Notes KW 48/16

Das erste Kino in Kalk war das „Elektro-Volks-Theater“, das am 12. Januar 1908 erstmals die Türen öffnete und für einen Eintrittspreis von 60 Pfennig (Erwachsene) und 15 Pfennig (Kinder) ein Programm mit lebenden Photographien ankündigte.

Kino in Köln: Comeback der Kalker Lichtspiele | Kölner Stadt-Anzeiger

Weniger als jeder zehnte Artikel, der tendenziell nicht zum eigenen politischen Weltbild passt, wird ausgeblendet. Bei Konservativen ist es weniger als jeder 20. Beitrag. Demnach ist der Stream von Konservativen sogar bunter als der von Liberalen. Amerikanische Konservative freunden sich laut der Science-Studie auf Facebook im Schnitt auch mit mehr Personen aus dem linken politischen Spektrum an als umgekehrt.

Facebook und Trump – Der Mythos von der Filterblase – Süddeutsche.de Weiter unten heißt es dort: „Der Bekanntenkreis war allerdings auch schon im analogen Zeitalter ein äußerst wichtiger Faktor zur Meinungsbildung.“ Das stimmt natürlich, nur wird dabei vergessen zu erwähnen, daß analoge Bekanntschaften unter wesentlich anderen Umständen zustande kommen als rein (!) virtuelle Verbindungen.

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Zitat gefunden in Briefe an die Leser | Dezember 2016 | TITANIC. Das endgültige Satiremagazin macht sich zurecht über Jürgen Klopp als „Botschafter fürs Reformationsjubiläums“ lustig.

Als an den Wänden kein Platz mehr war, fing er an zu fotografieren. Abertausende Bilder, alles Serien. Sie trugen Namen wie „Alle Gullis in Steglitz“ oder „Berliner Grabsteine mit E“. Als ich nach den Fotos fragte, sagte er, er müsse doch etwas zu tun haben.

Nur eine Person gegen die „gottverdammte Einsamkeit“ | Den Nachruf auf „Dose“ aus dem Tagesspiegel haben zurecht viele geteilt. Allerdings weniger als den „Big Data ist doch schuld an Trump“-Bombentext aus dem Schweizer Magazin. Den habe ich aber nicht gelesen und hier deshalb auch nicht verlinkt.

Als er Minuten nach der bittersten Niederlage seiner 26 Jahre um ein Wort gebeten wird, sagt er: „Happy Birthday, Magnus.“

Der jetzt 26jährige Carlsen ist zum dritten Mal Schach-Weltmeister geworden.

Notes KW 47/16

Der amerikanische Modemacher Thommy Hilfiger bezeichnete Melania erst kürzlich als „sehr schöne Frau“, man sollte stolz sein, sie einkleiden zu dürfen. Und auch über Melanias Stieftochter Ivanka (35) weiß Hilfiger nur Gutes zu berichten: „Schön und klug“ sei die erfolgreiche Dreifach-Mutter. Generell sollten sich Designer nicht in die Politik einmischen, ließ Hilfiger das Magazin Women’s Wear Daily wissen.

Dieser Designer würde Melania Trump gerne einkleiden – STYLEBOOK.de | Wundert jetzt wohl niemanden, der Kerl ist doch vor Jahren schon mit abfälligen Äußerungen darüber aufgefallen, daß er es bedauere, wenn Schwarze und Juden seine tollen Klamotten trügen.

Einige der intelligentesten Menschen der Geschichte waren Alkoholiker oder Spielsüchtige.

Psychologie: Woher der Hass kommt – SPIEGEL ONLINE

Breakfast, for example, has shifted from a decidedly unphotogenic cereal or marmalade on toast to the bright hues of avocado toast and smoothie bowls. (…) So you are unlikely to find photos of old-fashioned sherry trifles, unpretty Irish stew or traditional meat-and-two-veg meals, unless it’s in a shrewdly ironic way. (…) The Waitrose report also states that almost half of us take more care over a dish if we think a photo might be taken of it, and nearly 40% claim to worry more about presentation than they did five years ago.

Click plate: how Instagram is changing the way we eat | The Guardian – Off-topic: Warum steht in URL und Title Tag „Life and style“, wenn die Rubrik in der Navi „Lifestyle“ heißt? Sowas macht zwanghafte Menschen wie mich wahnsinning, lieber Guardian, und ich werde niemals bei Euch mehr als ein Probe-Abo abschließen.

