designcamp cologne

Am 24. und 25. Januar findet das erste designcamp Europas statt. Ich habe mich heute zur Teilnahme angemeldet und bin ein wenig aufgeregt, denn zwar habe ich im Netz schon über barcamps (Wiki-Artikel) gelesen und Photos von diesen Veranstaltungen gesehen, doch bin ich noch nie selbst dort gewesen.
Umso mehr freue ich mich auf das designcamp cologne, das an den beiden Publikumstagen der internationalen Einrichtungsmesse imm im Konferenzzentrum Nord der Messe Köln in Deutz stattfinden wird – also quasi in dierekter Nachbarschaft zu meinem Mülheimer Arbeitsplatz.

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Aufmerksam geworden bin ich auf die Veranstaltung durch ein Gewinnspiel auf stylespion.de/, bei dem ich dann auch tatsächlich eine Tageskarte für den Besuch der Messe gewonnen habe. Von dort aus ist es nur noch ein kleiner Schritt zum designcamp gewesen.

Marke Eigenbau

Nicht, daß es eines Anlasses bedarf, aber nun bin ich sozusagen gezwungen, schnell eins meiner Weihnachtsgeschenke zu lesen: Marke Eigenbau von Holm Friebe und Thomas Ramge. Hier die Kurzversion des Buchtrailers:

Ich werde keine eigene Session beim camp halten, aber möglichst aktiv mitdiskutieren. Und natürlich danach auf diesem Blog über die Veranstaltung berichten. Und wahrscheinlich über die Lektüre des Buches ebenfalls.

Meinung und Mainstream

Frau Schnutiger ist Kabarettistin, so hieß das mal. Was sie so für Witze macht, kann – für den, der sie (bisher) nicht kennt – anhand ihrer Videos nachvollzogen werden.
Nun twittert @schnutinger auch, und ihre Äußerungen anläßlich einer im Bundestag geführten kontroversen Debatte über Spätabtreibungen sind zum Mittelpunkt einer angeregten Diskussion auf dem Microbloggingdienst der Stunde geworden.

Frau Schnutingers Twittertimeline am Nachmittag des 18.12.2009

Frau Schnutingers Twittertimeline am Nachmittag des 18.12.2009

Wobei Diskussion das falsche Wort ist. Frau Schnutinger hat zwar versucht, auf einige der Entgegnungen ihrerseits zu reagieren. Allein, dem ihr entgegengeschlagene (man kann es nicht anders nennen) Sturm der Entrüstung ist wohl nicht mehr Dame zu werden gewesen. Hier ist auch nur Platz für einige Beispiele, für eine ausführliche Liste sei auf search.twitter.com/ verwiesen:

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Ich selbst habe auch kurz überlegt, ob ich Frau Schnutinger sogar blocken soll. Schließlich folge ich ihr ja gar nicht. Aber dazu hat @sebaso schon seinen Semf abgelassen:

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Mit solchen radikalen Positionen kann man halt auch in unserer Gesellschaft noch anecken. Der Satz „Ich bin praktizierender Katholik.“ ist eine größere Provokation als offen über BDSM oder ähnliches zu reden.
Und auch auf die Gefahr, jetzt wie ein Vorzeigeopportunist zu klingen: Ich finde weder ihre Tweets, noch ihre Videos besonders lustig.

Morgen erwarte ich dann eine Twitkrit zu dem Thema!

endlich Elch

Ich habe es ja schon mehrfach versprochen: Hier also meine Meinung zu aka-aki.com/. Ich habe aber eine gute Ausrede für den Aufschub: die Seite ist erst vor Kurzem einem Relaunch unterzogen worden.

Der Elektrische Reporter hat über das damals noch als „Studenten-Startup“ bezeichnete aka-aki bereits in Folge 32 berichtet. Hier das Interview mit zweien der Gründer, Gabriel und Florian:

So sympathisch, wie die beiden hier rüberkommen, so problemlos ist es, mit ihnen über die eigene Community in Verbindung zu treten. Die Mitarbeiter sind freundlich – beste Kundenbindung.
Mittlerweile ist die kleine Firma auch erwachsen geworden: Der Relaunch hat die Seite übersichtlicher gemacht, der Look ist moderner und nicht mehr ganz so verspielt.
Der Clou der Website ist aber das Anfertigen und Mitnehmen von sogenannten Stickern, die vielfältige Verwendungsmöglichkeiten bieten. Geolocation bieten ja mittlerweile auch andere Dienste. Eine App für das iPhone ist jetzt auch draußen, was mich natürlich besonders freut.

Elch am Start

Elch am Start

Der Haken an der Sache ist, daß die Community schon sehr berlinbasiert ist. Hier findet sich höchstens eine handvoll Rheinländer regelmäßig ein. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.
Die Leute, die da sind, machen einen Besuch jedoch lohnenswert. Und zugespamt wie auf Massensites à la facefook.com/ wird man hier auch nicht.

Habe ich schon erwähnt, daß das Promo-Shirt von aka-aki besonders gelungen ist? Allerdings hat es heute Konkurrenz bekommen; mehr dazu in einem der nächsten Beiträge.

Partisanenkampf der Buchstaben?

