Suck my Deck

Der nächste Präsenpost. Diesmal geht es nicht vorrangig um das Testen eines Tools zur Erstellung1 von Präsentationen, sondern um ihre Veröffentlichung im Netz. Die Seite muß ganz schick aussehen, alle meine Präsen unter einem Profil versammeln und über eine Embed-Funktion verfügen, das sind die Mindestanforderungen gewesen.

Slideshare ist da wohl immer noch der Platzhirsch, wirkt aber mittlerweile wie ein Friedhof. Anderes ist zu kompliziert zu bedienen oder mutet zu nischig an. Accessibility is king. Letztendlich bin ich also wieder bei SpeakerDeck gelandet. Soviel zum technischen Teil, kommen wir zum Inhalt.

Wobei das eine vom anderen doch recht schwer zu trennen ist, wie der Blogpost „Why we should end the tyranny of the slide“ einer BBH-Strategin zu zeigen versucht. Lesenswert, auch wenn ich nicht mit allem darin übereinstimme. Ich bin mehr der praktikable Typ. Trotzdem habe ich aus diesem Post nicht nur die obige Headline geklaut, aus ihm stammt auch folgendes Zitat:

Think of all the best speeches you’ve ever heard. I bet not a single one of them used PowerPoint. In fact, rendering famous speeches into PowerPoint can produce some pretty silly results.

Das wollen wir doch mal sehen.

Seine Rede

Es gab mal das Projekt, Bücher in Magazinform neu herauszubringen. War eine ganz witzige Idee, das hatte ja nicht nur mit Style zu tun, auch mit alternativen Vertriebswegen. Also habe ich einfach berühmte Reden genommen und die ihnen zu Grunde liegenden Textmanuskripte auf Präsenslides verteilt.

Das sind dann natürlich keine Präsentationen im eigentlichen Sinne, sondern Leseversionen dieser Reden. Kein guter Redner würde seine Präse so gestalten – bilden sie doch einfach 1:1 das Gesagte ab. Insofern sind sie auch kein Gegenargument zu Alice Walkers Kritik an „PowerPoint Thinking“. Sie gießen lediglich den Inhalt in eine andere Form.

Was auch gut als Veranschaulichung dienen kann, daß es die PowerPoint nicht gibt. Auch in meinem Job bräuchte ich eigentlich jede Präsentation in zweifacher Ausführung: Die erste läuft pointiert und unterstützend synchron zur gesprochenen Vorstellung ab, eine zweite wird danach in aller Ausführlichkeit verschickt. Wer weiß, wem die Datei nach der eigentlichen Präsentation noch zugespielt wird. Als spätere Entscheidungsgrundlage muß das Ding selbsterklärend sein und auch ohne begleitende Tonspur funktionieren.

Englische Reden von Churchill bis MLK, die mir in den Sinn kamen, schienen mir ziemlich durchgenudelt. Weshalb ich „Seine Rede“ als Reihe auf Deutschsprachiges beschränke. Weitere Ausgaben könnten sein:

  • Roman Herzogs Ruckrede
  • Göbbels Sportpalastrede
  • Martin Walsers Paulskirchenrede

Allerdings habe ich die ersten beiden quasi so nebenbei in einer ausgangsbeschränkten Urlaubswoche zusammengezimmert. Ich kann also nicht mit sicherheit sagen, ob es noch weitere Teile geben wird.

We(Tranfer) present(s)…

Ich probiere mal wieder an Präsenformaten rum. Im Rahmen dessen habe ich mir Paste noch einmal angesehen. Ziemlich einfach und schnell Decks bauen, hosten und teilen – eigentlich ganz praktisch. Es lassen sich Styles wie Farben und Fonts festlegen und es gibt auch Kollaborationsmöglichkeiten.

Das hier wird allerdings keine ausführliche Review. Vielmehr wollte ich nur testen, wie die Embed-Funktion von Paste auf meiner Website aussieht. Das ist mitunter als responsive Lösung gar nicht so leicht. Werde also nach dem Veröffentlichen dieses Posts womöglich noch an den Width- und Height-Parametern des iframes rumschrauben.

Nachteile: Im Free Plan hat man wohl nur 3 Präsendateien. Und die Linkvorschau einer auf Twitter geteilten Paste-Präse ist unschön bis zur Unterzeile. (Oder liegt es daran, daß mein Deck keine Bilder, sondern nur Videos enthält?)

Nachschlag // So sieht es besser aus.

Prada arbeitet Pendler-Chic

Backstage, Miuccia Prada … explained that the central idea behind the collection was the importance of the daily grind. “The only thing that makes me calm and optimistic is to give value to [your] job and work,” she said. “I want to give hope: if you do well in your job and do it with care and intelligence, that’s something.”

Prada works commuter chic at Milan men’s fashion week | The Guardian