Notes 08/19

Doch mal wieder kommentarlos drei Texte empfehlen, weil ich gerade nicht zum selbst Schreiben komme.

Without drawing attention to it, they’d made a subtle tweak to the phone screens, with some displaying a 100 percent phone battery life, some 20 percent, and some five percent. They wanted to see if this seemingly irrelevant detail would affect the men’s decision making — and lo and behold, the lower the screen’s displayed battery life, the more likely men were to agree to the hookup.

Apps are definitely changing our sexual behavior, we’re just not sure how | The Outline

Ein lineares Fernsehprogramm, so kurios das für ein Unterhaltungsunternehmen eigentlich ist, erfüllt da schon eine fast sakrale Aufgabe: Es leistet, was in ganz früheren Zeiten Kirchen und ihr fein abgestuftes Gebets- und Messprogramm geleistet haben, die Kirchenglocken erzählen noch davon: Ordnung und Struktur, Halt und Orientierung.

Warum feste Fernsehprogramme heilsam für die Gesellschaft sind – WELT

„Capitalist ideology imparts the idea that we are only worthy of love and belonging once we buy into their product or service,“ says Manchester-based Purnell. „Advertising reinforces this idea with the assumption that we are inadequate – essentially stealing our love of ourselves, and selling it back to us at a price.“

‚Billboards are harming our wellbeing‘, Micah Purnell’s empowering message against advertising

speicHHerstadt by -drik S. on 500px.com

Mal 500px als Flickr-Ersatz ausprobieren, da gefällt mir die Embed-Funktion auf den ersten Blick am besten.

Wie Ferdinand de Saussure vor die 4. Wand gerannt

In meinen Stücken ist nie jemand markiert. Aber in „Ich schau dir in die Augen, gesellschaftlicher Verblendungszusammenhang“ war der erste Satz von Fabian Hinrichs: „Ich bin weiß, männlich, heterosexuell.“ Das Schwulenmagazin „Siegessäule“ schrieb, René Pollesch hätte sich von der Community entfernt. Aber ich kenne keinen schwuleren Anfang für ein Stück, als dass sich eine weiße männliche Hete markiert.

Die FAZ hat den neuen, altbekannten Volksbühnen-Intendanten interviewt.

Berlin-Diss Nr nicht mitgezählt

Aus einem WELT-Artikel über ein Berliner Mode-Festival vom letzten Monat:

Klingt erst mal typisch nach Hauptstadt: Verspätung nach vollmundigen Ankündigungen, ein scheinbar bereits hinreichend beackertes Themenfeld, ein abgerockter Veranstaltungsort im sogenannten Problemkiez.

(Okay, bedingungslose Kölnliebe ist natürlich total dämlich, aber was soll man machen, wenn alles östlich des Rheins einfach Mist ist.)

Wirtschaftsteil

Daß Sharing Economy und Gig Jobs Euphemismen für Ausbeutung sind, ist mittlerweile immer mehr Menschen klargeworden. Der gute Alexis Madrigal bringt es im Atlantic allerdings mal wieder besonders fein auf den Punkt: What All Those Uber-for-X Companies Did to the World.

An unkind summary, then, of the past half decade of the consumer internet: Venture capitalists have subsidized the creation of platforms for low-paying work that deliver on-demand servant services to rich people, while subjecting all parties to increased surveillance.

Jemandem im Intro eines nirgendwo anders als in der Elbphilharmonie geführten Interviews zu bescheinigen, sie würde „den Elfenbeinturm der Wissenschaft immer wieder gerne verlassen“, das ist schon gehässig Nicht wahr, Manager Magazin?

Viele fühlen sich erst „überfremdet“, seit Fatma und Ali nicht mehr als Putzfrau und Müllmann arbeiten, sondern Lehrer werden oder in die Chefetagen schielen.

In der taz erfährt man von Ferda Ataman, wie Integration und Karriere zusammenhängen.