neue kriege

fortschreitend voranschreiten

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Arno Widmann sagt es in seinem FR-Interview mit Herfried Münkler selbst: „Das schreiben Sie seit Jahren.“ Und doch sind seine Thesen in diesem Gespräch sehr gut zusammengefasst. Auch wer sie schon kennt, kann hier noch den ein oder anderen wissenswerten Fakt finden. Lesenswert, wie ich finde.

Natürlich hat auch Herr Münkler keine Lösung für die Probleme, die er schon vor Jahren (Zeit von 2003) so treffend diagnostiziert hat. Ich würde ja sagen: Einfach nicht verrückt machen lassen. Sonst hätte der Gegner ja schon fast gewonnen.

Der Kapitalismus hat noch alles und jeden assimiliert. Mit der Zeit.

album top ten zweitausendacht

Wenn die großartige The Hype Machine die musikaffine Bloggemeinde dazu aufruft, Listen der besten Platten des Jahres zu machen, dann folge ich diesem Ruf gerne. Bei der Reihenfolge habe ich ein wenig gegrübelt, aber so ist das eben, wenn verschiedenste Geschmäcker in einen Topf (sprich: meinen Kopf) geworfen werden. Aber der Gesamtinhalt geht so durchaus in Ordnung – für mich jedenfalls.
Also einfach mal den Deckel drauf:

1. Santogold, Santogold
2. Gustav, Verlass die Stadt
3. The Streets, Everything is Borrowed
4. Someone Still Loves You Boris Yeltsin, Pershing
5. 1000 Robota, Du nicht er nicht sie nicht
6. Get Well Soon, Rest Now, Weary Head! You Will Get Well Soon
7. Conor Oberst, Conor Oberst
8. Calexico, Carried to Dust
9. Bohren & der Club of Gore, Dolores
10. Hot Chip, Made In The Dark

Sehr subjektiv, aber so muß es sein. Any comments on that?

entfremd endfremd

In der heutigen Arbeitswelt ist ja viel von der sogenannten entfremdeten Tätigkeit die Rede. Die Arbeit werde zunehmend abstrakter.
Es stimmt natürlich, daß die wenigsten von uns noch ihre Nahrung selbst erlegen bzw. Bauer sind. Aber nur, weil die meisten Leute heute Bürojobs nachgehen, um ihr tägliches Geld für Brot zu verdienen, heißt das ja nicht, daß diese Arbeit nichts mehr mit dem restlichen Leben zu tun haben muß.

Ich bin Werber, ich schreibe Texte und Konzepte, die Leute dazu bringen sollen, bestimmte Produkte zu kaufen. Also versuche auch ich, ausschließlich Produkte zu kaufen, deren Werbung mir im besten Fall gefällt bzw. für die überhaupt geworben wird. Schließlich ernährt mich diese Branche. Am wichtigsten sind natürlich die Produkte selbst; ich würde nie Schuhe nur wegen der tollen Werbung kaufen, in erster Linie müssen sie mir so gefallen.
Und auch wenn nicht jeder Angestellte einer Versicherungsgesellschaft diese Möglichkeit hat, es geht ja auch auf anderen Wegen. Stichwort Regionalität: Man kann Nahrungsmittel einkaufen, die in der lokalen Umgebung hergestellt werden. Wenn der Schneider um die Ecke auch ein wenig teurer ist als der Großfilialist aus Schweden, da weiß man wenigstens, was man für sein Geld bekommt.

Großes Übel, noch größeres Übel.

Großes Übel, noch größeres Übel.

Über das Internet kann man sich sehr gut informieren, was ein guter Konzern ist. Und was ein schlechter Konzern ist. Eigentlich kann sich niemand mehr rausreden, er habe nicht gewußt, das sein Strom aus Atomkraftwerken kommt und seine Klamotten von Kindern in der dritten Welt zusammengestichelt werden.
Hauptsache, sich im nächsten Satz über Firmen wie Nokia beschweren, die ihre Produktion aus Deutschland in andere Länder verlagern…

Und noch off-topic:
Der Shozu-Button hier unten ist nur der Test für eine iPhone-App gewesen. Habe den Eintrag natürlich nicht komplett auf dem Handy geschrieben, sondern später am Mac gehörig bearbeitet.
By the way: Die WordPress-App ist eindeutig besser.

Posted by ShoZu

Nachschlag 2015 // Shozu gibt er gar nicht mehr, die WPeigene App ist immer noch nicht der Knaller.

deplaZiert

Wundert mich eigentlich nicht wirklich, daß der Blog von plazes.com/ meinen unten stehenden Kommentar zensiert hat.

bild-1

Nokia sollte da wirklich über seinen eigenen Schatten springen und eine App speziell für das iPhone rausbringen. Aber daran sieht man halt, daß der finnische Handyriese überhaupt nicht daran interessiert ist, mit eigentlichen Internetaktivitäten zu reüssieren. Vielmehr soll die eingekaufte Software einzig dem Zweck dienen, die Hardware zu pushen.

Logo, Plazes!

Logo, Plazes!

Update / 27.11.
Okay ich nehme alles zurück. Es hat zwar einen Tag gedauert, bis der Kommentar endlich freigegeben worden ist, aber seit heute Mittag steht er da. Übelmeinende würden sagen: „So spät, daß der ganze Blogpost niemanden mehr interessiert.“ Ich fand es jedenfalls seltsam, daß erst „Your comment is awaiting moderation“ da steht, dann der ganze Kommentar weg ist und zum Schluß – nachdem ich per mail bei plazes.com nachgefragt hatte – doch wieder normal auftaucht, als sein nichts geschehen.

Gegenbeispiel

Wie man es besser macht, zeigt die Firma Philips. Sie haben tatsächlich in den Kommentaren des Blogs neuerdings.com/ zu einem Produkttest Stellung bezogen, der für sie nicht allzu positiv ausgefallen ist. Vorbildlich, wie dort ihre Sicht der Dinge dargelegt wird.