Das Vertrauen in Stereotype sinkt mit dem Ausmaß an schlechter Laune. (…) Interessanterweise lassen im Büro die Gutgelaunten die Schlechtgelaunten nicht in Ruhe schlecht gelaunt sein, sondern spüren eine Art Zwang, diese zu missionieren.

Warum schlechtgelaunte Mitarbeiter die besseren sind – Tiergarten Büro – derStandard.at | Glaube ich sofort.

In vielen Stadtteilen wie Gremberghoven (27%) gibt es regelrecht verschuldete Ghettos. Wenn ein Viertel da hineinrutscht, ist es schwierig, wieder rauszuommen.

Köln: Dieses Veedel hat die meisten Schulden | Beim Express geht es natürlich ohne reißerische Headline. Die Karte sollte man sich trotzdem mal ansehen.

krz wrz

Ich fand das schon doof, als Leute plötzlich angefangen haben, ellenlange Statusupdates (Status! Nicht Roman.) auf Facebook zu posten. Sie benutzen noch nicht einmal die extra für sowas vorgesehenen FB Notes. Aber es geht neuerdings noch nerviger, siehe Twitter. Gefühlt hat das Posten von Screenshots mit längeren Texten nachgelassen. Dafür tauchen nun vermehrt Tweetstorms auf.

Der @moeffju z.B. oder auch @kosmar retweeten gerne mit dem Zusatz. „This thread.“ Lese ich nicht, nie. Zur Hilfe kommt mir dabei mein Twitterclient, denn ich nutze statt der offiziellen App sowohl auf Desktop als auch Smartphone Tweetbot. Das erspart mir etwa die albernen Umfragen, indem es einfach die Antwortmöglichkeiten unterschlägt. Und auch diese Threads werden dort so dargestellt, daß sie komplett unlesbar sind – denn die Replies zu den einzelnen Tweets stehen immer gleich ununterschieden zwischen den eigentlichen Tweetfolgen. Finde ich gut, so komme ich wenigstens gar nicht erst in Versuchung, mir das doch anzuschauen.

Oder wie ich es bereits vor ein paar Tagen dem Service angemessen in aller Kürze formuliert habe:

Funktionieren bei Tweetbot die Moments auch nicht oder nutzt die einfach niemand? Aber ich bin ja auch ein alter Sack, der sich Snapchat verweigert und mit Instagram abgeschlossen hat.

nchtrg

…vom 30.11.2016 // Maciej Cegłowski sieht das genauso.

Notes KW 46/16

Slowing growth and lower tax revenues will hit the budget and lead to higher borrowing, the U.K.’s leading independent economic think tank said in a research paper called „Winter is Coming.“

Brexit blows $31 billion hole in British budget – CNN | Bonus material on BBC News: Downing Street dismisses Brexit ‚divisions‘ memo

The accompanying emoji displayed wide, happy eyes and an eager grin. Zuckerberg was not alone in his change of tune.

Ctrl+Z: Silicon Valley leaders U-turn on Donald Trump | The Guardian

You can easily fasten any safety pin to your favorite T-shirt or jacket, but there are also dozens of ready-made, sequin-embellished pieces on the market right now, from punk-ish jewelry to pinned-together dresses. Shop them all in the slideshow above, then put your money where your mouth is and take real action against the forces of hate.

Wear a Safety Pin to Show Your Support for Minorities After the Election – Vogue schießt den Vogel ab, ich glaub’s nicht.

Henriette: „Ich dachte immer so, wenn ich richtig Feministin bin, dann muss ich auch auf sozialen Netzwerken sein und so.“

Popfeminismus und Pubertät: Der geilste Gedanke der Welt – taz.de Awww! <3 (Der Text ändert allerdings nach dem ersten Drittel die Richtung, bleibt aber lesenswert.)

Ich muß unbedingt den Anime noch einmal gucken, bevor der hier in die Kinos kommt. Auf Amazon Prime scheint es den alten „Ghost In The Shell“ nicht zu geben? Wo könnte ich den denn mal gucken?

