Ich bin Dein Vader, Lug, Trug und Bug.

„Es ist ja nicht so, dass ich nicht auch selbst manchmal ein schlechtes Gewissen habe, wenn ich das Kind wieder Internet-Videos gucken lasse. Na ja, zumindest wenn ich währenddessen wach bin. Oft schlafe ich auch. Ein ganz normaler Tag fängt bei uns im Moment nämlich so an, dass der Kleine um 5.35 Uhr neben meinem Bett steht und sagt: ‚Papa, nicht schlafen!‘ Mir geht dann durch den Kopf, dass es für einen Vierjährigen sicher das Beste wäre, wenn wir in sein Zimmer gehen und Raumschiffe aus Lego-Steinen und Eisenbahnnetze bauen, Schach spielen oder zusammen etwas lesen. Manchmal machen wir das auch. Manchmal bin ich dafür aber einfach zu müde. Dann benutze ich das Internet zur digitalen Selbstverteidigung. Eine halbe Stunde Handy gegen eine halbe Stunde mehr Schlaf, so lautet unser Deal.“

Zitiert aus: Digitale Familie | ZEITmagazin

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Familienangelegenheit

Nicht, daß dieser Text von Don Alphonso auf faz.net/ der Weisheit letzter Schluß wäre. Ist auch schwierig beim Thema Kinder, wenn nicht unmöglich. Wie man’s macht, macht man’s verkehrt. Und mit Sicherheit nie allen recht. Aber mit einem Zitat wie diesem

Nachlässig, weinerlich und inkompetent wie die Nido-Supereltern, und völlig rückwärtsgewandt und überzogen, gehärtet und für die Moderne ruiniert von den Ansprüchen unserer eigenen Eltern.

ist das im vorletzten ZEIT-Magazin veröffentlichte Gejammere von Jana Hensel treffend charakterisiert. Deren Artikel ist seit ein paar Tagen nun auch auf zeit.de/ zu lesen. Ich rate allerdings von einer Lektüre ab.

Anspruch und Wirklichkeit. Kennt man ja.