Im Blitzlichtgewitter

Das ist der Name dieser Phantomias-Geschichte aus dem orangen LTB-Heftchen dieser Rewe-Sammelreihe. Darin liefern sich die von Onkel Dagobert und Erzkonkurrent Klever einen boulevardjournalistisches Kräftemessen. Hier die beste Seite aus einer der besseren Stories dieser Limited Edition.

Die Namen der beiden Klatschblätter lauten übrigens „Skandal“ und „Spanner“.
Now reading: Topf voll Gold.

Die Springerin

Seit gerade einem Monat ist die Freischreiber-Kampagne Jedes Wort ist’s wert draußen. Der Berufsverband freier Journalistinnen „foppt“ damit die Verleger und ihre Bemühungen, in Zeiten von Fake-News und Abo-Rückgängen das Image von Zeitungen allgemein zu verbessern: Jedes Wort wert.

Die Werbung wird einfach mit ähnlichen Motiven gekapert – was ganz gut funktioniert hat, weil die Verleger zwar per Print, auf Plakaten, im Kino und vereinzelt sogar online geschaltet haben, aber Social Media außen vor geblieben ist.

Apropos Werbung: hier mein Lieblingsmotiv der freigeschriebenen Kaperkampagne gegen miese Bezahlung. Silke Burmester ist sich zu fein für Werbung.

Nun ist Burmester seit einigen Tagen wohl keine „freie Journalistin“ mehr, wie vermeldet wird heuert die ehemalige Medienkolumnistin der TAZ ausgerechnet bei Axel Springer an. (Allerdings nicht festangestellt, s.u.) Der Umstand, daß sie die redaktionelle Verantwortung der dort erscheinenden Zeitschrift DIE DAME übernimmt, ist ihr immerhin eine sich recht windende Erklärung in eigener Sache wert.

Aber für mich entscheidend ist die Möglichkeit, eine Situation – zumindest temporär – verlassen zu können, die zusehends perspektivlos wird.

Ach ja, das liebe Geld. Silke Burmester ist sich nicht zu fein für Springer. Anscheinend zahlen die besser als die Werbebranche.

Update 14:26

Die Klarstellung hier kam als Antwort. Danke dafür.

pro mo de

Anfang Mai widmete sich die Grazia auf einer ganzen Seite Klamotten mit Werbeaufdruck. Aufhänger war neben zwei google-gekleideten Photos von Miroslava Duma das schon nach einem Jahr legendäre Vetements DHL T-shirt.

aus: Grazia

Da kommt einem natürlich die Episode aus Krachts Faserland in den Sinn, in welcher der Freund des Protagonisten behauptet, es gäbe heutzutage nichts Subversiveres als das affirmative Tragen von T-shirts mit Firmenlogos darauf.

Was mich wiederum an eine Idee zur letzten Fußballsaison erinnert hat: Ich wollte 18 T-shirts designen, eins für jeden Bundesligaverein. Sie sollten den Trikots einzig von der Farbe her nachempfunden sein, sonst aber in keinster Weise an den jeweiligen Club denken lassen – keine Wappen, keine Namen, keine Rückennummern. Mit einer Ausnahme: der Schriftzug des Sponsors wäre genau so zu lesen wie auch auf der Brust der Profis.

Zum Billigbeispiel

Diese 18 Shirts hätte es dann in einem eigenen Shop bei Threadless oder Spreadshirt zu kaufen gegeben. Als alberne Kritik zu den kapitalistischen Auswüchsen des Fußballzirkus‘ war mir das als Nicht-Designer dann aber doch zu aufwendig.