Unser Küchenregal darf kein kruzifixfreier Raum sein.

Krack, ploing – da lag Jesus am letzten Wochenende plötzlich auf unserem ungeputzten Laminatfußboden. Und ich fragte mich, ob das Gegenteil von Christi Himmel- wirklich Höllenfahrt ist.

Downfall

Wenn ich nicht schon lange Atheist wäre, wäre ich wohl spätestens jetzt vom Glauben abgefallen.

Downfall

Kein Wunder also, daß sich der Sohn Gottes in unserer Wohnung schlecht aufgehoben fühlte. Der Arme war recht arm dran – bis ich ihn versucht habe auferstehen zu lassen.

Downfall

Zum Glück hat Ännie einen guten Draht nach oben. Okay, sie ist wegen ihres Jobs nicht aus der Kirche ausgetreten.

Flickwerk

Zwar von nun an ungenagelt, aber dank eines Metallfadens kann der Heiland wieder mit so einem Kreuz im Rücken abhängen. Halleluja!

gzuz sez

Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen. Meint ihr, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen? Nein, ich sage euch, nicht Frieden, sondern Spaltung. Denn von nun an wird es so sein: Wenn fünf Menschen im gleichen Haus leben wird Zwietracht herrschen: Drei werden gegen zwei stehen und zwei gegen drei, der Sohn gegen den Vater, deine Mudda gegen die Tochter.“

siehe Lukas 12,49-53 (vgl. Matthäus 10,34-35, Johannes 15,6)

1918, roh und für immer

Jajaja, ganz großer Coup von DJ Danger Mouse, das neue Album als CD-Rohling rauszugeben. Man kauft sozusagen nur das Artwork, immerhin u. a. Photos vom von mir hochgeschätzten David Lynch, den Rest, die eigentliche Musik, kann man sich ja problemlos aus dem Netz besorgen. Diese Meldung ist vor ein paar Tagen durch den digitalen Blätterwald galoppiert (ich hab’s zuerst hier aufgeschnappt) und ich muß sagen, mir hat das als PR-Gag mehr als imponiert; daß da vorher noch niemand drauf gekommen ist.
Die Begeisterung hielt dann aber nur genau so lange, bis ich mir das komplette Album angehört hatte. Wer sich selbst überzeugen will, bitteschön.

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The FBI disses Myspace.
Burger King or McDonald’s oder das wasweißichwieofte Paradoxindiz, daß schlechte Werbung besser funktioniert.
Auf heise.de/ wird der Start eines neuen Online-Projekts von Christopf Schlingensief vermeldet, das sich um seine Krebserkrankung dreht.

Jünger, Unernst

Ich bin nicht religiös, würde mich sogar eher als Atheist, denn als Agnostiker bezeichnen. Ganz ironisch ist das Bild unten dennoch nicht zu verstehen. Auch wenn ich nicht an Gott glaube, habe ich doch weite Teile der Bibel gelesen. Religion ist halt ein wesentlicher Bestandteil der Kultur, viele Kunstwerke lassen sich gar nicht richtig bzw. vollständig verstehen, wenn man den religiösen Bezug nicht kennt.
Und Jesus täte gut daran zu twittern, statt die christliche Botschaft über Medien (d. i. die Kirche+) zu verkünden. Ich will hier ja nicht wieder mit Obamas Online-Wahlkampf und dem Schimpfen der Print- und TV-Journalisten auf das Internet anfangen, aber die Parallelen sind da.

followchrist

Ich habe auch so gut wie nie eine eCard verschickt. Jetzt verschicke ich kaum noch eMails, also erst recht keine eCards mehr. Ich kommuniziere während der Arbeit über Skype und mit Freunden über das sogenannte Web 2.0 (Twitter, Facebook, Brightkite, aka-aki). Da versendet man höchstens Links. Oder postet es – wie hier und jetzt – direkt in seinem Blog.

Die NYTimes hat das verstanden, die FAZ schreibt immerhin schon drüber.