Alle Artikel in der Kategorie “Über Lesen

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Testing Readmill

Pollesch selbst hat das Buch mal irgendwo zum freien Download gestellt. Ist allerdings schon was her, finde den Link leider nicht mehr. Wahrscheinlich damals mit seinem Posterous-Blog untergegangen. Kann also nur noch Amazon anbieten. Besser allerdings, Sie machen es mir nach und bestellen diese kürzlich erschienene Pollesch-Anthologie. Oder falls Sie keinen weihnachtsgeschenkten Buchgutschein mehr übrig haben, finden Sie "Kill your Darlings" praktischerweiser Readmill-kompatibel auch bei kobobooks.com/.

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Medienwandel

Vor einiger Zeit ging dieses Photo oder ein ähnliches oder ein anderes mit einer Waggonladung lesender Asozialer rum. Das sollte dann ganz treffend die Mär vom vor der Durchsetzung des Smartphones ach so geselligen Zugreisen entkräften. Und teilweise hat das auch ins Schwarze getroffen; vielleicht sind die Kritiker einfach nur genervt davon, daß es mit Display statt Zeitung schwieriger geworden ist, bei den Mitpassagieren mitzulesen.

Nun ist Zugreise nicht gleich Zugreise; das weiß jeder, der schon einmal gemeinsam im selben Abteil mit einem Kegelclub unterwegs gewesen ist. Das hat mal so gar nichts mit dem allwochentäglichen Morgen- bzw. Abendpendelverkehr zu tun, den die oben verlinkten Schwarzweißbilder widerspiegeln. Auch wenn einem der Nebenmann weder im einen, noch im anderen Fall so etwas wie Tolstois Kreutzersonate erzählen wird. Remember the Rahmenhandlung?

Nun ist die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel nicht die einzige Situation, in der Vielen (über 36 Mio. Views!) das ständige Starren auf ein Smartphone Anlass zu zivilisatorischer Technikfeindlichkeit und generellem Kulturpessimismus bietet. Was sich allerdings in seiner akuten Aufgeregtheit wieder ein wenig zurechtrückt, wenn man sich die Kritik gegenüber medialen Innovationen durch die Jahrhunderte anschaut. Exemplarisch sei hier auf die Warnungen vor der Lesesucht im ausgehenden 18. Jahrhundert verwiesen.

Und das gilt nicht nur für sämtliche bisher angeführten Rezeptionsweisen. Auch auf Produktionsseite werden neue Techniken regelmäßig skeptisch gesehen. So ist von Truman Capote die Einschätzung überliefert, es gebe zwei Arten von Schreibern - echte Schriftsteller und bloße Schreibmaschinenbenutzer. Oder dieses aus heutiger Perspektive besonders absurd erscheinende Beispiel:

Andere mögen hier gerne noch einmal den alten Plato zur Lektüre herausholen, ich freue mich derweil auf den neuen Film von Spike Jonze. Und krame derweil, um den Bogen zum Beginn dieses Posts zu schlagen, eine alte Studienarbeit von mir hervor: Die Bahn kam - Implikationen einer Erfindung.

Nachtrag // Heute morgen erst diesen interessanten Artikel beim Guardian zum Thema gelesen. Lag schon länger auf Instapaper gespeichert rum.

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pro Quote

Daß ausgerechnet SZ und Spiegel in Sachen weibliches Führungspersonal derart hinterherhinken, finde ich schon traurig. Die hier eingebundene Spielerei der Initiative ProQuote verdeutlicht die Misere recht gut. Konnte ich so unterschreiben.

Hopefully unrelated News // kioskforscher.wordpress.com/ hat ein Interview mit Jana Gurung geführt, die den Gimmick-Einkauf beim Egmont Ehapa Verlag leitet. Ohne diese Zugaben scheint ja heutzutage keine Kinderzeitschrift mehr auszukommen - Stichwort Quengelfaktor.

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Die ungefälschten Hutzlertagebücher

Wenn Sie mit diesem Mann nicht befreundet sind, haben Sie Pech gehabt. Aber zum Glück können Sie seine Status-Updates auch abonnieren. Andreas' Panzerkrieg SPIEGELfechtereien auf Facebook sind nämlich wirklich äußerst unterhaltsam.

Zwei Technikfragen dann doch, kein Blog (wird ja schließlich nicht umsonst immer als eine Art öffentliches Internettagebuch erklärt) ohne Selbstreferenzialität: 1) Das "see more" beim Einbetten kann man nicht rauswerfen, oder? Und wie sieht's so im RSS-Reader aus?

dead opinion
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Laserbefehl III

Der spiegel.de/ mal wieder völlig merkbefreit. Wie sonst ist es zu erklären, daß dort ein Artikel erscheint, in dem sich über die Nichtigkeit eines getwitterten Schlagabtauschs zwischen Becker und Pocher mokiert wird. Dieser schließt mit den denkbaren Worten:

Wie auch immer die Geschichte abgelaufen wäre: Mitbekommen hätte sie wahrscheinlich niemand.

Ähm, lieber Spiegel, bei allem Respekt: Oft ist es der mediale Resonzboden ebensolcher Berichterstattung, welcher Möchtegern- und Malgewesen-Promis überhaupt erst zu ihren marktschreierischen Selbstvermarktungsäußerungen im gar nicht mal so sozialen Internetz bringt. Euch ist schon aufgefallen, daß es so ziemlich die zweitdrittdämlichste Sache im Universum ist, den textlichen Überflüssigkeiten anderer Leute selbst einen überflüssigen Text zu widmen?

Beschimpfungen an mich, ich sei hier ja der größtdämlichste Depp von allen, weil ich nicht nur besagten Artikel von vorne bis hinten gelesen, sondern auch noch einen Teil meiner Mittagspause auf das Verfassen dieser Zeilen verwendet habe, bitte in die Kommentare.

Nachschlag // Sehe gerade, SpOn hat doch gewonnen: Es gibt selbstverständlich eine "Fotostrecke" zum Artikel. Wahrscheinlich, weil ein Bild ja mehr als tausend Worte sagt. (Now playing: Never Mind The Bildunterschriften.)

Everything Jonathan Franzen Currently Hates. Und noch ein anderes Thema: Sorry Harald, aber das hier: Every. Fucking. Word.