Notes KW 16/17

The Kardashians have taught us that any and every experience can be, and frequently is, monetized and offered up for consumption. But we have also learned that these experiences can often also tell us something authentic, and occasionally meaningful, about how people interact, think, and feel in late capitalism.

The Profound Silence of Kendall Jenner – Ich hatte letzte Woche schon ein anderes Zitat aus diesem NewYorker-Artikel getwittert.

Wenn man bei Negt und Kluge den Begriff des Proletariers durch den des Pegida-Anhängers ersetzt und „bourgeois“ durch „liberal“, führt das zu einem Verständnis dessen, was mit der „Lügenpresse“-Kritik gemeint sein könnte.

Die taz und die Neuen Rechten: Die Lügenpresse, das sind wir – taz.de mit einer vernünftigen Portion introspektiver Selbstreflexion.

Für linke Theoretiker könnte die rechte Umprogrammierung ihrer dekonstruktivistischen Perspektive eine Mahnung sein, sich nicht durch die Eigendynamik modischer Versatzstücke einlullen zu lassen.

Neoreaktion im Silicon Valley: Wenn Maschinen denken

It’s all about the bull. If it were placed anywhere else, Fearless Girl would still be a very fine statue — but without facing Charging Bull the Fearless Girl has nothing to be fearless to. Or about. Whatever. Fearless Girl, without Di Modica’s bull, without the context provided by the bull, becomes Really Confident Girl.

seriously, the guy has a point

Figaro hier, Figaro dort.

Fragen Sie Eleonore Büning: Wieso gehen Dirigenten so oft zum Friseur?

Notes KW 14/17

(Wegen eines Wochenendausflugs nach Budapest und anschließendem Urlaub diese Woche erst am Dienstag.)

Und mal im Ernst, was ist denn die Alternative? Mit den Arschlöchern reden?

Was passiert ist, seit ich Grapscher schlage | FICKO. Richtig so! (Haha, „Faustregel“.)

Richard Burton and Elizabeth Taylor // Begin a torrid and notoriously combative affair fueled by vodka, the rapacious desire to be the center of spectacle, and cartoonishly gauche diamond jewelry. Fornicate on the lawns of your current partners. Fight with gusto.

Historical Role Play for Ambitiously Amorous Couples | The Hairpin

12:00 P.M. // I don’t get dressed and take a bath until lunchtime because I am doing a dirty job, painting with colors. So I wear my long nightshirt; it becomes kind of like a painter’s smock, then it goes to the laundry. I have everything—sheets and nightshirt and robes—changed every day. I like everything to be washable, myself included.

Dass Sextus Empiricus Schuld ist an Trump, ist natürlich Bullshit, aber ich hab nicht angefangen.

Linke Identität: Rückwärts und viel vergessen, Kolumne Stokowski | SPIEGEL ONLINE

Wir alle am Set lieben uns und haben eine Menge Spaß. Instagram, die ultimative Kitsch-Verlängerung? Vielleicht: Nicht zu vergessen, dass hinter allen Posts, die tausendfach geliked und kommentiert werden, natürlich die wirtschaftliche Maschinerie steckt. «Riverdale» etwa befand sich im März in einer mehrwöchigen US-TV-Pause – sollte in dieser Zeit aber natürlich keinesfalls in Vergessenheit geraten. Wo, wenn nicht in den sozialen Medien kann dies gelingen?

Real Life oder nicht? Instagram als Marketing-Instrument | quotenmeter.de hat das mit der UTF-Codierung immer noch nicht hinbekommen. Davon abgesehen ist es schon interessant, daß nach Models nun wohl auch Schauspieler nicht mehr in erster Linie nach ihrem Können, sondern nach der Zahl ihrer Follower gecastet werden.
Ach ja, für twitternde Schriftsteller schriftstellende Twitterer ist das ja seit Langem nicht nur hinreichende, sondern sogar notwendige Bedingung für einen Buchvertrag…

Notes KW 13/17

Diese Woche garantiert aprilscherzfrei.

Monty Pythons «Der Sinn des Lebens» darf weder an stillen Feiertagen gesendet, noch im Kino aufgeführt werden. (…) Der erste «Police Academy»-Film ist in Deutschland ab 16 Jahren freigegeben.

Popcorn und Rollenwechsel: Kinder- oder jugendorientiert, und dennoch winkt die hohe Altersfreigabe – Quotenmeter.de | Ich habe übrigens gerade in zwei Tabs die ARD-Mediathek offen, einmal nur von 20 bis 06 Uhr, das andere Mal von 23 bis 06 Uhr anschaubar.

Vermarkten sei das Wichtigste. Einfach immer alles öffentlich machen.

