Notes KW 02/17

Im schlechtesten Fall müssen Passagiere einen Aufpreis für ihren Sitz zahlen oder bekommen überhaupt bei der Suche nach Flügen nur teurere Angebote angezeigt. Angesichts der Intransparenz, die schon jetzt bei der Preisgestaltung von Flügen herrscht, würden Kunden davon nicht einmal etwas mitbekommen.

Mastercard errechnet Gewicht von Kunden aus Einkäufen – futurezone.at | als Paranoiker zahle ich meine Zigaretten immer bar.

I am going to spend much less time writing blog-posts in response to articles that seem designed only to provoke.

Witzig ist an Okawongas Manifest für 2017 eigentlich nur, daß es mir von jemandem in die Timeline getwittert worden ist, deren Arbeitgeber genau das zu nicht unwesentlichen Teilen tut. Und ich bezweifle, daß er in diesem Jahr damit aufhört.

Then it got weird. You see, the Marstons were also members of a polyamorous sex cult, which believed the best way to combat male authoritarianism was loving female submission. While Wonder woman was not drawn as particularly voluptuous, Marston made sure the scantily-clad heroine was tied up in every story. (She did a lot of tying up herself.) The whole bondage thing lent kinky undertones to the feminist comic.
Batwoman was brought in as a “beard” for Batman, after Wertham described his domestic life with pantsless sidekick Robin as a “wish dream of two homosexuals living together.”

Comic Books’ Scary Sexism Isn’t Going Anywhere – dose.com | Josh O’Connor mit einem auch für Nicht-Comic-Fans lesenswerten Artikel.

Interpretations-Trumpismus

Wissenschaft: Die postfaktische Universität – Zeit Campus (Allein für diese Wortschöpfung Pörksens, trotz Fugen-S bei gleichzeitigem Bindestrich)

Another 3,000 people still living have arranged to join them upon what cryonicists call “deanimation.” In other words, death.

Fifty years frozen: The world’s first cryonically preserved human’s disturbing journey to immortality | Superspooky.

Die Nachrufe gehen weiter

Ms. Hollingworth’s first husband, Vandeleur Robinson, whom she married in 1936, divorced her for desertion 15 years later. (“When I’m on a story, I’m on a story — to hell with husband, family, anyone else,” she told The Guardian in 2004.)

Clare Hollingworth, Reporter Who Broke News of World War II, Dies at 105 – The New York Times

Put a mirror in her hand and you called the painting ‘Vanity,’ thus morally condemning the woman whose nakedness you had depicted for you own pleasure.

Why we still need John Berger’s Ways of Seeing – dazeddigital.com

Notes KW 01/17

Die Zitate dieser Woche sind jetzt nicht der heißeste Scheiß auf den Lektürelisten der Netzelite, zwei Texte stammen sogar aus dem letzten Jahr. Aber 52/16 ist eben im Festtagstrubel untergegangen, und die Instapaperquotes sollen ab Anfang diesen Jahres eine ordentlich reguläre Blogkategorie werden.

„Alles was Sie zu Echo sagen, kann vor Gericht gegen Sie verwendet werden.“ – diese oder eine ähnliche Warnung steht vielleicht künftig auf vernetzten Lautsprechern mit integriertem Sprachassistenten.

Ermittler wollen Aufzeichnungen von Amazon Echo: Alexa als Zeugin einer Mordanklage? | heise online

Roboter-Forscherin Carpenter ist skeptisch, ob sich durch die Verfügbarkeit von Sexrobotern Probleme wie Frauenhandel zum Zweck der Prostitution eindämmen lassen. (…) Und dürften Pädophile ihre Triebe an Kinder-Sexrobotern ausleben?

Der Roboter ist immer geil – SPIEGEL ONLINE hat ein ganzes Dossier zum Thema „Sex mit Maschinen“, da habe ich aber nicht alle Artikel gelesen.

Du weißt etwas nie wirklich, bis du es nicht ausprobiert hast. Die Gesellschaft—das Leben—ist durchlässig auf Arten, die du nie für möglich gehalten hättest.

