Gokart with Flowchart

Jedenfalls steigt die Party ohne Twitter. Deshalb heute mal wieder aus der äußerst lose geführten Reihe ‚Flowchart‘ zwei Fundstücke:

Ersteres veranschaulicht die Lyrics zu Bonnie Tylers Total Eclipse of the Heart, zu welchem es neben dem Originalvideo auch eine der beliebten Literal Versions gibt.
Das untere Flowchart liegt bei mir schon etwas länger auf Halde, ich hatte bisher nur keine Verwendung dafür gefunden. (Context is king.) An die Herkunft kann ich Schlendrian mich dann natürlich auch nicht mehr erinnern. Genauso wenig, wie ich programmieren kann. Aber ich ahne genug, um es witzig zu finden.

bXJSqIoSXnpno2m1wWYBFdkro1_500

Noch ein Hinweis auf einen wie meistens sehr guten Text von Peter Glaser, der mit dem eigentlichen Thema dieses Posts sehr wenig gemein hat. SZ-Mann Heribert Prantl hingegen über die Systemrelevanz von Zeitungen schreiben zu lassen, da ist das Ergebnis ja klar.

Prophett und so

Gut, das mag nicht die ganze Wahrheit sein, aber auf jeden Fall der wichtigere Teil davon. Muß das neue Buch von @SibylleBerg wohl lesen. Für den Deutschen Buchpreis jedenfalls drücke ich ihr schon vor der Lektüre die Daumen. Obwohl ich nur die Hälfte der auf der Longlist vertretenen Autoren kenne und von den nominierten Büchern natürlich kein einziges. Aber man kann sich ja nicht um alles kümmern, eine gute Prise Voreingenommenheit vereinfacht das Leben an den leistbaren Luxusecken un-gemein. Schuster gespart, Absatz.

HA6EiTMtQnh62qr1z1KBHuQCo1_400

Mann kennt das Schema.

Und sonst so? Ach, Usher ist die neue Imelda Marcos. Da kann ich ja froh sein, daß ich im Netz weder Fußspuren noch Schuhabdrücke hinterlasse – zumindest nicht unter meinem realen Namen. (Okay, so schwer ist das nicht. Und soll es auch gar nicht sein. Aber dafür reicht die KI dann doch nicht.)

So ’n Tag

Sonntag, sturmfrei. Trotz herr(?)lichen Wetters sitze ich drinnen vor dem Rechner, im Fernseher läuft seit Ewigkeiten zum ersten Mal wieder ein Formel1 Gran Prix; allerdings tonlos, denn ich starte etwas spät in diesen Tag mit ein wenig Musik. Die Videos dazu schaue ich mir wiederum auch nur vereinzelt an, stattdessen lese ich Artikel, auf die ich – wie so oft – über Twitterlinks aufmerksam geworden bin.

„Für Kinder ist es am besten, wenn sie bei Mann und Frau aufwachsen“, sagt Hartmut Koschyk, Chef der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag. Regenbogenkinder seien nicht nur Diskriminierungen ausgesetzt, auch die Partnerschaften ihrer Eltern seien weniger stabil.

Unliebsamer Herr Koschyk, daß solche Einstellungen und Äußerungen wie die Ihren gerade die ebenfalls von Ihnen als Argument vorgebrachten Diskriminierungen ausmachen, das ist Ihnen wohl noch nicht aufgefallen, was? Über sowas kann ich mich aufregen. Es sind genau solche Begründungen à la „Ich finde Homos doof, weil andere Leute auch Homos doof finden.“, die mich dazu veranlassen zu glauben, Sie (und damit viele Unmenschen Ihres Schlages) hätten auch vor siebzig Jahren einen prima Mitläufer und Erfüllungsgehilfen abgegeben. Aber als Angehöriger der machthungrigen Klasse werden Sie das auch noch als praktischen Populismus schönzureden versuchen. Schämen Sie sich, Herr Koschyk!

phLiJKuMnpuez2nkwVsqOUBUo1_400

Und da wir gerade bei Aufregern sind: Wieso werden alte Texte von Macho Kurt Molzer auf dem ansonsten eigentlich relativ stilsicheren solokarpfen.de/ veröffentlicht? Aber für Vieles gibt es ja eine einfache Antwort. Und Wolfgang Joop hat ja prinzipiell zu allem was zu sagen. Immerhin noch besser als Sascha Lobo zum Thema Rente.

