dreiviertel

Demnächst Gaika-Konzert in Köln. Yay or nay? Ist ja noch etwas hin, am Wochenende jetzt erst einmal The Screenshots.

Nachdem es das insgesamt eher artsyfartsy komplette Visual Album When I Get Home (immer noch?) nur bei Apple Music zu sehen gibt, ist jetzt mit Binz das lockerste Teilstück als Einzelvideo draußen. Es ist auch eins der besten Lieder der Platte, die bei mir derzeit auf Heavy Rotation läuft.

In den YT-Shownotes unter dem Video ist Apple Music auch prominent gelistet, da ist mir klar geworden, daß die Streamingabteilung aus Cupertino zum Angriff übergeht.

Und kurz darauf lese ich, daß es das neue Billie-Eilish-Video von niemand Geringerem als Takashi Murakami(s Team animiert) ebenfalls nur bei Apple Music zu sehen gibt.


Habe mich vor knapp einem Jahr bereits gefragt, wie es entweder „Listen to XY on Spotify“ oder „Hear album XY on Apple Music“ auf die Musikplakate und Konzertankündigungen schaffen. Wenn nicht beide gleich groß abgedruckt sind, dann steckt da doch bestimmt auch so ein Subventionssystem hinter wie früher Intel bei den Printanzeigen von PC-Schmieden oder der Douglasrahmen bei Parfumwerbung für Beteiligung an den Mediaspendings.

(Wollen wir wetten, daß Samsung demnächst Spotify kauft?)

Wirtschaftsteil

Daß Sharing Economy und Gig Jobs Euphemismen für Ausbeutung sind, ist mittlerweile immer mehr Menschen klargeworden. Der gute Alexis Madrigal bringt es im Atlantic allerdings mal wieder besonders fein auf den Punkt: What All Those Uber-for-X Companies Did to the World.

An unkind summary, then, of the past half decade of the consumer internet: Venture capitalists have subsidized the creation of platforms for low-paying work that deliver on-demand servant services to rich people, while subjecting all parties to increased surveillance.

Jemandem im Intro eines nirgendwo anders als in der Elbphilharmonie geführten Interviews zu bescheinigen, sie würde „den Elfenbeinturm der Wissenschaft immer wieder gerne verlassen“, das ist schon gehässig Nicht wahr, Manager Magazin?

Viele fühlen sich erst „überfremdet“, seit Fatma und Ali nicht mehr als Putzfrau und Müllmann arbeiten, sondern Lehrer werden oder in die Chefetagen schielen.

In der taz erfährt man von Ferda Ataman, wie Integration und Karriere zusammenhängen.

Düsseldolph Lundgren, Nicht ohne meinen IT-Berg

39 // Man muß sich den Düsseldorfer Handtaschenberg wie das Reifenfeuer von Springfield vorstellen. In den 90ern wurden dort George, Gina & Lucy entsorgt, dann zu Beginn des neuen Jahrhunderts sehr lange Longchamps. Nun landet seit einiger Zeit immer mehr von Michael Kors auf diesem Haufen.
Bei gutem Wetter kann man die sich zwischen Gerresheim und Grafenberg in schwindelerregende Summen Höhen stapelnden IT-Bags sogar vom anderen Rheinufer in Oberkassel aus sehen.

sprach schatz meister schaft

Wenn ich privat ins Internet schreibe, dann benutze ich immer noch die alte Rechtschreibung. In der Regel verwende ich dabei auch das generische Masuklinum – teils aus reiner Faulheit, teils aus unermesslicher Ich-Bezogenheit. Als Mann bin ich natürlich Egozentriker und selbstverliebt dazu.

Um nicht als komplett misogynes Arschloch abgestempelt zu werden, ändere ich beim Mitteilen von Alltagsbeobachtungen oft das Geschlecht der beschriebenen Person (Also Obacht, wenn einer meiner Tweets mit „Typ vor mir…“ oder so beginnt.) Auf diese Weise wirke ich nur noch wie ein sarkastischer Menschenhasser.

Womit wir beim Thema wären: dem Verein Deutsche Sprache und seinem Aufruf Schluss mit dem Gender-Unfug! Was für eine Liste dämlicher Erstunterzeichner da von „Widerstand“ faselt, da bekomme ich schon reflexhaft Lust, mich doch noch auf die Seite von Stern*chen und Binnen-I zu schlagen.

Mache ich dann aber doch nicht, weil siehe oben.