Bin ich verrückt?

Daß man bei hoch geladenen Beiträgen auf Camera+ die Headline nicht nachträglich bearbeiten kann ist eine Sache. (Ja, hier fehlt ein „mich“. Und das Kommentieren dort funktioniert bei mir auch nicht.)

camplus_map

Die andere: Wenn man dort über den Aufnahmeort Cologne, Germany hovert, dann erscheint eine Google Map mit meinem Wohnort. Nur ist bei meiner Adresse ein „Facharzt für Psychatrie und Psychotherapie“ verzeichnet.

google_map

Den Arzt gibt es zwar in meinem Haus, doch hat er dort keine Praxis. Er wohnt einfach nur ein paar Etagen über mir. Sehr verwirrend. Und dann denkt man zuerst: Sag mal, spinne ich? Was für Kartenmaterial benutzen die bei Camera+ denn? Und dann dämmert es mir.

googlemapneu

Ob da jetzt mein Name steht oder drei Tage später das Symbol Für Zuhause/Home, ist ja irrelevant. Google scheint da am nicht mehr ganz so neuen Maps noch etwas zu feilen. Das Stichwort lautet Personalisierung. Wenn ich mich bei meinem Google-Account auslogge und zur alten Version switche, dann sehe ich auch plötzlich wieder meinen Nachbarn, den Facharzt.

gmapsalt

Wenn Google meint, mir einen Psychiater vorenthalten zu müssen bzw. ihn mir in meiner Kartenansicht nicht anzuzeigen, dann heißt das doch, Google meint, ein Psychiater/Psychotherapeut braucht mich nicht zu interessieren. Ich bin also aller Wahrscheinlichkeit nach nicht verrückt.

Was Ihr denn da an dieser Stelle seht, würde ich gerne erfahren. Und der Kindergarten gehört auf die andere Straßenseite, Google.

neike knust

Update 0704-2014 // Die unten eingebette Doku über Jeff Koons ist bei YouTube gelöscht worden, weil Copyright. Ich lasse das hier trotzdem mal so stehen.


(via)

Davor waren es Galerien. Die meisten wohl von solventen Ehemännern finanziert, damit sich die Frau Gemahlin daheim nicht langweilt. Was verständlich wäre, denn der workaholische Gatte ist bis spätabends im Büro oder unterwegs und das Haus im Hahnwald macht auch nicht wirklich Arbeit, so ohne Kinder und mit Putzfrau.

Nach den Galerien jetzt also Agenturen. Wo auch immer in der Südstadt ein Friseur, eine kleine Boutique oder ein Reisebüro ihre Pforten schließen, ein paar Wochen später sieht man durch die Schaufenster ein paar Schreibtische mit ihren darauf stehenden iMacs. Ob manchmal noch zusätzlich ein wenig Tand verkauft wird oder nicht, ist dabei vollkommen egal, denn Kunden sieht man in diesen Läden nie, nur betont lässig und doch schick gekleidete Menschen hinter den Bildschirmen ihrer Rechner.

Dabei ist die Südstadt noch nicht einmal ein Hipsterstadtteil, vielleicht war sie es vor zwanzig Jahren mal. Jetzt sind die Mieten dafür einfach zu hoch. Wenn man in diesem Veedel bei Google Maps im 8bit-Modus zu Streetview wechselt, dann sehen hier die unkenntlich gepixelten Häuser besonders schick aus.

Statt eines gelöschten Accounts // Worauf die Welt sicher gewartet hat: noch ein Button.

kartwanderung

Zuerst mußte sich Google als Suchmaschine wenn schon nicht komplett verdrängen, so doch zumindest von DuckDuckGo mehr als ergänzen lassen.

Und solche Projekte wie die OpenStreetMap-Layer von Stamen lassen mich auch an meiner Vorliebe für Google Maps zweifeln. Wenn Apple die erst einmal von seinen Geräten wirft …

Von dem Mist hier ganz zu schweigen. Was soll das, Google?

Gelöschte Accounts, Teil 4: Ipernity.

abgekartet

So eine real time map with Flickr pics muß ich bei nächster Gelegenheit mal ausprobieren. Immerhin habe ich schon einmal alle beschriebenen Maßnahmen zur Vorbereitung getroffen. (via @m_boesch)

Was ich aber direkt erledigt habe: Die Tischtennisplatte im Park bei mir um die Ecke in dieses Open Ping Pong-Verzeichnis bei Google Maps einzutragen. Obwohl ich eigentlich viel lieber Frisbee spiele. (via spreeblick.com/)

prado, google earth

Viele Museen bieten auf ihren Websites einen virtuellen Rundgang an. Da macht auch der berühmte Prado keine Ausnahme, er zeigt 15 Meisterwerke aus seinem Bestand in sehr guter Qualität online.

Velázquez, Die_Hoffräulein

Velázquez, Die_Hoffräulein

Aber meines Wissens ist das altehrwürdige Museum in der spanischen Hauptstadt die erste Kunstgalerie, welche auch einige Bilder seiner weltberühmten Sammlung über Google Maps einbindet. Dort findet man auch ein Video, welches die ganze Sache dokumentiert.

Goya, Die Erschießung der Aufständischen

Goya, Die Erschießung der Aufständischen

Ich bin vor fast zwei Jahren selbst in Madrid gewesen und habe natürlich auch dem Prado einen Besuch abgestattet. Die Onlinevisite kann dieses Erlebnis sicher nicht ersetzen, aber doch ergänzen. Denn was die Betrachtung der Bilder interessant macht, ist die Zoomtiefe. Laut diesem Blogeintrag sind die Gemälde mit einer 14 Gigapixelkamera abphotographiert worden. Das nenne ich mal hochauflösend!