Karneval Kurtz

Es ist kurz nach Mitternacht und somit Aschermittwoch. Mein erster Karneval als Kölner. Ich habe es überlebt. Mehr habe ich auch gar nicht verlangt, ich habe gewußt, daß es schlimm wird. Gehabe.

Fehlte eigentlich nur noch ein solcher Prediger am Straßenrand auf einer Holzkiste stehend und die an ihm vorüberziehenden Massen verdammend, wie ihn Malte Welding in einer Dachkammer auf YouTube entdeckt hat.

Im Herzen der Finsternis

Man hat das ja schon das ein oder andere Mal im Fernseher gesehen. Man ist vielleicht auch schon einmal für eine kurze Stippvisite hiergewesen, um sich das live anzuschauen. Freakfeldstudien oder so. Man findet Karneval doof, aber in Wirklichkeit ist alles viel schlimmer. Die Wirklichkeit ist schlimmer.
Ich habe keine Expeditionen gewagt. Ein paar Fahrten mit der Bahn, ein unvermeidlicher Gang zum Kiosk haben vollkommen ausgereicht, mir das Ausmaß der Apokalypse mit Pappnase vor Augen zu führen.

Im Endeffekt bin ich doch froh über die zwei Tage (Mo. + Di.) von der Agentur verordnetem Zwangsurlaub, über den ich mich vorher ein wenig aufgeregt habe. Aber der Altweiberweg zum und vom Arbeitsplatz haben mich dann doch auf den Vorgeschmack dieses verlängerten Wochenendes gebracht.
Habe mich also zuhause verbarrikadiert und auch wenn ich das vorgesehene Pensum (die komplette 1. Staffel LOST, Roth‘ neuer Roman Empörung) nicht ganz geschafft habe, so sind mir die vier Tage UnrAuszeit doch wohl bekommen. Jetzt flugs verschlafen und morgen in eine verKURTZte Arbeitswoche starten.

„Das Grauen!“

Hier doch noch eine Superverkleidung: Vergils ‚Aneis‘ im Gewand eines Facebook-Threads.
Großartig!

10 gebote 2.0

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Und so lauten die neuen 10 Gebote laut @Jahwe im Wortlaut:

2.1
Ich bin dein HERR, der dich aus Web 1.0 geführt hat. Du sollst keine anderen Printgötter neben mir haben.

2.2
Du sollst den Avatar des HERRN nicht mißbrauchen oder seine persönlichen Daten vorratsspeichern.

2.3
Du sollst am Sabbat die Schöpfung des HERRN mit 5 Sternen raten.

2.4
Du sollst deine A-Eltern ehren und gedenken, dass du ein B-Kind bist. Respektiere ihr Urheberrecht.

2.5
Du sollst nicht flamen.

2.6
Du sollst deine Ehefrau nicht entfollowen.

2.7
Du sollst nicht raubkopieren und copy&pasten.

2.8
Du sollst nicht faken.

2.9
Du sollst nicht deine Frau unter Creative Commons lizenzieren.

2.10
Du sollst begehren deines Nächsten Gadgets.

Ich habe mir blasphemischerweise erlaubt, die Punktuation in den einzelnen Geboten einander anzugleichen. Bei der Zählweise (2.10?) bin ich mir nicht so sicher, hoffe aber, dem Zorn Gottes entgehen zu können, auch wenn ich noch eine ketzerische Frage habe: „Hat Jahwe im letzten Gebot etwa ein ’nicht‘ vergessen?“
(Dieser Post ist eine Art Update zu dem hier.)

eine Umfrage zum #Theme

Das ist meine erste in dieses Blog integrierte Umfrage. Ich weiß, Schönheit ist anders. Das habe ich bisher beim Gesamtauftritt des Blogs genauso gesehen. Praktikabilität geht bisher stets vor Schönheit. Leider habe ich keine Links für Nicht-Wordpresser gefunden und bin zu faul, andere Blogs mit den folgenden drei Themes rauszusuchen.

[Umfrage nicht abgeschlossen, sondern auch irrelevant.]

