Vouginar Recall

Letzte Woche hielt das Modemagazin VOGUE die digitale Gesprächsreihe Global Conversations ab. In vier Zoom-Calls wurden Fashiongrößen wie Marc Jacobs und Virgil Abloh interviewt.

Da die Videos „unlisted“ sind, findet man sie nicht über die YouTube-Suche bzw. den Vogue-Account. Zum Glück lassen sie sich aber einbetten, wenn man den Link hat. Und an den kam man als angemeldeter Teilnehmer.

Ich sah also nur diese beiden hier. Waren die anderen interessant genug, um sie irgendwo im Netz auszugraben und nachzuschauen?

We(Tranfer) present(s)…

Ich probiere mal wieder an Präsenformaten rum. Im Rahmen dessen habe ich mir Paste noch einmal angesehen. Ziemlich einfach und schnell Decks bauen, hosten und teilen – eigentlich ganz praktisch. Es lassen sich Styles wie Farben und Fonts festlegen und es gibt auch Kollaborationsmöglichkeiten.

Das hier wird allerdings keine ausführliche Review. Vielmehr wollte ich nur testen, wie die Embed-Funktion von Paste auf meiner Website aussieht. Das ist mitunter als responsive Lösung gar nicht so leicht. Werde also nach dem Veröffentlichen dieses Posts womöglich noch an den Width- und Height-Parametern des iframes rumschrauben.

Nachteile: Im Free Plan hat man wohl nur 3 Präsendateien. Und die Linkvorschau einer auf Twitter geteilten Paste-Präse ist unschön bis zur Unterzeile. (Oder liegt es daran, daß mein Deck keine Bilder, sondern nur Videos enthält?)

Nachschlag // So sieht es besser aus.

Startupidee midlifecrisel.de

Funktioniert wie kleiderkreisel.de, nur daß man dort statt seiner gebrauchten Klamotten die Anschaffungen tauschen und verkaufen kann, mit denen Männer eines bestimmten Alters meinen, ihre innere Lebensunsicherheit kompensieren zu können und deren ablenkender Effekt lediglich von kurzer Dauer ist.

(Blöd nur, daß meine Midlifecrisiskäufe komplett aus überteuerten Streetwearklamotten bestehen, für deren Tragen ich eigentlich zu alt bin…)

Money in Mode

Schon vor einiger Zeit den Artikel „Payment instalments are now a fashion marketing play“ gelesen, darin geht es um die Zahlungsmöglichkeiten in Onlineshops. Das werden immer mehr, neben Kreditkarte und PayPal tauchen da nun Services wie Klarna auf bzw. drängen aggressiv auf den Markt. Bei allen handelt es sich um sogenannte Laterpay-Optionen – Kunden bekommen gegen Gebühr die Möglichkeit, den Rechnungsbetrag später zu bezahlen oder in Raten gestückelt. Shoppen auf Pump, wenn man ehrlich ist.

Modemmarken sind die Speerspitze dieser Entwicklung, besonders nicht gerade lebensnotwendige Luxusartikel leistet man sich vielleicht eher nebenher, wenn man sie nicht sofort und auf einen Schlag bezahlen muß. Kein Wunder also, daß Fashion-Brands die Implementierung solcher Services als Marketinginstrument begreifen, senkt das Anbieten doch bei vielen die Kaufschwelle. Klarna, Afterpay et al. wiederum tun momentan viel, um nicht nur ihre Userzahlen, sondern in erster Linie ihre Sichtbarkeit zu erhöhen. Warum?

In 2019, payments-related companies accounted for $12 billion of the total $40 billion in financial tech funding in 2019, tripling in the last five years.

Stimmt das wirklich? Die entscheidende Frage ist wahrscheinlich, was alles zu „financial tech“ dazugezählt wird und was nicht. Aber mehr als ein Viertel investiert in verschleierte Kreditanbieter finde ich schon ziemlich erschreckend. Das hat für mich nichts mehr mit digitalem Fortschritt zu tun. Wenn man dann noch im Artikel liest, daß vor allem junge Leute darauf anspringen, sortiert man diese Entwicklung irgendwo zwischen convenienter Schuldenfalle und Abzocke as a Service ein.