Webcomic der Woche: Anarchist Monopoly

Schlagzeile der Woche: Germany excited to finally be good guy in next World War

Verortung von LIEBE in Frauenmagazinen

Beruflich texte ich schon immer viel für Kosmetik. Da habe ich mir, während Ihr gestern die Bambi-Verleihung gesehen habt, mal auf den Internetseiten diverser Zeitschriften für die weibliche Zielgruppe angeschaut, wo dort in der Navigation der Themenkomplex „Liebe“ auftaucht. Angefangen bei meinem Einstieg ins Social Web vor zehn Jahren, vor Facebook und Twitter habe ich nämlich zu Recherchezwecken regelmäßig das Beauty-Forum der Glamunity aufgesucht.

glamour.de/

Hauptnavigationspunkt mit den Unterpunkten „Männer verstehen“, „Sex-Tipps“, „Kamasutra“, „Sex der Sternzeichen“ und „GLAMOUR Tarot“.

cosmopolitan.de/

„Liebe“ ist hier ebenfalls Hauptnavigationspunkt mit den handfesteren Unterpunkten „Sex“, „Beziehung“, „Flirten“, „Männer“ und „Hochzeit“ – nicht zu verwechseln mit „Vernunftehe“. Die würde wahrscheinlich unter „Wirtschaft“ fallen, wenn es so eine abwegige Rubrik in einer Frauenzeitschrift gäbe. Die Cosmo hat noch nicht einmal einen Punkt „Karriere“, stattdessen gibt es einen Unterpunkt „Erfolg“ unter dem Hauptpunkt (ja, Sie lesen richtig) „Trends“.

brigitte.de/

Hat eine sehr umfangreiche Sitemap, wahrscheinlich auch den meisten Content. „Liebe“ ist dabei eine Oberkategorie mit Themaverfehlungen wie „Persönlichkeit“ nebst passenden Tests. Und Werbung auf Navi-Ebene. Schön auch die Teaser rechts mit Headlines in bester Clickbaiting-Manier.

wunderweib.de/

Das Portal habe ich immer noch nicht ganz durchschaut. Es bündelt notdürftig die Onlinepräsenzen klassischer Frauenzeitschriften des Bauer Verlags wie Tina, Bella, oder Laura. Während Joy mit eigener Redaktion vertreten ist und die junge InTouch noch einmal ganz anders daherkommt.

Die Startseite hingegen verfügt über das übliche Themenspektrum. „Liebe“ in Reihe 1 mit den Unterpunkten „Beziehung“, oha: „Trennung“, „Sex“ und einer Gewinnspiel-Aktion.

bildderfrau.de/

Beim Springerblatt geht’s kurz & knapp. Hier hat der Hauptpunkt „Liebe“ nur die beiden Unterkategorien „Partnerschaft“ sowie „Liebe & Sex“. Mit Betonung auf dem „&“, obwohl der Oberpunkt allein „Liebe“ hießt.

freundin.de/

Sidenote im Vergleich zur „Bild der Frau“ davor, bei der „Kochen & Backen“ und „Diät“ getrennte Themen sind: Hier heißt der Punkt neben unserem Hauptaugenmerk „Liebe“ zusammengefasst „Kochen & Diät“.

Dafür gibt es auch hier „Liebe & Sex“, Tests wie bei Brigitte (nur eben psycho statt persönlich), „Männer verstehen“ wie bei der Glamour und „Flirten“ wie bei der Cosmo. Nur das spezifischere „Sexstellungen“ (Diskussionen der Redaktion imaginieren, welcher Artikel jetzt zu „Sex“ und welcher zu „Stellung“ gehört) verwundert ein wenig. „Trennung“ à la Wunderweib hat die Freundin freundlicherweise umformuliert in „Liebeskummer“.

Allerdings gibt es trotz Überschneidungen einen Bonuspunkt für den expliziten „Orgasmus der Frau“.

stern.de/

Kein reines Frauenblatt, aber sicher mit hohem Anteil weiblicher Leserschaft. Hier versteckt sich das etwas verschämt verklausierte „Liebes Leben“ als Unterkategorie von „Lifestyle“. Man beachte auch die Trennung zum gesponsorten „Besser Leben“.

emotion.de/

Hier versteckt sich die Rubrik „Liebe & Sex“ nicht etwa unter „Leben“ oder „Schönes“, sondern unter dem Navipunkt „Psychologie“. Wo sonst?

bunte.de/

Bei meiner Lieblingsklatschpostille gibt es nur den Unterpunkt „Stars & die Liebe“. „Royals“ lieben nicht.

Auf dem bunten Vorbild gala.de/ taucht „Liebe“ überhaupt nicht als eigener Punkt auf, soweit ich das erkennen kann.

Männerliebe

Habe ich mir heute Morgen der Illusion von Vollständigkeit halber auch angesehen, aber da gibt es gar nicht mehr viel. Fällt also recht kurz aus.