It’s the örgsonomy, stupid!

Das sind zwei Seiten ein und derselben Medaille. Also hier bitte Kopf oder Zahl einfügen:

The Millennial home economy: Consumer homes into work spaces

Beim Trendbeobachter WGSN klingt das alles noch erträglich. Auch wenn man den Weichzeichner der Marketingbrille aus jedem Absatz herauslesen kann.

The sharing economy is going to innovate us into the Victorian Era

The Outline liefert dann sozusagen die harte Realität. Vielleicht sollte ich mal wieder in Hauptmanns Die Weber reinschauen.

Musikexpresswehen

Ob Linus Volkmann jetzt regelmäßig Klassiker ver- oder zerreißt, da scheint man sich noch nicht ganz einig zu sein. Aber amüsant zu lesen ist das allemal.

Oasis – Musik für Freizeit-Hools, die gern mal was brüllen, wenn sie nachts aus ihrer Langweilerkneipe stolpern – und die privat aber auch gern wandern und träumen.

„Standing On The Shoulder Of Giants“ ist Powerpop für Halbsteife

Die Mentos-Travestie im Clip zu „Big Me“ beweist, dass die Band nicht nur aus mittelmäßigen Rockern bestand, sondern sie auch das Zeug zu mittelmäßigen Comedians besaßen. Ein bisschen wie tapsige blink-182 mit der Coolness von bierseligen Lehramtsstudenten.

Foo Fighters – Dave Grohl, das freundliche Nagetier

Die Peppers und Tool hat’s auch schon erwischt. Ich habe das Tag gleich per RSS abonniert – mal gucken, was da noch kommt.

Lesestoffhose

Diesen Goncourt’schen Zeitschriftenvorschlag würde ich auf jeden Fall kaufen – und höchstwahrscheinlich dann nicht lesen.

Angefangen, das aktuelle Taschenbuch wirklich ständig in der linken Arschtasche mit mir herumzutragen. Weil das Smartphone (vorne rechts) sonst einfach zehnmal schneller gezückt ist, als daß ich ein Buch aus den Tiefen meines Rucksacks gefischt habe.

Das hat zwei nebeneffektive Vorteile:
1. Ich habe eine Ausrede, keine ewig dicken Wälzer mehr mit mir herumzuschleppen.
2. Damit selbst mäßig voluminöse Paperbacks reinpassen, kann ich nur noch bequeme Baggy-Jeans tragen.

dreiviertel

Demnächst Gaika-Konzert in Köln. Yay or nay? Ist ja noch etwas hin, am Wochenende jetzt erst einmal The Screenshots.

Nachdem es das insgesamt eher artsyfartsy komplette Visual Album When I Get Home (immer noch?) nur bei Apple Music zu sehen gibt, ist jetzt mit Binz das lockerste Teilstück als Einzelvideo draußen. Es ist auch eins der besten Lieder der Platte, die bei mir derzeit auf Heavy Rotation läuft.

In den YT-Shownotes unter dem Video ist Apple Music auch prominent gelistet, da ist mir klar geworden, daß die Streamingabteilung aus Cupertino zum Angriff übergeht.

Und kurz darauf lese ich, daß es das neue Billie-Eilish-Video von niemand Geringerem als Takashi Murakami(s Team animiert) ebenfalls nur bei Apple Music zu sehen gibt.


Habe mich vor knapp einem Jahr bereits gefragt, wie es entweder „Listen to XY on Spotify“ oder „Hear album XY on Apple Music“ auf die Musikplakate und Konzertankündigungen schaffen. Wenn nicht beide gleich groß abgedruckt sind, dann steckt da doch bestimmt auch so ein Subventionssystem hinter wie früher Intel bei den Printanzeigen von PC-Schmieden oder der Douglasrahmen bei Parfumwerbung für Beteiligung an den Mediaspendings.

(Wollen wir wetten, daß Samsung demnächst Spotify kauft?)

Wirtschaftsteil

Daß Sharing Economy und Gig Jobs Euphemismen für Ausbeutung sind, ist mittlerweile immer mehr Menschen klargeworden. Der gute Alexis Madrigal bringt es im Atlantic allerdings mal wieder besonders fein auf den Punkt: What All Those Uber-for-X Companies Did to the World.

An unkind summary, then, of the past half decade of the consumer internet: Venture capitalists have subsidized the creation of platforms for low-paying work that deliver on-demand servant services to rich people, while subjecting all parties to increased surveillance.

Jemandem im Intro eines nirgendwo anders als in der Elbphilharmonie geführten Interviews zu bescheinigen, sie würde „den Elfenbeinturm der Wissenschaft immer wieder gerne verlassen“, das ist schon gehässig Nicht wahr, Manager Magazin?

Viele fühlen sich erst „überfremdet“, seit Fatma und Ali nicht mehr als Putzfrau und Müllmann arbeiten, sondern Lehrer werden oder in die Chefetagen schielen.

In der taz erfährt man von Ferda Ataman, wie Integration und Karriere zusammenhängen.