TV-Tipps zum Wochenende

Jetzt nicht so zum Glotzen, sondern zum Lesen. Zwei Interviews mit Leuten, die sich mit Fernsehen beschäftigt haben, genauer: den Öffentlich-Rechtlichen. Und da läuft in Deutschland so einiges schief.

Auf faz.net/ gibt der Medienökonom Harald Rau Einblick in das schier unüberblickbare Geflecht von Produktionsfirmen, welches ARD und ZDF um sich geschart haben. Und man ahnt es, dieses Dickicht trägt nicht gerade zur Transparenz bei.

Wohin dieses korruptionsanfällige Strukturversagen dann inhaltlich führen kann, hat Berthold Seliger in seinem Buch I Have A Stream: Für die Abschaffung des gebührenfinanzierten Staatsfernsehens beschrieben. Dessen Veröffentlichung ist auch der Anlaß für ein sehr ausführliches Gespräch mit Telepolis (Teil 1 hier, Teil 2 da). Seliger geht wirklich hart mit dem ÖR ins Gericht, manches sehe ich in dieser Konsequenz nicht ganz so drastisch. Aber lesenswert sind seine Gedanken allemal.

Ich bin ja auch kein großer Fan einer Skandalisierung von beispielsweise Steuerverschwendung, denn vielen kommt das einfach als Rechtfertigung für ihre Schwarzgeldpraktiken wie gerufen. Aber bloß, weil ich als prinzipieller Freund des ÖR-Systems eine Bezeichnung der GEZ als „Zwangsfinanzierung“ ablehne (im Sinne von: privatwirtschaftliche Propaganda / Man sollte auch bedenken, wo diese Texte erschienen sind), heißt das ja nicht, es wäre mir egal, was mit den Runkfunkgebühren teilweise für ein Unsinn angestellt wird.

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