Notes KW 32/15

An Griechenland musste, im Sinne des deutschen postdemokratischen Hegemonialisierungsstrebens, exemplarisch abgestraft werden, was dem verschäubleten und vermerkelten postdemokratischen Europa als Eurozone, als willfähriger Markt und geflissentlicher Schüler des neoliberalen Extremismus à la Berlin widerspricht.

Georg Seeßlen über die Rückkehr des »häßlichen Deutschen«. So Grundsatzartikel müssen manchmal sein. Gerade dann, wenn so unsägliche Artikel wie Was hilft Flüchtlingen am besten? Der Neoliberalismus! von Ulf Poschardt die Runde machen.

Der sächsische Verfassungsschutz warnt davor, dass Rechtsextremisten nach wie vor über Anti-Asyl-Veranstaltungen versuchen, Anschluss zu bekommen.

MOPO24 – Wer hätte das geahnt? Was wären wir ohne diese Typen aufgeschmissen!

Der Zusammenhang zwischen scharfem Essen und Sterberisiko war bei Männern und Frauen gleichermaßen ausgeprägt, berichten die Forscher. Allerdings war er bei jenen Teilnehmern deutlich schwächer, die regelmäßig Alkohol tranken.

Am Ende weist der Artikel Scharf essen, länger leben – SPIEGEL ONLINE darauf hin, was ich mir bei reinen Beobachtungsstudien oft denke: Vielleicht ist es ja anders rum – und Menschen mit robusterer Kondition entwickeln einfach häufiger Chili-Appetit als Luschen.

Airbnb would not offer comment on whether it does anything to ensure all of its hosts are still living.

The morbid side of the sharing economy – Fusion | Inklusive praktischer Links zu den Nachlassverwaltungseinstellungen bei Facebook und Google.

Nehmen wir mal an, Sie gehörten bislang zu den »einmal die Woche-Typen«, geben sich jetzt aber viel Mühe und haben sich zu den »einmal am Wochentag-Typen« hochgeschlafen. Ihnen steht also mehr Geld zu. Marschiert man dann ins Chefbüro und sagt: Lieber Herr C., ich habe inzwischen viel mehr Sex als noch vor einem Jahr. Deswegen möchte ich, dass Sie mein Gehalt angleichen?

Karrierefaktor Sex – Nackte Zahlen | Ich habe mir die Sexkolumne der SZ mal in den RSS-Reader gepackt.

Der Verlag begründet die Entscheidung zum einen damit, dass der Schriftsteller Ende, der 1995 verstorben ist, sich nicht mehr dazu äußern könne.

Wort „Neger“ bleibt in „Jim Knopf“-Jubiläumsausgabe – SPIEGEL ONLINE | Bleibt nur die Frage, wie sich Michael E. in Bezug auf die Neue Deutsche Rechtschreibung in seinen Büchern geäußert hätte.

Peta hat nämlich jetzt Hermès-Aktien gekauft. Nicht viel (Wert: circa 330 Euro). Aber das reicht, um an Aktionärsversammlungen teilzunehmen und Druck auf Hermès auszuüben, was die Verwendung von exotischen Häuten betrifft.

Wie STYLEBOOK.de berichtet, ist die Tierrechtsorganisation nach den Krokodilstränen um die Birkin Bag Teilhaber beim italienischen Luxusartikelhersteller geworden. Allemal ein besserer Weg als die sexistischen oder noch schlimmeren PR-Stunts, die man sonst von ihnen gewohnt ist.

1970 war das, zwei Jahre nachdem Philip K. Dick die Frage aufgeworfen hatte, wovon Androiden träumen. Fast ein halbes Jahrhundert später bedeutet Feminismus für die meisten noch immer, darüber zu streiten, wer die Brötchen nach Hause bringt – was nicht nur daran liegt, dass die Maschinen, die Firestones Traum ermöglichen sollten, vom Staubsaugerroboter bis zur künstlichen Gebärmutter, noch immer höchstens mäßig funktionieren. Es liegt vor allem daran, dass dem emanzipatorischen Denken überhaupt jede Spur von Technoutopismus abhanden gekommen ist, nicht nur dem Feminismus. Das letzte relevante Update, Donna Haraways berühmtes „Cyborg Manifesto“, ist auch schon dreißig Jahre alt.

Xenofeminismus – Schafft Hunderte Geschlechter! (Es ist ja nicht alles schlecht an der FAZ.)

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