Das Formel1-Rennen dagegen ist gerade unspektakulär zuende gegangen. Und ich kann mich nicht dazu aufraffen, mir in der Kneipe um die Ecke das VfL-Spiel anzusehen. Also doch weiter vor dem Bildschirm hängen und nebenbei den Live-Ticker laufen lassen.

ging er

Salto Mortale / Das geht gar nicht. Dafür sollte man eigentlich sofort eine Schleudersitzplatzreservierung ans Revers geheftet bekommen, aber statt seinen Hut nehmen zu müssen, sesselt der Herr Minister offenbar weiterhin fest im Sattel. Von wegem hohen Bogen und so. Kein Katapultrodeo, Kein Hemdkragenharakiri.

Schneiden tut weh

Hape Kerkeling a.k.a. Horst Schlämmer ist mit seiner krummen Kandidatour in der New York Times angekommen. Ich kann nichts witzig daran finden, der Politikverdrossenheit Vorschub zu laden. Dabei bin ich sonst gar nicht.

niemals_deutscher_meister_s04

So. Wir kommen zum Sport, ist ja wieder Bundesliga, kann man gut weitermeckern. Das Aufblasen des Spieltags geht mir ebenfalls auf die Nerven. Was soll das, am Samstag noch ein zeitlich versetztes Topspiel dranzuhängen? Mir soll es ja egal sein, der VfL wird dieses wohl niemals bestreiten. Anders aber bei den beiden Sonntagsspielen, die jetzt auch nacheinander ausgetragen werden. Sicher, es gibt Leute, die sich die volle Packung geben, aber mir zumindest ist Fußball nicht derart wichtig, daß ich ihn mein komplettes Wocheende dominieren lassen würde. Wahrscheinlich eintretender Effekt: Ich werde das Interesse am Verein meiner Heimatstadt wohl wieder zurückschrauben.

Anlässlich des Deutschlandstarts von Curb Your Enthusiasm gibt der TV-Schreiber Larry David ein Interview. Die Übersetzung des Serientitels ist schonmal gewaltig in den Hosenanzug gegängelt – Lass es, Larry!
Das neu Album der Mediengruppe Telekommander komplett im Stream. Besser als das letzte, wenn auch nicht so gut wie das erste. Trotzdem. Genau das Richtige für einen Freitag.

linke Sachen

58 Fragen, nur für den Fall. Man weiß ja nie. Wenn schon kanadische Wissenschaftler herausgefunden haben

Die PARTEI (of Titanicfame) bloggt jetzt auf freitag.de/. Ich begrüße das.

Albern: Ein als solches angepriesenes Bücherhotel und in dessen Bibliothek Foyer stehen noch nicht einmal doppelt soviele Bücher rum wie in meinen/unseren Wohnzimmerregalen. Aber 40.000 Hörbücher. Wäre ein Fall für die Seitenschubser, wenn es sie denn noch geben sollte.

Was der Staat andernorts so alles mit gespeicherten Daten anfängt. Könnte hier in Deutschland nie passieren.

Ich wäre ja selbstlieberedend in der Kategorie Weltschmerz gelandet, aber Gesellschaft ist auch okay. #TwitterLyrik (S. 148)

Hier mal nur so ein Hinweis (wohl eher: Reminder) auf David Lynch’s InterviewProject.com/ – komme leider viel zu selten dazu, mir die ganzen Folgen anzusehen.

Verdammtverdammtverdammt!

Und weg.

11DGR48gSo7y61fcpycZJTrZo1_500