„It was a honeypot.“

Ich halte nicht jede Aktion des Zentrums für politische Schönheit für gelungen. Die letzte schon. Auf heise.de steht ein erhellendes Interview dazu.

Wie wir auch jetzt wieder sehen, ist man reflexhaft dabei, sich eher schützend vor einen gewaltaffinen, braunen Mob zu stellen – mit Hinweis auf Bürgerrechte, die jedoch genutzt werden, um genau dieselben später abschaffen zu können.

Das ist der entscheidende Punkt meiner Meinung nach. Die Kritik an SoKo Chemnitz kommt sehr ritterlich daher, aber genau wie oben beschrieben kommt man hier mit einem „If they go low, we go high“ nicht weiter. Das sind Nazis, die scheren sich da einen Dreck drum.

Es geht eben mittlerweile nicht mehr darum, moralischer Sieger zu sein. Es geht ums Überleben. Im Moment noch nur für Schwule und Farbige, aber irgendwann würden sie natürlich auch bei einem Salonlinken wie mir auf der Matte stehen. Es geht ums Ganze. Und deshalb ist es meiner Meinung nach auch kein Argument, Fascho-Outings würden die „Betroffonen“ (sic!) etwa kosten. Da sage ich: hoffentlich.

Das Grundgesetz wird auch von der deutschen Wirtschaft geschützt.

Und ich präzisiere: Deutsche Firmen haben wie jeder demokratische Bürger eine verdammte Pflicht dazu. Nazis gehören öffentlich an den Pranger gestellt und ausgegrenzt. Hier heiligt der Zweck die Mittel, zumal es die einzige Möglichkeit ist, Waffengleichheit herzustellen.

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