friß und stirb

Das ist mittlerlangeweile wie viele Ewigkeiten her? Ich mußte auch nachschlagen: Supersize Me ist 2004 rausgekommen, vor ganzen zwölf Jahren.

War ja ein ziemlicher Erfolg damals. Und irgendwie auch seiner Zeit voraus? Jedenfalls hat der Film sicherlich zum Siegeszug des Gesundheitswahns der letzten Jahre beigetragen, dessen Auswüchsen man jetzt immer schwerer entkommen kann. Dazu gehören nicht nur gesetzliche Überregelungsansätze, sondern auch sowas:

Diese plumpe Nachahmung Aufdenzugaufspringerei ist zwar auch schon wieder anderthalb Jahre alt, mir allerdings aus irgendwelchen erfreulichen bzw. unerfindlichen Gründen bislang erspart geblieben. Ein Grund mehr, sie Euch jetzt ebenfalls aufs Auge zu drückerkolonisieren.

Seidls Tugenden

Am 11. Februar startet die Berlinale in eine neue Runde. arte bringt zu diesem Anlaß selbstverständlich wieder einen Schwerpunkt und versendet in dessen Bildschirmrahmen ab heute die Paradies-Trilogie von Ulrich Seidl. Wenn Sie also bitte folgende Termine im Kalender notieren möchten:

  • Paradies: Liebe – Mittwoch, 3.2. | 22.40
  • Paradies: Glaube – Montag, 8.2. | 22.15
  • Paradies: Hoffnung – Mittwoch, 10.2. | 23.20

Prädikat extrem sehenswert. Sowas bekommt man auf Netflix, Amazon Prime oder Watchever sicher nicht alle Hundstage zu glotzen. Und falls Ihr nicht wisst, wer der Typ ist, hat arte.tv/ auch noch ein ausführliches Interview mit dem österreichischen Regisseur. Allerdings zum Lesen.


via

Traumhafte Werbung

Manchmal findet man tatsächlich etwas Interessantes, wenn man durch die Xing-News seiner eigenen Branche scrollt.

Wobei das subversive Potential des Films weit von sich geschoben wird. Das ist alles Zukunftsmusik, keinesfalls als Statement zum Ist-Zustand der Werbung gemeint. Und selbst wenn, dann ist Coca-Cola ein sehr gut gewähltes Opfer. Smack verscherzt es sich lediglich mit einem potenziellen Kunden, dessen Markenwert aufgrund seines absurd hohen Symbolcharakters doch ein wenig überschätzt ist, wie ich finde.

Sowas hier macht mir allerdings noch viel mehr Angst. Erfrischend ist anders.

social ascii

Gerade auf thenextweb.com/ gelesen, daß Facebook automatisch von jedem öffentlich geposteten Bild auch eine ASCII-Version generiert. Dafür muß man nur die eigentliche Bild-URL nehmen und hinter die Endung .jpg noch ein .html dranklatschen.

Kann ich nicht wirklich ausprobieren, da ich kaum nativ auf FB gepostete, öffentliche Photos habe. Das funktioniert aber auch mit Instagrams und sieht dann zum Beispiel so aus.

Screenshot 2016-01-29 22.52.35

Um an die URL zu kommen, reicht ein Rechtsklick auf die Einzelansicht. Seitenquelltext anzeigen lasssen und etwa nach der Hälfte findet man sie, kopiert diese in die Adresszeile des Browsers, Endung dran. Fertig.

Und wenn die Adresse mit .txt statt .html vervollständigt, bekommt man eine pixeligere Schwarzweißvariante.

Screenshot 2016-01-29 22.54.15

Probiert das mal aus. (via @assbach)