Beauty-Klone: Warum sehen deutsche Instagram-Stars alle gleich aus?“ gekommen, wenn nicht durch diesen Gedanken ihrer Kollegin Daniela Garrasi?

Drei Wochen später ist diese Erkenntnis dann auch in Österreich angekommen. Christina Michlits schreibt über „Bloggerinnen: Warum seht ihr alle so gleich aus? Vicky Heiler, Caro Daur, NovaLanaLove“ hielten es allerdings nicht nur bei Haaren, Make-up und Klamotten so, auch ihre Inneneinrichtungen glichen sich auffallend. Dem Kurier fällt sogar auf, daß viele sogar einen „Einheitsbrei“ zu sich nähmen. (Als Antwort kann ich mal wieder diesen Guardian-Artikel unter der Hutschnur hervorziehen.

Mehr (und hoffentlich etwas grundsätzlicher) zu diesem geselligen Thema demnächst hier auf dem Kanal… Aber bis dahin:

Im Kölner Stadt-Anzeiger die viralste aller Kurzmeldungen dieser Woche gelesen. Experte warnt: Immer mehr Kopfläuse durch Selfies bei Teenagern.