start-down ideas

1. MODE

Die Lappen zum Anzünden von Molotow-Cocktails, aber in chic. Gab es bestimmt schon vor Jahren als pseudo-subversive Photostrecke in der Vice or whatever, schön Seidentücher von Hermes und Burberry-Schals gefeatured. Stimmt’s?

Egal – also einen Online-Shop eröffnen, der diese Lappen in stylish verkauft. Mit wirklich guten Designs bedruckt, den Stoff jedoch nicht nach Tragekomfort und Hautverträglichkeit auswählen, sondern nach Brennwert. Dabei alles fair und nachhaltig produzieren, CO2neutraler Versand und so, ganz wichtig. Der Shop selbst muß aber auch was hermachen, klar.

2. DROGE

Den Karren gar nicht schnell genug vor die Wand fahren können. Accelerationism uber alles. Ausgangsidee: Kokain wirkt einfach zu langsam. Eine Firma gründen, die versucht, schnelleres Koks auf den Markt zu bringen. Die quälend langen Sekunden zwischen Schniefen und Einsetzen des Kicks verkürzen. Das muß instantan gehen, wie beim Spritzen. Laborarbeit sponsern, Lobbyarbeit, der ganze Scheiß – voll auf die provokative PR-Schiene setzen.

WARCOTUJ

aus: I Think About This a Lot: When a Feminist Artist Dragged Overgrown Skaters

Supreme’s use of logos isn’t an earnest, Adbusters-style commentary or a clever fashion world send-up à la Comme des Fuckdown. Call it a ripoff, an homage, or a collaboration, Supreme’s style of straight-up appropriation is evasive. It’s a way of signifying something without actually coming out and saying anything.

via

Des Komikers neue Kleider

Daß vor allem die Produktionsbedingungen in der Modeindustrie eine himmelschreiende Unverschämtheit sind, wissen wir nicht erst, seit eine skandinavische Zeitung ein paar Fashionblogger nach Kambodscha geschickt hat. Aber diese tränenreiche Video-Doku ist nach über drei Monaten auch schon wieder vergessen. Schließlich gilt es, den Trends der nächsten Saison nachzujagen.

Umso schicker, daß sich Last Week Tonight with John Oliver in seiner aktuellen Ausgabe dem Thema Fashion widmet. Und uns noch einmal daran erinnert, was die leeren Versprechungen von GAP bis ZARA wert sind: nicht den kindergenähten Stoff, auf den sie gedruckt sind. Sehenswert.

Dov Charney und Wolfgang Grupp gefällt das.