an der Leine, sen.

Eine Studie will herausgefunden haben, daß Bio-Konsumenten nicht automatisch auch bessere Menschen sind. Im Gegenteil nutzen sie ihre moralische Überlegenheit im Hinblick auf Kaufentscheidungen sozusagen als saftiges Ruhepolster, um auf anderen Gebieten bei fehlverhaftetem Verhalten Ausgleichsentschuldigungen parat zu haben. Das erklärt wohl kaum diese überstrapazierte Hitler/Vegetarier-Sache, aber bei mir selbst kann ich schon manchmal erkennen, wie ich mit meiner Kraftfahrzeugsenthaltsamkeit den ein oder anderen Frevel (Rechner über Nacht anlassen, ToGo-Pappbecher, Zigarettenkippen, …) rechtfertige. Es bleibt dabei aber wohl immer ein Ökobezug, denke ich mir. Mein Schwarzfahren oder den Gang über eine rote Ampel damit zu erklären, fände ich allerdings abstrus.

Via Ralf der Hinweis auf einen Artikel bei spiegel.de/ über Microsofts Blau #0044CC nebst die darein gesetzten Hoffnungen. Und er schiebt auch gleich den Hinweis hinterher (Facebook-Kommentar), wie nahe diese gralsgetriebene Überfarbe am International Klein Blue ist.

Keine Kunst

Spätestens seit meinem Studium bin ich ein großer Fan von Klappentexten und so mußte ich sehr über diesen Artikel im sz-magazin.sueddeutsche.de/ (ich schreibe es wirklich) schmunzeln. Bei der Gelegenheit, dem ganzen Hegemann-Trara und weil gerade Leipziger Buchmesserei ist, kann man ja ruhig mal wieder auf so literaturtheoretische Klassiker wie Palimpseste von Gérard Genettes hinweisen. Hat den eigentlich schon jemand fundiert auf das Thema Internet angewendet?

Paar Lesetipps, alle irgendwie mit Internet und unkommentiert:
– Douglas Adams 1999
flannel apparel über Liebe und ihren Ausdruck
Nilz über Konzentration und Multitaskizität
Sebastian Ingenhoff über Blasen trotz Arbeitssamtschuhen
1000 Gratulationismen

Zugaben:

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