Rhymatismus

Eigentlich gibt es ja nur eine 500 im Biz. Aber „scheiß drauf, laß ma‘ McDonald’s chillen.“

Lila. Ich red' von Lila. Coup

Viel interessanter finde ich die bettelnden Versalien von „JETZT IM HANDEL“ auf diesem 18/1 am Kölner Rheinauhafen. Als ob irgendjemand nach dem offiziellen Datum der Albumsveröffentlichung in den örtlichen Plattenladen pilgert, um den physischen Tonträger käuflich zu erwerben. „Der Holland Job“ ist allerdings auch auf den üblichen Streaming-Portalen in Disc 1 und Disc 2 (Intrumentals) unterteilt.

Im SpOn-Artikel über die beiden Kollaborateure geht es eher um die Sprache von Xatar und Haftbefehl als daß es eine Plattenrezension wäre. Ich finde es ja ganz unterhaltsam. Das halbstündige Video (Teile 1, 2, 3) dazu – naja.

Da finde ich die neue Generation von Hingerotztnasen schon spaßiger.

Über deren Internetslang ist sich ja auch bereits mehr 1mal ausgelassen worden. Underground ist das auch nicht mehr.

Das Ding ist natürlich: Damit ist die Sache wohl schon durch. Was kann nach dem Mainstream denn noch kommen?

140 Zeichen und 16 Bars – 1 kluker Text von Twitter und Rap her

Aus irgendeinem Grund heißen die Alben da allerdings Mixtapes und man muß sie sich noch umständlich aus Web runterladen und manuell zu iTunes importieren. Auf AppleMusic findet man die nämlich nicht.

Ohrensitzplatz

Wollte Podcasts mal wieder eine Chance geben. Weil ich diese üblichen Laberrunden allerdings nur in den seltensten Fällen ertrage, lande ich immer wieder beim Angebot der Öffentlich-Rechtlichen Hörspiel-Podcasts.

Gerade höre ich auf dem Weg zum/vom Job z.B. NANA (Teil eins, zwei, drei). Die sehr schöne Version von 2002 mit Nicolette Krebitz in der Hauptrolle hat der WDR kürzlich online gestellt. Unbedingt zu empfehlen.

Abraten hingegen muß ich von Kathrin Rögglas NORMALVERDIENER – zumindest in der Vertonung, die beim BR im Juli Hörspiel des Monats geworden ist. Die Jurybegründung kann ich nicht nachvollziehen, mir erschien das Nebeneinander der Stimmen zu keinem Zeitpunkt wirklich dialogisch aufeinander Bezug zu nehmen. Die Qualität der Sprecher schwankt oder sie passen nicht zueinander. Schade, weil ich mehrere von Rögglas Stücken schon mit Genuß im Theater inszeniert gesehen habe. Ihren flankierenden Beitrag Über/wider das postdemokratische Schreiben werde ich mir deshalb auf jeden Fall noch anhören.

Welche App?

Bin bei meiner letzten Runde von Overcast zu Castro gewechselt und da auch ganz zufrieden, nur das Sharing-Feature vermisse ich. Hat sich da in der Zwischenzeit was geändert? Gibt es einen neuen heißen Player im Store, den ich mal ausprobieren solltekönnte? Signal for iPhone sieht ganz gut aus…

Block Hudson

Wieviel Lebenszeit ich beim Entwirren von Kabeln hätte sparen können, wenn ich mir die neuen Kopfhörer schon vor Jahren gekauft hätte! Was ich dann alles Sinnvolles* hätte tun können!

Nachschlag // Es hat tatsächlich jemand ausgerechnet, wieviel Lebenszeit das Kopfhörerkabelentwirren insgesamt ausmacht. Ich fürchte, viel weniger als die 3,5 Tage werden es auch bei mir nicht sein.

internetgiganten

*Also, wenn insgesamt wohl ungefähr eine Stunde mehr auf ein Smartphonedisplay starren etwas „Sinnvolles“ ist.

Keine Vorband

Entweder die Finnen oder die Japaner haben ein eigenes Wort für Leute, die zu spät zu einem Konzert kommen und sich beim Versuch einer Kompensation dessen besonders euphorisch mit ihren Riesenrucksäcken von hinten durch das Publikum pflügen – in der Hoffnung, der Rest des Auftritts in der ersten Reihe würde den verpassten Anfang wieder wettmachen.

(70 % dieser Leute verspäten sich übrigens, weil die Security ewig braucht, um den Inhalt ihrer Rucksäcke zu kontrollieren.)