Und heute so

Wie sie jetzt diese Entscheidung in Frankreich abfeiern, der Air France nur dann 7 Milliarden Euro Coronahilfe zu zahlen, wenn sie im Gegenzug auf die meisten inländischen Fluganbote verzichtet.

The ban on short-haul domestic air travel will apply to routes where trains offer a journey time of 2h 30min or less.

Im zentralistischen Frankreich bedeutet das immerhin, die Hauptstadt Paris wäre mit dem Flugzeug von Städten wie Bordeaux oder Lyon nicht mehr zu erreichen. Dieselbe Regelung für Deutschland und die ebenfalls schwer angeschlagene Lufthansa wäre auf der sicheren Seite. Außer Hamburg/Berlin und Köln/Frankfurt wäre bei unter 2,5 Stunden Bahnfahrt wohl keine Großstadtverbindung betroffen.

Klar, besser als nix. Aber zum einen ist die Regelung noch gar nicht final durch. Und zum anderen wird es natürlich trotzdem weiterhin jede Menge Flüge zwischen den erwähnten Metropolen geben. Und solange ein Bahnticket Paris-Strasbourg viel teurer als ein Flugticket Paris-München ist, lässt man den Anschlußflug eben einfach verfallen. Die Airlines werden auch aus diesem System noch ihren Vorteil zu ziehen wissen.

Taktgefühl

Seit nun vier Tagen schlage ich mich beim Pendeln mit diversen KVB-Sperrungen und Umleitungen rum. Während der Herbstferien werden zwischen Poststraße und Appellhofplatz die Gleise erneuert, der Bahnverkehr wird um den sonst so zentralen Knotenpunkt herumgeführt.

Das hat natürlich Auswirkungen auf meinen Weg vom Chlodwigplatz zu den Bahnhöfen. Die Strecke zum Hbf wird länger, weil die Linien 16 und 18 nicht am Barbarossaplatz abbiegen, sondern die Ringe hochfahren. Ich steige also erst am Friesenplatz um, kann dort gerade aber nicht nur die Linie 5 nehmen, sondern wegen der Umleitungen auch die 3 und die 4. Und das finde ich gar nicht so schlimm, stimme da Anja nämlich vollkommen zu:

Der etwas weitere Weg wird durch die höhere Taktfrequenz der Bahnen mindestens ausgeglichen. Anders sieht es leider beim Weg nach Deutz aus. Nach der 17 kann man derzeit an der Severinstraße nicht direkt in die Linien 3 oder 4 umsteigen. Es fährt eine Shuttlebahn nur über die Brücke und zurück, man muß noch einmal an der Suevenstraße das Gefährt wechseln, nur um eine Station weiter um Bahnhof zu gelangen.

Wahrscheinlich wäre es auch hier besser, mit der 15 oder 16 zum Rudolfplatz zu fahren und von dort mit der 1 oder 9 nach Deutz? War auf dem Rückweg gestern allerdings auch nicht optimal. Morgens werde ich es nicht mehr ausprobieren können, denn die zweite Ferienwoche werde ich nicht in Köln sein. Und wenn ich wiederkomme, sind die Arbeiten hoffentlich planmäßig erledigt.

„Ich fühle mich einfach sicherer, wenn ich in einem SUV fahre.“

Mit anderen Worten: Ich gebe einen Fick auf das Leben meiner Mitmenschen und wenn Fußgänger keine Helme tragen, dann sind sie selbst schuld an ihrem Verkehrstod.

The Detroit Free Press investigation showed that NHTSA knew four years ago that the proliferation of pickups and SUVs was putting pedestrians at risk thanks to heavier vehicle weights, higher bumpers, and compromised visibility. “Pedestrians are 2-3 times more likely to suffer a fatality when struck by an SUV or pickup truck than when struck by a passenger car,” the agency concluded in 2015. Children between 5 and 9 years old had a fatality risk four times greater in collisions with light trucks and SUVs than with cars. The regulators did nothing.

Ich sehe keinen Grund, warum der sich auf US-Verhältnisse beziehende Artikel „Self-driving cars, SUVs, and the trolley problem“ mit einigen Abstrichen nicht auch auf Deutschland zutreffen sollte.

(Zitat via Stefan)

Update 10. Juli 2019

Die Süddeutsche liefert den endgültigen Trend für 2018, was die 3275 Verkehrtoten in Deutschland angeht:

Die Zahl der getöteten Autoinsassen lag 2018 um 22,6 Prozent niedriger als noch 2010. Bei Fußgängern sowie Menschen, die mit einem Kraftrad wie einem Mofa oder einem Motorrad ums Leben kamen, fielen die Rückgänge mit 3,8 Prozent beziehungsweise 1,7 Prozent deutlich geringer aus. Dagegen ist die Zahl der getöteten Fahrradfahrer im Vergleich zu 2010 um 16,8 Prozent gestiegen.

Leibesertüchtigung Brauchbarkeit Fahrzeug

Zwei Erfolgsmeldungen für #FridaysForFuture heute. Zum einen vermeldet n-tv.de ein Rekordhoch bei den SUV-Neuzulassungen dieses Jahr.

Für das Gesamtjahr ergebe sich damit voraussichtlich die Zahl von 1,05 Millionen neu zugelassenen SUV, erklärte der Direktor des Center Automotive Research der Universität Duisburg-Essen. Der Trend zu den sportlichen Geländewagen hat sich den Zahlen zufolge in den letzten Jahren stark beschleunigt.

Schön vor allem, wie mit dem Endsatz des Artikels die Schuld dafür von den Herstellern zu den Konsumenten geschoben wird. Der Markt regelt gar nichts.

Beliebt ist der Geländewagen vor allem bei Privatkäufern: Keine andere Karosserieform habe einen so hohen Privatkundenanteil wie der SUV, sagte Dudenhöffer. Der Anteil betrage knapp 42 Prozent.

Aber weil die meisten dieser „City-Geländewagen“ noch nicht einmal einen Allradantrieb hätten und viele nicht über Golflänge hinauskämen, sei das alles wohl halb so schlimm.

Zum anderen, wie zum Hohn, kommt spiegel.de mit einem Testbericht über den neuen Monster-Truck Mercedes GLS um die Kurve. Lieblingsstelle daraus:

Die Schrumpffunktion für die Waschanlage. Die braucht der GLS, weil er in normaler Konfiguration für die Führungsschienen am Boden vieler europäischer Waschanlagen zu breit ist. Wird die Funktion aktiviert, schließt der GLS die Fenster und pumpt die Luftfedern auf, bis sich das Fahrwerk streckt. Die Räder stehen dann senkrecht, sonst sind sie leicht ausgestellt. So wird der Wagen untenrum um bis zu vier Zentimeter schmaler.

Ride on!