Notes KW 28/17

Jaja, alles viel zu spät und so, aber ich hatte die ganze letzte und bin noch diese komplette Woche im Urlaub. Und damit abgesehen von Twitter kaum online.

Ich will jetzt nicht die ganzen Texte zum G20-Gipfel hier in der wöchentlichen Linksammlung Revue passieren lassen. Bei meinen Sympathien für die linke Szene könnt euch meine Meinung wahrscheinlich denken. Die Polizei hat viele Fehler gemacht, sowohl was die Eskalation der Höllendemo angeht, als auch die Ausschreitungen und Randale später nicht in den Griff zu bekommen. Und linke Sachbeschädigung durch angezündete Autos und geplünderte Läden auch nur in die Nähe von rechten Mordserien und islamistischem Terror zu stellen, ist für mich ein Ding der abgeschmacktesten Verhältnislosigkeit.

Trotzdem möchte ich auf zwei „Randerscheinungen“ hinweisen.

Damit steht nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für Experten der Verdacht im Raum, dass die vermeintlich „neuen“ Erkenntnisse gar nicht vom BKA, sondern vom türkischen Geheimdienst kamen.
„Es wäre ungeheuerlich, wenn die Daten über Journalisten an Nachrichtendienste autoritärer Regime übermittelt worden wären“, meint Schaar. „Völlig unakzeptabel wäre es auch, wenn Journalisten von der Gipfelberichterstattung allein auf Grund der Wünsche derartiger Regierungen ausgeschlossen worden wären.“

G20-Akkreditierung entzogen: Kritik an Liste mit Journalistennamen | tagesschau.de macht tatsächlich mögliche datenschutzrechtliche Verstöße bei Umgang und Verteilung der schwarzen Liste zum Aufhänger. Die Ungeheuerlichkeit ausländischer Einmischung bei ihrer Entstehung versteckt Arnd Henze vom ARD-Hauptstadtstudio irgendwo in der zweiten Hälfte des Artikels.

Sie haben eine öffentliche Einladung geschaffen. Es ist davon auszugehen, dass soziale Medien, Messenger & Co. ganz wesentlich halfen, Leute aus anderen Ecken Deutschlands und aus dem Ausland zu mobilisieren.

Hamburg, G20 und Welcome to Hell. Über die Rolle von Social Media gibt Christian Henne einiges zu bedenken. Auch wenn ich mit seinem Standpunkt nicht immer einer Meinung bin, kann man vor der Echtzeitbeschleunigung nicht die Augen verschließen.

Stell dir vor, es ist Demokratie, aber Rolf aus Recklinghausen spielt Robespierre. Vapiano, dieser Scheißspaghettikonzern, abfackeln die ganze Glutenbude! Riester, an den Füßen festbinden und so weiter. Es ist die Mitlaberlust, die den Mob gebiert.

Schon vor einiger Zeit hat sich Mely Kiyak auf ZEITonline über „die allgemeine Fräulein-Rottenmeierhaftigkeit“ ausgelassen. Die Gründe dafür beleuchtet:

I don’t live in an echo-chamber or filter-bubble. Quite the reverse! I’m surrounded by idiots and dangerous demagogues. In fact, I’m the only sensible one here.

Why the ‘backfire effect’ is damaging political debate

Nach der Auffassung des Gerichts privilegiert das Grundgesetz die Religionen, so dass es Konfessionsfreie hinnehmen müssten, wenn der Staat ihren Kindern eine entsprechende moralische Erziehung verweigere.

Debatte Religion: Unzeitgemäße Privilegien | taz.de

Die Wahrscheinlichkeit, jahrelang abgefeiert zu werden, wenn man als Mann einmal etwas Feministisches sagt, ist nicht gerade gering, nein, ich würde sogar sagen: Sie ist absurd hoch.

Kleber gegen Furtwängler: Will der Feminismus uns alle umerziehen? – SPIEGEL ONLINE – Kultur

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