Mit Warnweste kommst du überall umsonst rein – VICE

Man kann der neuen SHOWstudio-Reihe namens #UNMUTED seine bewusste oder unbewusste Religionsverbrämtheit verwerfen, doch gibt es in diesen Zeiten nun wahrlich Schlimmeres.

Kalb started a screenplay, talked about it to at least thirty friends and family members and two Uber drivers, and then never finished it.

A Selection of the 30 Most Disappointing Under 30 Ich überlege, ein Digital-Abo von The New Yorker abzuschließen. Wegen sowas nämlich.

Du glaubst doch nicht im Ernst, dass dir jemand Geld nachwirft, weil du in deiner Arbeit Erfüllung findest. Eher versuchen manche, daraus Kapital zu schlagen.

Weiß gar nicht, was ich schlimmer finde: Daß SPIEGEL ONLINE sich genötigt sieht, den Buchauszug „Selbstverwirklichung im Job: Warum alle Traumberufe die Hölle sind“ als Satire kennzeichnen zu müssen. Oder daß ganz selbstverständlich in der Textmitte eine Werbung für ebendieses Buch steht. Klar, die ist schön nach Vorschrift als Anzeige bezichtigt, doch gibt es einen Unterschied: Dieses Banner hat nicht der Verlag des Buches bezahlt, sondern dahinter steht ein Affiliate-Link von SpOn selbst. D.h. der Spiegel verdient umso besser, je mehr das Buch hier über Amazon bestellen. Happy Birthday!

Das ist der Punkt, aber man muss eben nicht ums Verrecken jeden Umsatz mitnehmen. Hier rufen auch Gäste an und fragen, ob wir Parkplätze haben, die groß genug für einen Rolls-Royce sind. Da antworten wir dann mit einem klaren Nein. In dem Fall wissen wir von vornherein, dass da Leute im Anmarsch sind, mit denen man lieber nichts zu tun haben möchte. Ich bin jetzt fünfzig Jahre in diesem Beruf und habe immer noch jeden Tag Spaß daran. Aber nur deshalb, weil ich mir gewisse Leute konsequent und ohne Angst, mir Feinde zu machen, vom Hals halte.


Vincent Klink: »Die Kennzeichnungspflicht für Allergene ist kompletter Unfug!« · Effilee hat ein sehr lesenswertes Interview mit einem Stuttgarter Gastronomen, der aneckt. Bei Begriffen wie „Ernährungsstalinismus“ allerdings auch kein Wunder. Dabei geht es nicht nur um Essen an sich, sondern um den Zustand unserer Gesellschaft im Allgemeinen.

Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete Flug und Ankunftszeit in Ankara, damit Şansal dort gleich vom zuständigen wütenden Mob in Empfang genommen und auf dem Rollfeld verprügelt werden konnte. Ankaras Bürgermeister sagte sinngemäß: „Selber schuld.“

Das Heimtrainer-Syndrom | evangelisch.de Ralf Heimann im Altpapier.

Notes KW 51/16

Others, however, have less fantastical theories. Meredith leans towards the explanation being “some previously undocumented psychological phenomenon”, while Don believes the movie was intentionally “disappeared” because it embarrassed Sinbad and Phil Hartman, who he believes was a writer and producer on the film. Jessica also thinks the film was recalled and destroyed.

The movie that doesn’t exist and the Redditors who think it does | I never heard of the Mandela Effect before.

It’s like the opposite of a flash mob: Instead of strangers showing up somewhere and doing something, people who know each other stand where they are and do nothing. But where flash mobs were often prankish and confrontational, the mannequin challenge seems contemplative, a poignant moment of collective vulnerability.

Stop Motion | Das Real Life Mag über die Mannequin Challenge. You know?

Notes KW 50/16

Online-Plattformen wie Facebook oder Twitter galt es zu vermeiden. Ersteres wegen der leichten Identifizierbarkeit, letzteres wegen „männerfeindlicher Medien“.

Über die Online-Radikalisierung weißer junger Männer | Kleinerdrei

Antidemokratische Ziele verbirgt man heutzutage gern hinter dem Ruf nach mehr direkter Demokratie.

Der Code der Neuen Rechten | Übermedien. Dazu noch der FALTER über die Rhetorik Norbert Hofers, des knapp gescheiterten FPÖ-Kandidaten für das Amt des Österreichischen Bundespräsidentens.

