namensWEBung

Letzte Woche ging die Meldung über eine (nicht repräsentative) Studie im Auftrag des Webhosters GoDaddy herum. Kein Wunder also, daß dabei herauskam, wie wichtig millennialen Eltern eine Internetpräsenz schon ihrer Kleinstkinder ist. GoDaddy, der Name ist Programm.

Da kommt viel Quatsch bei rum. So schreibt Lead etwa:

Als die zwei wichtigsten Gründe für die Erstellung einer Webseite für ihr Kind gaben Eltern an, dies für Zwecke der zukünftigen Jobsuche (48 Prozent) und für Hochschul-Bewerbungen (47 Prozent) zu tun.

Wer pflegt mehr als 10 Jahre die Homepage seines Kindes? Hält sie mit Updates und Patches am Laufen, läßt sie nicht in die Jahre kommen? Von der Contentaktualisierung ganz zu schweigen. Da ist der Webhosterwunsch doch wohl eher Daddy des Gedankens.

Domain sichern kann ich mir aber sehr gut vorstellen. Vielleicht sogar, bei der Namensfindung deren originäre Verfügbarkeit zu berücksichtigen. Was Gründerszene aber eher auffällt und auch mein erster Gedanke gewesen ist: Available Profilnamen bei Social Media wie Instagram sind da doch wohl wichtiger.

Deutscher HuVa, wer seinem Kind einen Namen mit Umlaut verpasst!

Aber zurück zur Studie. Die jungen Eltern wollen ihr Glück doch eher präsentieren, ihr Familienleben im besten Licht dastehen lassen, als wirklich an die Zukunft ihrer Fortpflanzung zu denken.

Noch bevor die Kleinen überhaupt laufen können, stellen Millenials im Schnitt 107 Fotos ihrer Kinder online.

Dagegen dachte ich zuerst, dieser Instagram-Account hier wäre ein Witz. Aber dann habe ich mir die in jedem Post verlinkten „Originale“ angesehen und mich bei den meisten richtig gegruselt. (via)

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