Notes KW 25/17

I’d noticed that my clients weren’t asking product questions anymore. Everyone seemed a little afraid to even say what they wanted to design. Clients who in 2003 or 2004 were saying “We need a strategy and information on user behavior to inform the design of a TV with a remote control,” were now asking me “What’s the future of entertainment?” Or my clients in the cosmetics industry would ask “What’s the future of beauty?” Obviously they’re doing the right thing by future proofing, but it seems like a big shift from knowing what you want to not being able to imagine everyday interactions with things.

Die Dinge, die uns definieren | Pro2koll. Tillmann zitiert Paula Zuccotti.

In America, a woman’s body seemed to belong to everybody but herself. Her sexuality belonged to her husband, her opinion of herself belonged to her social circles, and her uterus belonged to the government. She was supposed to be a mother and a lover and a career woman (at a fraction of the pay) while remaining perpetually youthful and slim.

America Made Me a Feminist – The New York Times

Ein großes Missverständnis der BGE-Bewegung: Sie verwechselt Geld mit Wohlstand.

Missverständnisse zum Bedingungslosen Grundeinkommen — ein Rant | Notizblog mit einer lesenswerten Einordnung zum Thema.

Die Zeit, in der die subjektive Sicherheit als kriminalpolitische Größe ins Spiel kommt, ist die Zeit, in der man beginnt, den Wohlfahrtsstaat zurück- und umzubauen.

„Soziale Probleme werden in Sicherheitsprobleme umkodiert“ | Die Zeit

Neither Spicer nor deputy press secretary Sarah Sanders responded to queries about the changes to the briefings. Asked why the briefings are now routinely held off-camera, White House chief strategist Steve Bannon said in a text message “Sean got fatter,” and did not respond to a follow-up.

The White House Press Briefing Is Slowly Dying – The Atlantic

Zwangsverpreußung

Von oben nach unten bauen – 100 Jahre Gegenwart Journal

Notes KW 24/17

Die breite Akzeptanz von Solidargemeinschaften hängt zum Beispiel ziemlich stark vom Unwissen ab, etwa von der theoretischen Möglichkeit, irgendwann selbst betroffen sein zu können.

Sascha Lobo über E-Health und das Recht auf Nichtwissen – SPIEGEL ONLINE

That’s because general Francisco Franco decided to adopt the same timezone as then-Nazi Germany as a sign of solidarity with Adolf Hitler. After the war had ended, Spain didn’t switch back to GMT.

Spain spent the last 76 years in the wrong time zone—and it’s not healthy for workers

Die Vorstellung, dass jeder bekommt, was er verdient, ist völlig verrückt. Davon müssen wir uns dringend lösen. Es gibt einfach zu viele Zufallsfaktoren. Wer ständig immer nur sagt, dass es möglich ist, alles zu erreichen, wird viele verbitterte und wütende Menschen heranzüchten.

Alain de Botton über Work-Life-Balance: Warum Arbeiten uns nur selten glücklich macht

Municipalities are incentivized to balance their budgets on the backs of their most vulnerable populations, to transform their police into tax-collectors, and to effectively sell police surveillance data to private companies. Despite the “objectivity” of the overall system, it unambiguously serves powerful government and corporate interests at the expense of vulnerable populations and civic life.

Invisible Images (Your Pictures Are Looking at You)

Notes KW 23/17

Ja, mal wieder verspätet, ich weiß.

Protesting was the new brunch, and employees forced – forced – Silicon Valley leaders to grow a spine.

Eric Schmidt publicly defends Jared Kushner. Next day, Trump shutting DoL division investigating Google | Der Text gibt definitiv mehr her als dieses bonmotige Zitat, aber die Überschrift sagt eigentlich achon eigentlich bereits alles bzw. genug.

Some of my ideas were: metagaudy, extraclassical, neodecorative, superornamental, accelerationist classical, and Trumpwave.

Haute Baroque Capitalism | Auch schon vor ein paar Tagen getwittert, aber der Text lohnt die Lektüre wirklich.

Increasingly fond of locally grown produce, Californians are far less enthusiastic about locally housed farmworkers.

Desired for their labor, rejected as neighbors. Farmworkers in California face hostile communities | This.

The line only exists for us — those who do not believe in authoritarianism in the first place. But for those who do, there is no line, no boundary of inhumanity at all. Our naivete is to believe that they share our moral sentiments, our reason, our faith in human possibility. But they do not.

The Line – umair haque | Alles nicht wirklich neu, aber man sollte sich diese Ausreden gegen das Arschhochbekommen ruhig noch einmal vor Augen führen. Morgen, ja: morgen kann es schon zu spät sein. Oder war es gestern?

