abgekartete spielerei, teil zwei

Zu Google Latitude ist ja schon jede Menge geschrieben worden, da muß ich mich nicht auch noch einreihen. Vor allem, weil ich den Service nicht nutzen werde. Google hat schon genug Daten von mir, sie brauchen nicht auch noch meine Handynummer und meinen genauen Aufenthaltsort. Den ungenauen könnten sie auch sowieso schon wissen, denn ich benutze brightkite.com/.
Das wordpresseigene Platial ist mir auch zu umständlich, sowohl einzeln auf dem Handy als auch in Verbindung mit dem Blog. Da lasse ich vorerst auch die Finger von.

Da ist mir der unabhängige Anbieter bliin.com/ (Hinweis darauf von @mpeer) schon sympathischer, aber angemeldet habe ich mich da bisher auch nicht.

Schnitzeljagd im Cyberspace

In einem Beitrag über Location Based Games in der 3sat-Sendung Neues von letzter Woche bin ich über GPS Mission gestoßen. Hier wird ein wenig erklärt, worum es sich dabei handelt. Das Spiel selbst ist zwar noch nicht so ausgereift, aber das Prinzip, Computerspiele und die reale Welt miteinander zu verbinden, geht definitiv in die richtige Richtung. Nämlich nach oben.

Der Freitag

Habe ich mich jetzt (auch) angemeldet. Vielleicht lässt sich dort ja der ein oder andere Beitrag zweitverwerten. Allerdings müßte die Qualität hier natürlich ein bißchen steigen.
Man kann die Anmeldung also als eine Art Motivation verstehen.

„Dann strengen Sie sich mal an, Herr S.“

Die meisten Beiträge auf ANLEGENHEITEN sind doch (bis jetzt?) eher neben der Lohnarbeit so dahingerotzt. Die gelungeneren würde ich dann ebenfalls auf meinem FREITAG veröffentlichen. Zumindest denke ich mir das so. Dazu soll der Titel dort (ANGELESENHEITEN) möglicherweise mehr als nur Abwandlung meines Heimblogs sein; mehr als Wortfamilienwitz. Für irgendwas muß das Studium ja nützlich gewesen sein.

Germanistik mit Schwerpunkt Neuere Deutsche Literaturwissenschaft ist an der Universität mein Hauptfach gewesen. Ich habe gerne studiert. Aber die klassische Interpretation einzelner Werke hat mich nie wirklich interessiert, es sind eher die Metatheorien. Wenig Fragen sind unsinniger als das berühmt-berüchtigte „Was will uns der Autor damit sagen?“ Allgemeingültige Aussagen über künstlerische Texte sind (zumindest für mich) irrelevant. Wichtig ist, was bei mir ankommt.

Subjektivität is king. Hermeneutik sucks.

Das kann bei jedem Leser etwas anderes sein. Was nicht heißt, daß nicht trotzdem über Literatur diskutiert, sich über Belletristik ausgetauscht werden kann. Auf die Schnittmenge kommt es an. Was das genau für meinen FREITAGsblog bzw. die neue Kategorie (tbn) hier heißt, weiß ich noch nicht genau. Vielleicht einen (Ausschnitt aus einem) literarischen Text zitieren und ihn in einen anderen, sozusagen unAUTORisierten Zusammenhang stellen – je aktueller, desto besser.
Also zu quillp.com/. Als ob die Anmeldung bei einer weiteren Community wenn schon keine Lösung, so doch wenigstens eine Erleichterung wäre. Man ist halt auch als Atheist nicht vor Irrglauben und falschen Hoffnungen befreit.

Das Blog und die Pflicht: Holtzbrinck macht zoomer.de/ nach nur einem Jahr dicht.

Literarische Werbepause

Gefällt mir. Über die Qualität der vorgetragenen Werbegedichte läßt sich natürlich streiten. Und ich stelle hier bestimmt keine Kosten/Nutzen-Rechnung an. Aber allein des Kontrabasszupfers wegen hat sich die Aktion gelohnt.

