don’t be smart

Man kann speziell die Auflösung der neuen Marlboro-Kampagne „No more maybe“ (Bilder von hier und da) sicher kritisieren. Und das ist auch schon getan worden. Aktuell macht eine ganze Reihe von mehr oder weniger gelungenen Adbusting-Remixen die Runde. Ge-Lungen, haha, verstehste?

Was meines Erachtens allerdings noch keine Erwähnung gefunden hat, ist der total schwache Abklatsch, den Marlboro – bzw. die ausführende Agentur Leo Burnett – im Hinblick auf die letztes Jahr überaus erfolgreiche ebenso kontroverse Diesel-Werbung „Be stupid“ hingelegt hat. Kategorie klassischer Weichspüler. Maybe not enough balls, Philip Morris?

Update 10.10.2013 // Das Landratsamt München hat ein Werbeverbot über die Maybe-Kampagne verhängt. Das ist denn doch etwas albern.

Update-Update 01.12.2015 // Das Verbot ist jetzt doch wieder aufgehoben.

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5 comments

  1. Dieses be this, be that ist ja eh gerade ein bisschen in Mode. Be Berlin, be Marlboro … wobei Diesel wenigstens noch die Kurve zu einer Einstellung gekriegt hat. In Deutschland soll ich immer gleich stumpf die Marke sein. Da möchte man den Marketern doch ins Stammbuch schreiben: Liebe Leute, so geil wie ihr euch findet, seid ihr gar nicht.

  2. Ich finde gerade super, daß die Macher der Kampagne der eigenen 100%igkeit ihrer Kernaussage selbst nicht folgen. Ich kann mir den CD richtig vorstellen: „Maybe we should do something like this stupid Diesel thing, but not _that_ edgy.“ – „Maybe?“

  3. Wenn ich meine Lieblingskippen nicht bekomme, dann weiche ich ja – schlechte Werbung hin oder her – gerne auf Marlboro aus. Weil dann die ganzen Gauloisesraucher so komisch gucken.

    Ich muß gestehen, ich habe schon Schlimmeres gesehen.

  4. Karl Lauterbach 2018 in einem Spiegel-Interview:
    „Nehmen Sie mal die ‚Maybe‘-Kampagne von Marlboro. Da waren gar keine Menschen abgebildet, aber immer der Slogan ‚Don’t be a maybe‘. Das war sehr, sehr gut gemachte Werbung. Sie zielte darauf ab, die Unsicherheiten der Pubertät zu nutzen, wenn Jugendliche oft nach ihrer Identität suchen. Wer Marlboro raucht, der weiß, was er will, lautete die Botschaft.“http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/karl-lauterbach-kinder-sind-goldstaub-fuer-die-tabakindustrie-a-1203956.html

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