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Man muß Sachen ja nicht immer geradeaus erzählen. Solange man dabei nicht um den heißen Brei heraumredet. Verstand und Verständlichkeit sind schließlich zweierlei Dinge. Aber das ist ja das Tolle am bloggen, man kann äußern, was man will. Fragt sich nur, ob dann noch jemand mitreden will oder kann.

Claudia hat ’nen Schifferhund. Entenblößung, was mit Böschung. Word. Und dann halten Siejasie ein: Moment, mal, Claudia Swiffer als Testimonial? Das ist ja total daneben, die putzt doch bestimmt nicht selbst. Dafür hat die eine Reinemachfrau, also engagiert. Und wen interessiere schon, daß Claudia Schiffers Putze Swiffer benutze? Und Dujadu so: Wen interessiert Claudia Schiffer?, aber das sagst Du schon nicht mehr so laut. Stattdessen überlegst Du, ob Du einen Link auf Swiffer setzen solltest, weil vielleicht doch nicht jeder diesen modernen Staubwedel kennt – bis Dir einfällt, daß Du doch so richtig selbstbestimmt schreiben wolltest.

Also mir geht das dauernde Geklimper in den verschiedenen Kanälen ja eher auf die Nerven. Der eine so, die andere so. Wie man’s macht, macht man’s verkehrt. Aber wenigstens ist man dabei nicht allein. Komplimente gibt’s derweil woanders.

via

Nachtrag // Das hier passt ja wie die Faust auf’s Auge. NUD, ironischerweise via dem Fitz sein Facebook.

In the Mood for Blogs

Am heutigen Towel Day so gedacht, eigentlich kennst Du kaum kleine Blogs. Aber es muß ja nicht immer independent sein – also im Sinne von „indie“, „Unabhängigkeit“ ist ja der Vorteil der meisten Blogs. Oder sollte es zumindest sein.

oslog.tv/ von Lukas Heinser und Stefan Niggemeier schafft es, sogar mich zumindest ansatzweise in diesem Jahr für den Eurovision Song Contest Grand Prix zu interessieren, so daß ich am Samstag nach dieser Lesung (siehe Sidebar-Banner) vielleicht nicht sofort und schreiend das weite suche. Auch wenn ich, um mir den Quatsch anschauen zu können, eine Menge Alkohol werde in mich schüttten müssen. Es gibt Schlimmeres.
Die Veranstaltung bringt mich wenigstens auch gleich zu Blogtip 2 – benefitz.de/, der Taubenvergrämer vereint Manie und Meisterschaft ausgerechnet mit Witzigkeit.
Dazu noch Leute, die da auch hinkommengehen.

Und sonst so? Neben Seiten wie Spreeblick, Wirres oder Stylespion, die man hier wohl nicht verlinken muß, bleibt noch jede Menge Trash übrig, mal mit weniger, mal mit mehr Anspruch.

Ach ja, was Interessantes zu gucken gibt es immer auf den einschlägig künstlichen thejunction.de/ und rebelart.net/. Wisst Ihr wohl. Und (nicht nur) als Ex-Filmfreak mag ich pro2koll.de/. Ansonsten einfach mal in die Sidebar klicken, wird sowieso viel zu selten gemacht, nehme ich mich nicht von aus.

Zum Schluß noch ein Tip aus meiner Professionsecke (ich trenne im Reader natürlich nicht zwischen beruflichen und privaten Abos): Das private Blog von Werbetexter Stefan Zschaler, „nebenher“ Geschäftsführer der Hamburger Agentur Leagas Delaney.

Woher die Aktion „Ein Herz für Blogs“ kommt, wisst Ihr wahrscheinlich bis hoffentlich. Die Wiederaufnahmequelle empfehle ich hiermit ebenfalls uneingeschränkt. Und Weltfrieden.

nochmal neu

Für den Neuanfang mal ein etwas zurückgenommeneres Theme, habe ich mir gedacht. Steht natürlich auch unten im Footer, aber den Namen kann man ja trotzdem noch einmal erwähnen: Oulipo. Und ist nicht nur schick, sondern auch praktisch, wie ich finde. (Klar, sonst hätte ich es nicht gewählt.)

Das Vorgängerblog auf drikkes.wordpress.com/ wird also nicht mehr befüllt, aber es bleibt weiter unter dieser Adresse erreichbar. Denn das neue Theme mit seiner schmaleren Artikelspalte zerschösse mir wegen der breiteren Photos bei fast jedem zweiten Post das Layout. Und wer will schon über die Sidebar herüberschlappende Bildränder und ähnliches? Zumindest solange der Inhalt auf drikkes.com noch einigermaßen überschaubar ist, übernimmt das alte Weblog also die Funktion eines Archivs, weshalb es unrechts auch über eine eigens angelegte Seite zu erreichen ist, da zwischen About und Proben/Mappe und Sonds Like Me.

There’s a new sidekick in town

Mein Blog wird übrigens am häufigsten mit dem Suchbegriff „Calvin und Hobbes“ gefunden. Dabei hatte ich als Kind gar keinen imaginären Freund. Und Ihr so?

Calvin and Tyler Durden

Calvin and Tyler Durden

 

Nachtrag / Ein paar Tage später liefert Nerdcore den Hintergrund aus genau der anderen Richtung. Die These, Fight Club sei nichts weiter als eine Erwachsenenversion von Calvin & Hobbes, stammt von Galvin P. Chow und datiert aus dem Jahr 2001.

Item Abuse

Holy Shit!“ – Das trifft es schon ziemlich gut. Ich habe als Teenager früher auch Super Nintendo bis zum Abwinken gespielt. Besonders Super Mario Kart, ich würde sogar sagen über mehrere Jahre täglich. Wir sind wirklich verdammt gut gewesen; so gut, daß mir und meinen Freunden sogar einmal angeboten worden ist, in Venlo um 100g-Dopeplatten zu fahren. „Wir treten als Eure Sponsoren auf und sorgen für den Einsatz, keinerlei Risiko für Euch.“ – Das ist uns als 15jährige Bubis, die ab und an mal einen Joint oder eine Hookah geraucht haben, dann doch zu heiß gewesen. Wir haben dankend, wenn auch mit stolz geschwellter Brust, abgelehnt.

Beim Spiel Super Mario World kann ich auch was, habe ich bisher gedacht. Bis ich heute Morgen dieses unglaubliche Video gesehen habe. Es ist zwar ein Fake (ein sogenannter TAS), aber nichtsdestotrotz mehr als beeindruckend. Aber das kann wohl nur jemand verstehen, der in seiner Jugend so dermaßen gamesüchtig wie meinereiner gewesen ist. Gibt es dieses Level überhaupt?

Wenn man so ein langweiliges Blog schreibt, ist es kein Wunder, daß es niemand liest. Das dachte Burda sich in einem anderen Fall wohl auch. Die halten sich wohl für clever und alle anderen für doof. Der gesamte Verlag wird ab jetzt von mir boykottiert. (Nicht, daß ich vorher auch nur eine Publikation aus ihrem Hause annähernd regelmäßig gelesen hätte…)