Ich bin kein Designer und erst recht kein Programmierer. Das Theme muß also relativ clean bleiben, weil ich die Widgets in der Sidebar vom Look her nicht ändern kann. Es sieht zwar sehr häßlich aus, aber ich liebe den FriendFeed am Blogrand, der muß unbedingt ins neue Layout reinpassen. Anderes wie den Button „follow me on twitter“ kann man ja anpassen, da gibt es im Netz ja vielfältige Angebote. Aber man weiß ja nie, was nach aktuell re:publica ’09 und dem barcamp ruhr 2 kommt. Also offen bleiben.

Vor allem will ich Seitenreiter. Nur in der Sidebar Der Hinweis auf Darüber, Darunter ist mir zu wenig. Und was ich mit der Blogroll anstelle, weiß ich auch noch nicht, aber so kann das nicht bleiben. Und an einer Seite mit Arbeitsproben (Mappe) feile ich auch noch herum.

Das Leben ist eine Blogstelle

Einen richtigen Favoriten habe ich nicht, obwohl K2-Lite die geringste Umstellung zum jetzigen Theme wäre. Blix muß erst noch genau auf die Farbänderungsmöglichkeiten gecheckt werden, ansonsten ist hier die Spaltenbreite und das Verhältnis von beiden zueinander perfekt, alles sehr übersichtlich, der fehlende Untertitel wäre verschmerzbar. Vigilance macht auch einen guten Eindruck auf mich, braucht allerdings ein starkes Bild im Header. Hätte dann natürlich auch einen hohen Wiedererkennungswert.

Teil 2

Keinen eigenen Eintrag mehr wert: das nächste Flowchart, Thema Porno.

Jünger, Unernst

Ich bin nicht religiös, würde mich sogar eher als Atheist, denn als Agnostiker bezeichnen. Ganz ironisch ist das Bild unten dennoch nicht zu verstehen. Auch wenn ich nicht an Gott glaube, habe ich doch weite Teile der Bibel gelesen. Religion ist halt ein wesentlicher Bestandteil der Kultur, viele Kunstwerke lassen sich gar nicht richtig bzw. vollständig verstehen, wenn man den religiösen Bezug nicht kennt.
Und Jesus täte gut daran zu twittern, statt die christliche Botschaft über Medien (d. i. die Kirche+) zu verkünden. Ich will hier ja nicht wieder mit Obamas Online-Wahlkampf und dem Schimpfen der Print- und TV-Journalisten auf das Internet anfangen, aber die Parallelen sind da.

followchrist

Ich habe auch so gut wie nie eine eCard verschickt. Jetzt verschicke ich kaum noch eMails, also erst recht keine eCards mehr. Ich kommuniziere während der Arbeit über Skype und mit Freunden über das sogenannte Web 2.0 (Twitter, Facebook, Brightkite, aka-aki). Da versendet man höchstens Links. Oder postet es – wie hier und jetzt – direkt in seinem Blog.

Die NYTimes hat das verstanden, die FAZ schreibt immerhin schon drüber.

vid/meo

Während man beim Guardian einen relativ langweiligen TV-Spot bestaunen kann, für den Bob Dylan seinen Song „Blowin‘ in the Wind“ hergegeben hat, ist er auf der Videoplattform Nr. 1 im Web „nur noch ohne Musik (zu sehen), weil der Audio-Track, nicht von WMG autorisiert“ worden ist. (via off-the-record.de/).
Find‘ ich gut.

Apropos Youtube: Schon erstaunlich, wie toll der – zurecht! – umjubelte Auftritt der Pet Shop Boys bei der gestrigen Verleihung der Brit Awards in 10min/00sek gepasst hat. Aber schaut selbst:

[YouTube-Nutzer des Videos gelöscht worden.]

Reminder: Wer besitzt YouTube? Richtig. Google Translate übertreibt es mit der Corporate Identity aber dann doch ein wenig.

Das Beste zum Schluß

Okay, aus der Tagesschau. Passt aber nicht wirklich zum Thema dieses Blogeintrags. Endlich mal eine gute Pleite: NPD.