Ronja von Rönne: Warum wir im Internet alle unsere Würde verlieren – WELT

Eine Mamabloggerin lässt sich nicht scheiden. Das passt einfach nicht ins Bild, und ich ertappte mich dabei, wie ich dachte: Ich begehe beruflichen Selbstmord, wenn ich das tue.

Bloggen bis zum Burn-Out | Stern

Or maybe Mary kept accepting riders because the gig economy has further normalized the circumstances in which earning an extra eleven dollars can feel more important than seeking out the urgent medical care that these quasi-employers do not sponsor.

The Gig Economy Celebrates Working Yourself to Death | The New Yorker

Links:

Notes KW 12/17

Manche dieser aus meiner Sicht fehlenden Funktionen vermissen wir vielleicht gar nicht oft. Vielleicht, weil wir schon umerzogen wurden. Dieses ganze Teilen und Weiterleiten und Verlinken und Speichern: Je umständlicher es auf dem Smartphone wird, desto eher bleiben wir halt innerhalb der Dienste, die wir dann als unser Netz betrachten.

Natürlich hat Johnny recht mit seinem Vorwurf, Plattformbetreiber unterliefen durch ihren Wunsch, die Nutzer so lange wie möglich bei sich zu halten, das Prinzip des freien Netzes. Aber die Schuld liegt nicht nur bei ihnen. Die Bequemlichkeit der Leute auszunutzen, kann man kaum „Umerziehung“ nennen. Und oft genug posten auch Medienprofis Screenshots statt Links, obwohl es (theoretisch bzw. mit dem Wissen) vom reinen Ablauf her sogar umständlicher ist. Teure Datentarife, schlechte Netzabdeckung und mit Werbung zugepflasterter Klickstreckenjournalismus können ihre Hände hier allerdings auch nicht in Unschuld waschen.

Außerdem schrieben Sie 10.000 Zeichen zusätzlich hinein, das sind mehrere Manuskriptseiten. Was soll ich sagen? Das Interview soll in der kleinen taz erscheinen, nicht auf Ihrem Blog, Herr Fischer.

Rechthaberei – Das Interview mit Richter Thomas Fischer über sein Frauenbild läuft gut. Danach gibt es Probleme. Nun also: ein Brief: Er packt noch eins drauf | taz.de. Der Zeit-Kolumnist Fischer hat mittlerweile seine Sicht der Dinge beschrieben – auf meedia.de.

Die Blog-Einträge werden Ende 2007 bis 2008 immer öfter sehr kryptisch. Es gibt kein außen mehr.

Minusvisionen: Meine finanzielle Autobiografie 2007–2017, die Tiefpunkte

Gemeinsam mit ihrem Kollegen Martin Bialecki hat sie den Korrespondentenbericht geschrieben, in dem sie ihre eigene Frage und ihre angeblich außergewöhnliche Wirkung auf Trump hervorhebt – allerdings ohne in irgendeiner Weise deutlich zu machen, dass die „direkten, offenen Fragen“, die sie hier lobt, mindestens zur Hälfte ihre eigenen waren. Seit Freitag sind Kristina-Dunz-Festspiele in den deutschen Medien.

Vom Erfolg, dem US-Präsidenten eine Frage gestellt zu haben | Übermedien

Auch die Aussicht, ein Haus kaufen zu können, obwohl meine Frau und ich ein gemeinsames Einkommen von 5.000 Euro netto haben, ist sehr gering. Wir können uns nicht mal ein Auto kaufen.

Eine Runde supermitleid mit David S. | ZEIT Campus, scheinbar kann bei Euch jeder „Leserartikel“ veröffentlichen. Aber die dann zu einer Serie: Generation Z zusammenzupanschen, das macht Ihr noch selbst, oder?

Notes KW 11/17

Der einzige, der sich prächtig amüsiert hat, ist Johannes B. Kerner. Der ist auch die fleischgewordene deutsche Unterhaltungsindustrie. Der hat einfach immer Spaß, wenn es im Skript steht.

Jan Böhmermanns gnadenlose Abrechnung mit der deutschen Fernsehunterhaltung › Meedia | Ich habe „Fest & Flauschig“ noch nie gehört, aber mit der letzten Folge habe ich wohl etwas verpasst. Respekt, seinen eigenen Arbeitgeber derart anzuscheißen…

Das nährte den Verdacht, dass die Medien jede Äußerung Trumps gnadenlos für die Steigerung ihrer Bedeutung ausschlachten würden.

» Wie die Medien zu Parteien wurden – Wolfgang Michal steigt hier anfangs recht (selbst-/branchen-)überschätzend ein, im Verlauf wird der Text aber immer plausibler.

But what this apparently means to the people who are calling for unity is getting behind the corporate, suit and tie, lobbyist-driven agenda of the establishment.

KING: The Democratic Party doesn’t get why it’s so unpopular

Wikipedia-Artikel der Woche: Kartoffelbefehl