Wahre Worte, Teil 17

Der Hass vieler Journalisten auf die Gewichtung nach Likes und Algorithmus ihrer Inhalte kommt auch davon, weil diese Gewichtung wie ein Spiegel ihnen die abgründige Fratze des Geschäftsmodells ihrer Publikationen vorhält.

Massenmedien & Social Media: „Cybernetic feedbackloop predicated on sensationalism“

Update:
Dazu auch sehr interessant: Georg Seeßlen auf neues-deutschland.de) über den Rechtsruck im Journalismus.

Ist das Künstlerkaffee oder kann das weg?

Lego drückt mir auf Facebook gerade sponsored posts über seinen Geschenke-Berater-Chatbot in die Timeline. Klar, daß ich den sofort ausprobiert habe. Da fällt als erstes positiv auf, daß der Bot nicht nach „Mädchen oder Junge“ fragt, sondern nach Interessengebieten und Alter.

In der mittleren Preiskategorie bekomme ich dieses Produkt vorgeschlagen: LEGO® Friends Emmas Künstlercafé. Da merkt man richtig, daß ich in der sogenannten Kreativbranche arbeite, was?

Im Folgenden zitiere ich allerdings einfach ganz unkreativ aus dem Beschreibungstext des Lego-Shops:

„In Emmas Künstlercafé treffen sich die Kreativen von Heartlake City für eine Kleinigkeit zu Essen und neue Inspiration. Zum stylischen Design gehört ein Riesen-Panino auf dem Dach, eine Panini-Maschine im Café, eine Kaffeemaschine, ein Sitzbereich und die Kasse. Vor dem Café befindet sich eine flexible Künstlerecke mit Ausstellungsbereich, die nach Lust und Laune verschoben werden kann, und eine Bank mit Farben für den Graffiti-Künstler.“

„Café mit flexibler Künstlerecke, Panini- und Kaffeemaschine, Kasse, Sitzbereich, Fensterläden zum Öffnen, Bildern, Preistafel und einer Bank draußen.

Als Zubehör sind Farbflaschen, Spraydose, Palette, Pinsel, Kuchen, Cupcakes, Panini, „I love Heartlake City“-Tasse, Rechnung und eine Münze enthalten.“

„Besuche das Künstlercafé und bewundere Prankzys Graffitikunst an der Mauer.

Lass dir Kaffee und Kuchen zusammen mit Emma schmecken, während sie über neue Kunstprojekte nachdenkt.“

Quartz hat ein kurzes Video dazu gemacht, warum Coffee Shops überall auf der Welt gleich aussehen. Spoiler: Brooklyn and Instagram. Weiterführende Lektüre zum Thema:
Welcome to AirSpace | The Verge
How the hipster aesthetic is taking over the world | The Guardian

Threads

War ich noch nie ein Fan von. Weil mehr als drei zusammenhängende Tweets zu lesen einfach nervig ist. Sollte mich so ein Inhalt wirklich dermaßen brennend interessieren, dann behelfe ich mir mit dem Service Thread Reader App. Einfach den Startlink des Threads eingeben oder noch einfacher: dem Starttweet inklusive @threadreaderapp und dem Keyword „unroll“ replyen, schon bekommt man die einzelnen Sätze als Gesamttext zugelinkt.

Daß man die dann wiederum per c&p-Code auf anderen Websites einbetten kann, war mir gerade allerdings nicht aufgefallen. Praktisch.

Zumindest eine Anwendung, für es nach dem Aus von Storify also einen – und dann gleich halbautomatisierten – Ersatz gibt.

Brunsdon



Hätte ich das nur vorher gewusst. macOS Mojave geht mir auf die Nerven. Aber nicht genug, als daß ich den Aufwand eines Downgrades zurück zu High Sierra auf mich nähme. Z.B. läuft das alte Deckset nicht mehr und beim neuen (okay, Trialversion) gab es allein heute auch schon zwei Appstürze.




Ich habe mir ein Paar BluetoothKopfhörer gekauft und bin bis jetzt sehr begeistert. Daß ich die Defaultbekabelten des iPhones nicht an das MacBook anschließen kann, ist wirklich unverschämt. Jetzt sind es ein Touch und ein Klick und ich habe in drei Sekunden das Device gewechselt – ohne Rumstöpseln und Kabelsalat.




Kleiner Tipp: Die eigentlich hinter einer Bezahlschranke versteckten Gold-Inhalte der Titanic lassen sich durch Read Later via Instapaper entbergen.

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Ich bin ja wirklich kein Fan von Shawn Mendes, dafür wirkt seine Musik auf mich einfach zu Plastik. Trotzdem habe ich mir sein neues Video angesehen. Was natürlich an dem Thumbnail gelegen hat. Der Titel hat meine Vermutung dann bestätigt.

Das ist wirklich visuell ganz nett gemacht. Weil ich Lost in Translation (Trailer) ein paar Jahre nicht mehr gesehen habe, dachte ich anfangs sogar bei 2-3 Szenen, sie hätten den Sänger in den alten Film reingeschnitten. Aber nein, es ist alles neu gedreht. Und zwar mit so viel Liebe zum Detail Aufwand, daß ich gar nicht mehr richtig böse sein kann, daß sie einen meiner Lieblingsfilme als singulärinspireirte Bewegtbildtapete für einen schleimigen Popsong mißbrauchen.

Vielleicht schaue ich mir diese Mini-Doku von Casey Neistat über Mendes irgendwann doch noch an. Und nach mal Japan möchte ich sowieso lieber heute als morgen.