Vom Verlangen nach häuslicher Zweisamkeit kann einen kaum etwas schneller abbringen als ein Besuch im Einrichtungshaus.

Möbel als Streitpunkt: Bis die Einrichtung uns scheidet | Zusammengezogene FAZ-Launigkeit

For all of the cultural preeminence of Spider-Man or The Avengers, the superhero-comics industry remains a sideshow. The media conglomerates that own DC and Marvel use both publishers largely as intellectual-property farms, capitalizing on and adapting creators’ work for movies, television shows, licensing, and merchandise. That’s where the money is. Disney has very little incentive to invest in the future of the comic-book industry, or to attempt to help Marvel Comics reach new audiences, when they’re making millions on the latest Marvel film.

The Real Reasons for Marvel Comics’ Woes | The Atlantic über wundersame Aufgeblasenheit

Notes KW 22/17

Es mag ja sein, dass die CD von der im DFB-Stübchen, oder wie auch immer die Kneipe gegenüber der DFB-Zentrale in Frankfurt heissen mag, rauf und runter läuft und keinen stört und an ganz wilden Abenden dazu sogar Disco-Fox getanzt wird, aber diese groteske Instinktlosigkeit der Organisatoren mit der Gleichung im Kopf “Gefällt vielen = kommt sicher gut an” ist wirklich sagenhaft daneben.

Lieber DFB, was sagen sie als Aussenstehender zum Thema: Musik? – Gepflegte Konversation fuer den Weltfrieden

Ich kenne auch eigentlich niemanden mehr, der sich noch traut, keinen Sport zu machen. (…) Ich kenne keine Frau, die noch öffentlich dazu stehen würde, auf Diät zu sein.

Selbstbewusstsein: „Dabei hast du so ein schönes Gesicht“ | ZEIT ONLINE. In was für einer Welt leben solche Menschen?

Faktisch hat sich die extreme Armut in den letzten zwanzig Jahren nahezu halbiert – etwa eine Milliarde Menschen sind ihr entkommen. Der materielle Wohlstand – Einkommen, reduzierte Säuglingssterblichkeit, Lebenserwartung, Zugang zu Bildung (insbesondere für Frauen) – hat in den letzten Jahrzehnten rasant zugenommen. Die Anzahl von Demokratien unter den Entwicklungsländern hat sich seit den 1980er Jahren verdreifacht, während die Zahl von Menschen, die bei bewaffneten Konflikten getötet wurden, um 75 Prozent gesunken ist.

Falsche Wahrnehmungsmuster: «Nach nahezu allen Massstäben ist die Welt heute besser als je zuvor» | NZZ geht der Frage nach, warum wir es trotzdem anders empfinden.

Ihr Konzept ist konservativ: Sie veränderten nichts. Selbst den Senf gibt es weiterhin nach dem altbewährtem Geheimrezept dazu. „Die Leute sagten uns, dass alles beim Alten bleiben muss. Genauso machen wir es“, sagt Juan Pedro Carrero. Nur die Großbildschirme, auf denen den ganzen Tag ein Sportsender läuft, sind neu.

Noch einmal FAZ: Kaffeehäuser in Madrid kämpfen ums Überleben

People in advertisements are always happy, but these men’s wide smiles and warm eyes speak to a deeper dad satisfaction — the pleasure of the sound purchase.

The Men of Hammacher Schlemmer – The Awl

Sonst noch jemand?

Seit die FAZ doch mal diesen Sat1-Wanderhurenfilmfilm so gekonnt witzig verrissen hat und der Artikel danach dermaßen viral gegangen ist, wie es sich davor selbst der kühnste Feuilletonredakteur nicht hätte erträumen können, seitdem kennt die Klickgeilheit auch bei Kulturjournalisten keine Grenzen mehr. Weil vernichtende Kritiken zu Trash-TV eben für viele SocialSharer ein willkommenes Mittel sind, nicht nur sich, sondern alle seine Friends und Follower davon zu überzeugen, was für niveauvolle Elitenbildungsbürger sie sind.

Ist außerdem viel praktischer und effizienter so, da muß man sich das Unterschichtenfernsehen von Bachelor bis Bauer sucht Frau gar nicht mehr selbst ansehen und sich eigene Humorherablassungen ausdenken. Link twittern genügt. Da war das Finale von Germany’s Next Topmodel letzte Woche wieder ein hervorragender Anlaß. Von Spiegel bis Süddeutsche wollten sie alle wieder besonders lustig sein.