Ich bin Schreiber, verdiene mein Geld mit Texten, Konzepten und Ideen. Dieses Weblog wird aus vielen Gründen betrieben: als Fingerübung und Hobby, aus Spaß an der Meinung und auch ein Stück weit aus dem Verlangen, einfach nur dabeizusein bei dieser Sache, die sie alle Web 2.0 nennen. Ich würde nicht soweit gehen, es als Leidenschaft zu bezeichnen, doch stecken definitiv keine kommerziellen Absichten dahinter.
Nun bin ich auf eine Website namens textguerilla.de/ gestoßen, welche möchte, daß ich eine Petition unterzeichne. Allein, der Inhalt selbiger erschließt sich mir nicht ganz. So heißt es dort oben in der rechten Spalte:

Es nervt!

Keine Texte mehr, die vom Nachbarn geschrieben wurden, weil er mal eine Eins in Deutsch hatte.
Keine Bedienungsanleitungen mehr, die niemand versteht.
Keine Investitionen mehr in Werbeaktionen ohne Response.
Kein „Bitte mal eben schnell drüberschauen“, sondern ein ordentliches Textlektorat.
Und auf Textklau reagieren wir ganz besonders allergisch.

Darunter eine Reklame für mittelmäßig originelle T-shirts. Erst dann folgt unter der Überschrift „Die Petition: Schluss mit schlechten Texten!“ eine Verlinkung zu einer Unterschriftenliste. Da liest man dann Folgendes:

Schlechter Text bedroht die Kommunikationswelt. Die ganze Welt? Nein! Eine wachsende Truppe unbeugsamer Profis leistet dem Sprachverfall tapfer Widerstand. Es reicht!

Nun gut, ein eigentlich löbliches Ansinnen, denke ich mir. Bis ich mir Gedanken über den Sinn dieser Aktion zu machen beginne. Was wird hier bezweckt? Wikipedia definiert eine Petition folgendermaßen:

Eine Petition (lat. petitio „Angriff“, „Ersuchen“) bezeichnet eine Eingabe (Bitte oder Beschwerde) an eine zuständige Behörde oder an eine Volksvertretung.

Man fragt sich, welche Behörde beim Thema dieser „Petition“ zuständig sein, was die Volksvertretung nach der Einreichung der Unterschriften damit anfangen soll. Die Unterschreiberlinge – unter ihnen Kommaverschluderer wie Steffi Wittig und Dagmar Diebels oder Tanja Schumacher, die meint, ihre Zustimmung mit einem Zitat aus ‚Harry Potter‘ bekräftigen zu müssen – können doch nicht ernsthaft wollen, daß schlechte Texte vom Bundestag gesetzlich verboten werden sollen.
Das Ansinnen erinnert mich frappant an die Versuche etablierter Medien, die sogenannte Blogosphäre in Gänze diskreditieren zu wollen. Wer soll entscheiden, wann ein Text gut oder schlecht ist, wenn nicht jeder einzelne Leser/User für sich selbst?

Stichwort: Guerilla

Vielleicht erkennt diese Vereinigung die Staatshoheit deutschsprachiger Länder überhaupt nicht an. Eine vielleicht gar nicht so abwegige Vermutung, heißt es doch im Impressum der Textguerilla lapidar: „Dieses Blog ist ein Gemeinschaftsblog und wird herausgegeben und betrieben von vielen Autoren.“ Als Verantwortliche wird eine gewisse Monika Evers aus Halle genannt – bestimmt eine Strohfrau.
Die buchstäbliche Kleinkampftruppe mißtraut bestimmt auch der Internetenzyklopädie Wikipedia, weil da jeder mitschreiben kann. Nichtsdestotrotz sei hier auf den dortigen Artikel zum Begriff ‚Guerilla‘ verwiesen.
Zu dem Thema ließe sich sicher noch eine Menge schreiben, doch weiß ich gar nicht, ob es das wert ist. Ich denke, die Textguerilleros werden ihrem eigenen Anspruch nicht gerecht. Mehr noch, wahrscheinlich wissen sie noch nicht einmal selbst, was für ein Faß sie da aufgemacht haben; nämlich eins ohne Boden.

Ich hatte niemals noch nicht einmal eine eins in Deutsch. Deshalb gehört das letzte Wort dieses Eintrags einem gewissen -alex-, Nr. 137 der Liste. Wenn man den Nagel so auf den Kopf trifft, dann stört mich auch nicht das kleingeschriebene „h“ am Anfang:

heult doch! Wir alle haben 26 Buchstaben. Es kommt drauf an, was man draus macht.


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Von seinen Benutzern auch liebevoll (oder einfach nur: kurz) gmail genannt. Die Zeit ist gekommen, an dieser Stelle ein vollschlankes Lob auf Googles Mailclient abzulassen. Hauptgründe: siehe Bild.

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1.
Wie bereits mehrfach erwähnt, bin ich in einer ganzen Reihe von Webcommunities mehr oder weniger aktiv. Aber seine Daten muß man ja immer abgeben. Früher habe ich dafür eine Mailadresse von web.de/ benutzt. In der Folge bin ich von Spam überrollt worden. Ich muß wirklich sagen, das passiert bei gmail nicht.

2.
Die neuen Designmöglichkeiten. Anfangs dachte ich, das Retro-Theme „Terminal“ würde ich nicht lange durchhalten können; grüne Schrift auf schwarzem Grund ist jetzt nicht der Augenschmeichler par exellance. Aber nach einigen Wochen muß ich sagen, es ist völlig okay. Man braucht ja nicht stundenlang, um seine Mails zu checken. Und wenn ich es mit dem iPhone tue, dann sieht man das Theme sowieso nicht.

3.
Nicht im Bild, aber auch ein wichtiger Grund: Der Speicherplatz ist einfach viel größer. Statt 12 MB sind es jetzt 5000 MB.