Und weil ich pflichtschuldigst zu fast allem meinen ungefragten SeMf dazugebe, obwohl Dutzende vor mir schon exakt dasselbe getan haben: Ja, die Einblendung von Titel und Bewertung bei eingebetteten YouTube-Videos ist unschön.

abgekartete spielerei, teil eins

In Cem Basmans Blog Sprechblase bin ich auf folgendes Projekt aufmerksam geworden:

Ausschnitt Rheinland

Ausschnitt Rheinland

Die Blogkarte
Diese Karte hat sich zum Ziel gesetzt, möglichst viele deutsche Blogs zu verorten. Und ist bei der Erreichung dieses Ziels wohl ein wenig über das Ziel hinausgeschossen. Der Macher hat einfach die Impressen diverser Weblogs (natürlich der bekannteren) geplündert, um mit den Wohnortangaben der jeweiligen Autoren seine Gadgetkarte zu füttern. Erst nachdem diese eingetragen worden sind, hat er sich bei den entsprechenden Bloggern gemeldet und sie darüber in Kenntnis gesetzt. Nicht gerade die feine Englische, wie ich finde. Aber ob dieser unglückliche Start einen davon abhält, sein eigenes Blog dort zu platzieren, muß jeder selbst entscheiden.

Der Blogger als öffentliche Person

Cem findet die Aktion unfein, aber letztlich doch irgendwie okay. Kann man so sehen – und ich bin geneigt, mich dieser Sichtweise anzuschließen. Ich kann allerdings auch vollkommen verstehen, wenn man sich darüber so aufregt wie Don Alphonso an seiner blogbar.de/. Im Kern geht es dabei um die bereits erwähnte Nutzung der Impressumsangaben, wobei dieser Punkt trotz der eher schwammigen Rechtslage für mich nicht der interessanteste ist. Hier ist die Lage trotzdem recht klar, wen es mehr interessiert: Dieser Artikel auf heise.de/ ist zwar fast schon zwei Jahre alt, aber die darin ausgeführten Bestimmungen zur Impressumspflicht vom 01. März 2007 haben wohl immer noch Geltung.
So ein „Blogeintrag“ in einer Karte ist einfach etwas anderes als ein Eintrag im Telephonbuch. Und ich meine mich – der Besitz eines Festnetzanschlusses meinerseits ist Jahre her – zu erinnern, daß selbst die in solchen Dingen (siehe Spitzelaffäre) nicht zimperliche Telekom bei der Anmeldung eines Anschlusses im entsprechenden Formular nachgefragt hat, ob und mit welchen Informationen man im Nummernverzeichnis gelistet werden möchte.

Und überhaupt hinkt jeder Vergleich – meistens hinterher

Viel mehr ist es ein von Don Alphonso fallengelassener Nebensatz, der meine Aufmerksamkeit erregt hat. In abgewandelter Form kreisen auch einige der Kommentare zu seinem Artikel um das Thema.

Manchmal könnte ich kotzen bei der dummdreisten Technikbegeisterung mancher Typen, bei denen man den Eindruck hat, dass sie sowas ohnehin vor allem zur Promo ihres Blogs machen.

„Even good news are bad news.“ – Auch wenn ich bezweifle, daß der Kartenmacher die quer durch durch die Blogosphäre rauschende Aufrege bewußt als PR eingeplant hat, Tatsache wird sein, selbst diese ablehnende Haltung hat ihm eine Aufmerksamkeit verschafft, die er auf anderem Wege niemals erreicht hätte. Ob diese pauken- und trompetenschlagende Kurzfristigkeit aber dem langfristigen Erfolg schadet oder nutzt, wird – wie immer – die Zukunft zeigen. Ich kenne mich auch nicht so gut mit den Seilschaften (Gibt es da mittlerweile eigentlich einen Link-related 2.0Begriff für?) in der deutschen Bloglandschaft aus, um hier eine Prognose zu wagen.
Aber ist das der Punkt, wenn das Projekt Blogkarte eine, wie vom Macher behauptet, unkommerzielle Hobbybastelei ist/bleibt?

Puh, das ist jetzt etwas lang geworden. Eigentlich wollte ich hier noch ein paar Gedanken zu Google Latitude et al. anfügen, aber das verschiebe ich mal auf einen späteren Eintrag in den nächsten Tagen.

what a whiz

Gerade in einem Artikel bei meedia.de/ auf folgende Werbung gestoßen:

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Um’s kurz zu machen: Ich kotze.

Und der Vollständigkeit halber: Ein Klick auf die Werbung führt hierhin.
Über die im meedia-Artikel (eigentlich nur Wiedergabe von Spiegel– und FAZ-Kritiken) berichtete Sendung Bauerfeind möchte ich mir gerne ein eigenes Bild machen. Damit muß ich jetzt allerdings einen Monat warten.