Alle Artikel in der Kategorie “Netzeug

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Mit etwas Abstand

Zum Thema Zur Erregungsrunde #hoodiejournalismus habe ich einmal ausgesetzt. Und dann hat mir gestern plötzlich irgendwas die Berufe-Barbies ins Hirn gewürfelt. Was soll ich sagen: Ich habe knallhart recherchiert und dabei festgestellt, daß weder die Computerexpertin, noch die Journalistin eine Kapuzenjacke kleiden. Laut Amazon (siehe Klick auf eines der beiden Bilder) werden beide Produkte übrigens oft zusammen gekauft.

Feststellung / Das Netz kreist auch 2014 immer noch viel zu sehr um sich selbst. There's a thin line between Reflexion und Narzissmus. Wie komme ich da nun auf Hans Moritz Walther Freiherr von Uslar-Gleichen?

Konsequenz // Hier also ein kleines Projekt: @98replies.

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The Örgs Files

Brauche ich einen Aufhänger, um das hier zu posten? Die Änderungen bei Twitter kämen dafür wie gerufen. Ich will ja nicht jemand sein, der gleich den Weltuntergang herbeischreit, wenn sich Funktionalität und Design einer geliebten Webanwendung auch nur minimal weiterentwickeln, sehe das aber ähnlich wie @marcelweiss und @kosmar. Okay, und ich habe gerade erst ein paar Accounts wegen der Unsitte entfolgt, zu Links auf eigene Artikel immer ein Teaserbild mitposten zu müssen.

Aber was ich eigentlich sagen wollte:

Muß man sowas überhaupt posten? Vielleicht nicht. Aber sonst hätte ich diese Woche wohl fünf Euro in die Ironblogger-Kasse zahlen müssen.

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Pest of Selfie

Das Time Magazine hat ein Selfie-Ranking mit Weltkarte erstellt. Demnach ist laut rp-online.de/ Düsseldorf die Selfie-Hauptstadt Deutschlands. Das kommt davon, wenn @karstenloh nur noch Frankfurt-Bilder knipst und nicht mehr sich selbst.

Wie 9to5mac.com/ berichtet, hat Apple in seinem Appstore eine eigene Selfie-Kategorie eingerichtet. Das ist doch sicher was für die #1 dieser Bildergalerie.

Im australischen Sydney geht man derweil andere Vermarktungswege. So ist auf augsburger-allgemeine.de/ über ein Hotel zu lesen, in welchem man einmal umsonst nächtigen kann, wenn man mehr als 10.000 Instagram-Follower aufzuweisen hat. Was der Herberge allerdings ganz klar fehlt, ist ein Restaurant mit Spiegeln an jedem Tisch, damit man sein Essen als Teil eines Selfies photographieren kann.

Lautschreiberei

Ist es noch trendy, sich über Internetkommentatoren zu mokieren? Wobei man da sicher differenzieren muss: Auf der einen Seite Menschen, die auf den großen Nachrichtenseiten wie SpOn ihren Semf zu allem und jedem dazugeben - sozusagen Leserbriefschreiber 2.0. Was von denen zu halten ist (bzw. die dort angestellten Journalisten davon halten), hat FAZ-Korrespondent Michael Martens neulich in einem Interview auf newsroom.de/ zum Besten gegeben:

Ich bemühe mich, Internet-Kommentare zu ignorieren. Im Gegensatz zu den Lesern der F.A.Z.-Printausgabe sondern viele Kommentatoren der Schnorrerausgabe im Internet vornehmlich Unsinn ab. Um in jedem zehnten Kommentar vielleicht etwas Interessantes zu entdecken, mag ich mich nicht durch einen Berg von Meinungsmüll und Geplapper lesen.

Wenn man von der immerhin doch begrenzten Kommentatorenteilmenge auf die Gesamtheit der Online-Leser schließt, dann kann ich mir den den zweiten Teil dieses Konditionalsatzes sparen. Die Leser der FAZ-Printausgabe scheinen ihre Intelligenz allein dadurch zu beweisen, daß sie ihre Birnen hinter Zeitungspapier verstecken und meistens die Klappe halten. Reale oder irreale Bedingungen hin oder her.

needless america

Doch wollte ich ja noch auf die andere Seite zu sprechen kommen: Kommentare in kleinfeinen Blogs. Da ist der Ton meist netter, der Umgang persönlicher und die sooft angeprangerte Besserwisserei, die Ignor- sowie Arroganz, überhaupt der ganze Hass sind sehr weit weg. Das ist alles schön und gut, aber gemütliche Gruppenbildung - so sehr sie auch ihre Berechtigung hat - geht in der Regel mit Abgrenzung einher. Und ab einer gewissen Reichweite kann das Konzept gleich wieder über den Haufen geworfen werden.

Es bringt ja wenig, an diesem Punkt über die menschliche Natur an sich zu lamentieren. Oder die auf anderen Feldern so wichtige Errungenschaft der Anonymität im Netz in Bezug auf das Kommentarwesen zu denunzieren. Daß der appellative Charakter einer wie im Detail auch immer gearteten Nettiquette nicht der Weisheit letzter Schluß sein kann, ist relativ offensichtlich. Ein Vertrauen auf eine rein technische Lösung wirkt in diesem Zusammenhang allerhings ebenfalls naiv.

Mir gefällt der Vorschlag, Kommentatoren ernst zu nehmen. Und das auch im Angebot der Website so weit es geht zu implementieren, damit sich Kommentatoren wirklich ernstgenommen fühlen. Ein brauchbarer Ansatz in diese Richtung scheint mir The Commenters’ Bill of Rights zu sein. Seltsamerweise läßt der Artikel selbst keine Kommentare zu. Dabei finde ich die Kommentarfunktion bei MEDIUM ziemlich gut.

Unbedingte Lektüreempfehlung dazu: How Can Communication Technology Encourage Civility?

noiselife

Heißt ganz profan für mich: Mit dem WPeigenen Kommentarsystem bin ich (vor allem seit der engeren Jetpack/wp.com-Verzahnung) nie ganz zufrieden gewesen. Vor dem Social Plugin von Facebook scheue ich irgendwie zurück. Ich probiere im Blog selbst also gerade mal wieder Disqus aus, wie man unter diesem Post sehen kann die Installation von Disqus aus, weshalb man unter diesem Post hier wahrscheinlich gerade auch nichts zu sehen bekommt. // Nachschlag: jetzt doch.

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tl;dt (181)

«Ich bin Startup-Entrepreneur.»
«Du hast einen Reblogging-Tumblr für Pornstar-Selfies, ergänzt mit den passenden Affiliate-Links zu häßlichen iPhone-Hüllen.»
«STARTUP-ENTREPRENEUR!»