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Aus der Mode, aus zwei Artikeln aus der New York Times:

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Mr. Gabbana said his account was hacked.

The Crash and Burn of Dolce & Gabbana

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Neither Wrangler nor L.L. Bean responded to requests for comment.

Cambridge Analytica Used Fashion Tastes to Identify Right-Wing Voters

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Was Google Cloud mit der NYT gemacht hat.

„It was a honeypot.“

Ich halte nicht jede Aktion des Zentrums für politische Schönheit für gelungen. Die letzte schon. Auf heise.de steht ein erhellendes Interview dazu.

Wie wir auch jetzt wieder sehen, ist man reflexhaft dabei, sich eher schützend vor einen gewaltaffinen, braunen Mob zu stellen – mit Hinweis auf Bürgerrechte, die jedoch genutzt werden, um genau dieselben später abschaffen zu können.

Das ist der entscheidende Punkt meiner Meinung nach. Die Kritik an SoKo Chemnitz kommt sehr ritterlich daher, aber genau wie oben beschrieben kommt man hier mit einem „If they go low, we go high“ nicht weiter. Das sind Nazis, die scheren sich da einen Dreck drum.

Es geht eben mittlerweile nicht mehr darum, moralischer Sieger zu sein. Es geht ums Überleben. Im Moment noch nur für Schwule und Farbige, aber irgendwann würden sie natürlich auch bei einem Salonlinken wie mir auf der Matte stehen. Es geht ums Ganze. Und deshalb ist es meiner Meinung nach auch kein Argument, Fascho-Outings würden die „Betroffonen“ (sic!) etwa kosten. Da sage ich: hoffentlich.

Das Grundgesetz wird auch von der deutschen Wirtschaft geschützt.

Und ich präzisiere: Deutsche Firmen haben wie jeder demokratische Bürger eine verdammte Pflicht dazu. Nazis gehören öffentlich an den Pranger gestellt und ausgegrenzt. Hier heiligt der Zweck die Mittel, zumal es die einzige Möglichkeit ist, Waffengleichheit herzustellen.

Hinbiegen

…die ästhetische Verkörperung des standardisiert-industriellen Lebensstils war für die Sozialdemokratie stets mehr als nur blosses Beiwerk zum politischen Programm. Für eine Kultur des Durchschnitts einzustehen, diente ihr auch als eine Art vorpolitisches Bindemittel zum eigenen Kernmilieu.

Ein paar mehr Texte wie „Das Ende der Sozialdemokratie“ und ich werde selbst als Nicht-Schweizer noch zum zahlenden Republik-Leser.

Verkehr verquer

(Ausgerechnet) in der FAZ ist ein Artikel mit der Überschrift „Entsetzen über Fahrverbote: Hier stehen Staus unter Artenschutz“ erschienen. Er enthält nicht nur ein paar schöne Formulierungen wie…

Hier ist noch viel Luft nach oben. Aber die wird knapp.

…er kritisiert auch sehr pointiert die Auto-Fixierung der Politik mehr noch als die der Gesellschaft. Beispielsweise durch Beobachtungen über die Verklärung der A40 als „Industrieromantik, mit der eine Staufalle zur ‚Lebensader‘ des Ruhrgebiets hochgelogen wird.“
Außerdem musste ich als Radiohasser natürlich über so einen medialen Seitenhieb schmulnzeln:

Oder befürchtet man jetzt schon, dass es die Staus sind und nicht die Abgase, die weniger werden könnten und die Radiosender, die einen Großteil ihrer Zeit mit Staumeldungen füllen, dann ihr Programm umstellen müssten?

Erklärung für die Tags: Ja, ich lasse meine Instapaper Notes wieder automatisiert als Post/Drafts in mein Blog-Backend laufen.

Wahre Worte, Teil 17

Der Hass vieler Journalisten auf die Gewichtung nach Likes und Algorithmus ihrer Inhalte kommt auch davon, weil diese Gewichtung wie ein Spiegel ihnen die abgründige Fratze des Geschäftsmodells ihrer Publikationen vorhält.

Massenmedien & Social Media: „Cybernetic feedbackloop predicated on sensationalism“

Update:
Dazu auch sehr interessant: Georg Seeßlen auf neues-deutschland.de) über den Rechtsruck im Journalismus.