You won’t fix this. Any of this. Not in 2017. Not soon.

The people running the media are the problem » Nieman Journalism Lab

Das Versprechen vom eigenen sozialen Aufstieg ist nicht die einzige Illusion, der wir aufgesessen sind. Die andere ist das Versprechen vom Sieg des Feminismus über die Klassengrenzen hinweg.

Gerechtigkeit ǀ Eine Klasse für sich — der Freitag (Noch einmal verlinken, bevor Todenhöfer da etwas zu sagen hat.)

Dass ausgerechnet diese wegen eines vergleichsweise harmlosen Falls, der bei besserer Vorbereitung anständig zu kommunizieren gewesen wäre, jetzt zu ganz mieser Eiferei auflaufen, hat sich Rot-Rot-Grün selbst zuzuschreiben.

Stasi-Vorwürfe gegen Berliner Staatssekretär: Rot-Rot-Grün hat den Fall Holm unterschätzt – Tagesspiegel | Obwohl mir Name und Tätigkeitsfeld Holms bekannt gewesen sind, ich mehrere seiner Texte (oft mit Gewinn) gelesen habe, ist mir seine Stasi-Vergangenheit aus Jugendjahren bis gestern nicht untergekommen. Aber ick ja och keen Berliner.

»Wenn man nur zu den Leuten predigt, die ohnehin die eigenen Ansichten teilen, was soll dann dabei heraus kommen? Ich kann mich mit anderen Menschen zusammensetzen, die keine Rassisten sind, und wir können uns darüber unterhalten, wie schlimm Rassismus ist, aber verändern tut sich dadurch nichts.«

Süddeutsche Zeitung Magazin – Ein schwarzer Pianist entmachtet den Ku Klux Klan

Betreff #FakeNews:

Periodische Druckschriften können verboten werden, wenn in ihnen offensichtlich unrichtige Nachrichten enthalten sind, deren Verbreitung geeignet ist, lebenswichtige Interessen des Staates zu gefährden.

§9, Abs.1, Pkt.7 aus: Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze des Deutschen Volkes | erlassen am 04.02.1933, fünf Tage nach Hitlers Machtergreifung

Plus: Hier schon einmal die Leseliste für die Zeit zwischen den Jahren.
Speculating Futures
The Outline

Notes KW 49/16

What’s not selling like hot cakes? Hot cakes.

Selling Like Hot Cakes? It Doesn’t Mean What It Used To – Bloomberg

In der Logik der Konsumspirale wird selbst Urlaub zum Stress, wenn jeder mit den tollsten Erlebnissen heimkommen muss.

Wie viel Konsum ist gut für mich? | jetzt.de mit einem Interview passend zur besinnlichen Adventszeit. Böhmes Buch hätte ich trotzdem gerne. Wer mir also unbedingt was zu Weihnachten schenken möchte…

Das Verführerische und zugleich auch Gefährliche an der Filterblasen-These ist, dass sie versucht, über einen einfachen und intuitiven Mechanismus unliebsame politische Phänomene zu erklären.

Die Diskussion um die Filterblase lenkt von den wahren Problemen ab – Causa | Debattenportal

Wir leben nicht in der Dystopie eines Schirrmachers oder Snowdens, sondern in der Utopie der Netzgemeinde. Gone horribly wrong.

Ihr kämpft immer noch gegen die falsche Dystopie | H I E R

In Sachsen sind Peggy oder Mandy sehr verbreitet und keinesfalls negativ behaftet.

25 Prozent treffen die falsche Wahl | Darum bereuen Eltern die Namen ihrer Kinder – ACHTUNG! Link auf Bild.de

Tuna tartare is a shining example of a classic dish that is an exception to this rule, and I would recommend serving it — with its assortment of ingredients that rarely go cold or warm or get soggy — if you ever find yourself in the nightmarish position of having to feed a hyena-like arrangement of food bloggers. If, like tuna tartare, a dish does manage to stay perfectly intact by the time you get around to eating it, there often remains an anxiety that it is eaten with. You wonder if you got a good enough shot, and try to resist looking through the often identical stream of pictures on your camera roll to make sure, knowing you’re supposed to be focusing on the unfiltered food in front of you.

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