ff

bewegtbildliche Darstellung

Paul Thomas Anderson hat Thomas Pynchon verfilmt. Das Buch habe ich verschlungen, auf den Streifen hier freue ich mich wie auf schon lange keinen mehr davor. Der Trailer:

Bestes Zitat von James Victore aus seiner Type Safari durch Brooklyn und Queens: “I’m always bashing Helvetica, except where I used it to design my book.”

Meiner Meinung nach ist Millenial Parents eine bessere Webserie als Mann|Frau. Und das liegt nicht daran, daß sie vom Setting her etwas mehr in meine gesetztere Lebenswirklichkeit passt. Die Playlist mit 17 Folgen plus eines Videos des Titelsongs:

Sehr sympathisch: Ivan Cash fragt wahllos Londoner Passanten nach dem letzten Photo in der Camera Roll ihres Handys. Das ganze ist als Serie angelegt. Hier die unvermeidliche NewYork-Folge, in der Video-Description finden sich die Links zu den Episoden aus anderen Städten.

Zum Schluß etwas Musik.

Was mit Bällen

Bald ist WM und nur, falls es mit jeder mitbekommen hat: Der Herm hat mit falscheneun.net/ ein echt unterhaltsames Fußballblog ins Leben gerufen. Die Lektüre lohnt sich, obwohl ich keines der drei folgenden Videos dort gefunden habe, glaube ich.

Das ist wirklich grottig, sollte man sich kein zweites Mal antun. Und wer sich sogar damit auseinandersetzt, wie es geklungen hätte, wenn die Instrumente beim Dreh angeschlossen gewesen wären, dem ist nicht mehr zu helfen. Aber es geht noch schlimmer.

Beim Fußball wollen alle Geld verdienen, sogar die deutsche Nationalmannschaft. Und die Titanic. Aber wahrscheinlich liefern die Vengaboys da die beste aller Vorlagen.

Genug vom Sport, kommen wir zum Schach. Dem hat das Bundesinnenministerium “wegen fehlender eigenmotorischer Aktivitäten” die kompletten Fördergelder gestrichen. Rumballern Sportschießen hingegen wird weiterhin bezuschusst.

Zugaben / Nachspielzeit:
Ich verstehe Deutschland nicht.

Tragekomfort

ʞɔnɟ denkt man sich! Landet von niemand Geringerem als @Bronques of lastnightsparty-fame geknipst für das ganze Internet sichtbar auf der offiziellen Toursite von The Weeknd. Und dann sieht es so aus, als halte man sein Telefon verkehrtrum.

Dann denkt man sich, wie verkehrt dieses Amateurknipsen auf Konzerten generell ist, obwohl man es selbst bisweilen macht. Und dann hakt es plötzlich und man geht statt in irgendwelchen Live-Erinnerungen zu schwelgen, wieder zurück zum konkreten Photo. Weil man bemerkt hat, daß der Typ sein Smartphone nach allgemeiner Konvention richtigrum hält – beim Querformat zeigt die Kamera nach oben.

Nun kann man den Aufkleber gar nicht falschrum an der Handyrückseite anbringen, sonst befände sich ja die Aussparung für die Kamera in der falschen Ecke. Was uns zum Produzenten dieses Aufklebers bringt: Der ist entweder zu dämlich, um einen simplen Typo-Sticker zu gestalten. Oder er hat eine Freude daran, seine Käufer absichtlich unsmart aussehen zu lassen, während sie mit ihrem Phone photographieren. Oder es steckt irgendeine tiefere Bedeutung dahinter es ist durch und durch gewollt und somit auch als Aussage des Trägers zu verstehen.

Oft werden Dinge ja ganz bewußt gewendet, zum Beispiel Flaggen. Ich erinnere mich da an Bundeswehr-Parka, bei denen man die Deutschlandfahnen an den Ärmeln erst entfernt und dann umgedreht wieder aufgenäht hat. Oder auch das Logo des Musiklabels American Recordings, ein auf dem Kopf stehendes Star-Spangled Banner.

Zum Themenkomplex Spieß umdrehen und Knipserei hier noch ein Comic auf xkcd.com/. Ist ja schließlich keine große Kunst. Denkt man.

represent

via // Grandioser Liedtitel auch, mal wieder. Es wird jedenfalls versucht, textlich an ganz vielen Dingen “vorbeizukommen”. Die Lyrics wollen zum Kern der Sache vordringen, es geht viel um Sichtbarkeiten und Zeichensysteme. Das Private, das Politische, die Öffentlichkeit. Und angenehm viel “Ich”. Der Wille darf nicht fehlen.

Das Video illustriert die Aussagen nur bedingt. Metaebene, ick hör Dir trapsen. wikipedia.org/ listet übrigens unter Vorteile der repräsentativen Demokratie auf: “Entscheidungsfindungen können … preisgünstiger vollzogen werden.” Weiter mit Musik:

Die heißen wirklich Echte Wespen (Vespinae). “The term wasp is typically defined as any insect of the order Hymenoptera and suborder Apocrita that is neither a bee nor an ant. Almost every pest insect species has at least one wasp species that preys upon it or parasitizes it.” Aber eigentlich hat WASP viele Bedeutungen.

Ein Kenner könnte mal den deutschen Wikipedia-Artikel zur Band W.A.S.P. aufmöbeln. Der ist nämlich, wie dort zu lesen ist “nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt.” Im Artikel geht es zum Großteil um die Herkunft des Bandnamens und seine Bedeutung. Auf der zugehörigen Diskussionsseite streitet man sich, ob er mit oder ohne Leerzeichen zu schreiben ist.

Die Women Armed for Self Protection tauchen allerdings nirgends auf. Wenn ich mal viel Zeit habe, dann wird das vielleicht mein zweiter Wikipedia-Beitrag.