See you later, Instapaper

Ich glaube, ich habe Instapaper schon früher benutzt, nur eben ohne angemeldeten Account. Wenn ich jetzt an den Anfang meines Archivs zurückgehe, dann ist der zweite Artikel, den ich dort gespeichert habe vom Juli 2011:
Google Tried To Buy Color For $200 Million. Color Said No. | TechCrunch

Anfang diesen Jahres hat der von Marco Arment gegründete Speicherdienst seinen 10. Geburtstag gefeiert. Wobei der Initiator schon länger nicht mehr an Board ist – das Ding hat sich Pinterest irgendwann einverleibt. Bis dahin hatte ich sogar für Instapapers Premium-Features Geld bezahlt.

Es ist ja kein Geheimnis, daß mir dieser Service wegen seiner ungeheuren Praktikabilität einer der liebsten ist. Es gab bis letztes Jahr auch hier im Blog eine wöchentlich gepostete Link- und Zitatesammlung auf Instapaper-Basis. Doch nun ist plötzlich Schluß: vor fünf Tagen kam diese Mail.

Seit drei Tagen funktioniert der Dienst tatsächlich nicht mehr. Und seine vagen Ansagen lassen nichts Gutes befürchten. Wie im Tweet angekündigt bin ich nun also zu Pocket gewechselt. Daß die mittlerweile zu meinem bevorzugten Browser gehören, ist natürlich ein Vorteil. Dennoch fällt mir die Umgewöhnung schwer. Wieso gibt es Highlights nur in den Apps, nicht am Desktop? Und 4,99 € pro Monat für das Premium-Upgrade sind mir zu teuer.

Wen interessieren diese ganzen alten Blogs? Mit Instapaper hat die europäische Datenschutzgrundverordnung ein Opfer, um das es wirklich schade ist. Da hilfen auch kein Eindämmen der Newsletterflut.

Get your GDPR shit together and come back, Instapaper. Pleeeeease!

Königliche Quoten

Es gibt Infos, wer sich die Hochzeit von Meghan und Harry im TV angesehen hat. Altersmäßig ist das keine Überraschung, aber ein Blick auf die Berufe lohnt sich.

„Bei Beamten war die Übertragung besonders beliebt. 54,9 Prozent sahen zu, bei den klassischen Arbeitern hingegen kam die Vermählung nur auf rund 25 Prozent. Ebenfalls starke Werte wurden bei den Selbstständigen gemessen, die laut Auswertung zu 42,3 Prozent zusahen.“

Die Staatsbediensteten also. Diejenigen, deren Loyalität sich Regierungen zur Durschsetzung hoheitlicher Aufgaben mitunter teuer erkaufen. Meinen, erkaufen zu müssen.

Beamte sehen schon immer gerne ZDF, das ist sicher kein Geheimnis. Daß sie in der Mehrheit allerdings insgeheim Frank-Walter Steinwalter vor den nächsten Bus werfen würden, wenn sie so nur dem letzten dahergelaufenen Hohenzollern zur Thronbesteigung verhülfen, war mir neu.

Roland Kaiser hat sich sehr verändert.

In dieser Polemik wäre die FDP ein williger Steigbügelhalter. Aber wahrscheinlich würde der ganze Plan sowieso an Bayern scheitern.

Unser Küchenregal darf kein kruzifixfreier Raum sein.

Krack, ploing – da lag Jesus am letzten Wochenende plötzlich auf unserem ungeputzten Laminatfußboden. Und ich fragte mich, ob das Gegenteil von Christi Himmel- wirklich Höllenfahrt ist.

Downfall

Wenn ich nicht schon lange Atheist wäre, wäre ich wohl spätestens jetzt vom Glauben abgefallen.

Downfall

Kein Wunder also, daß sich der Sohn Gottes in unserer Wohnung schlecht aufgehoben fühlte. Der Arme war recht arm dran – bis ich ihn versucht habe auferstehen zu lassen.

Downfall

Zum Glück hat Ännie einen guten Draht nach oben. Okay, sie ist wegen ihres Jobs nicht aus der Kirche ausgetreten.

Flickwerk

Zwar von nun an ungenagelt, aber dank eines Metallfadens kann der Heiland wieder mit so einem Kreuz im Rücken abhängen. Halleluja!