Beautybranche

How bloggers are paying up to £20 for EMPTY bottles | Daily Mail Online

‚This trend for buying empty bottles to showcase a premium lifestyle is indeed resourceful, but not necessarily authentic, and questions the necessity to create an unrelenting and unrealistic image of what society deems to be a „perfect life“.

The above issue … is just one layer of many around the potential detrimental impact of social media exposure, when the viewer is not questioning the authenticity of what they are seeing.‘

(Hervorhebungen von mir.)

The Amazon Sample Box Shop Is the Best Discovery I Ever Made | Glamour

Single-use lipsticks in little square foil pouches? Be mine. Fancy serums and antiaging creams I’d never actually buy but am happy to test out for the heck of it? I’m hoarding a bunch in a zip-lock in my bathroom at this very moment. OK, several zip-locks.

Hallo, Amazon? Ich brauche die Luxury Men’s Grooming Box sofort in Deutschland.

Willkommen in Diver City, Einwohnerzahl 2

Was lese ich da? SinnerSchrader und Scholz & Friends schaffen Management-Jobs für Gender & Diversity. Da wird dann schon in Headline vom „Ende der Alphatiere“ fabuliert, der Artikel kommt natürlich supermotiviert daher, es wird wahnsinnig viel empowert, ist von Mentorinnen-Programmen, Gender-Workshops sowie Diversity-Taskforces die Rede und dann gehe ich auf die Websites der Agenturen, da sieht es dann so aus:

Screenshots aus dem Feigenblätterwald: oben SinnerSchrader, unten S&F. Oder auch: allein auf weitem Vorstandsetagenflur.

Ohne hier groß zu Spoilern: Wenn Sie auf der Website der freundlichen Scholzen auf die Namen klicken, kommen dahinter – wie bei den sinnierenden Schraders – natürlich 11 weiße Männer und 1 weiße Frau zum Vorschein.

Es stimmt ja: getan werden muß etwas, mehr als nur das. Zwei Pöstchen und jährliche Workshops werden da nicht reichen. Den propagierten Unternehmenskulturwandel (genauer: lediglich dessen Einleitung, siehe oben) in erster Linie als HR-Thema zu verstehen und diesen PR-technisch auszuschlachten, ist ebenfalls zu kurz gedacht. Aber alles andere würde wohl echtes Investment erfordern.

Now playing: Gangstarr

Deutsch Thinking

Hatte ich schon getwittert, glaube ich: Die SZ kennt „einen Trend, der sich von Berlin aus im ganzen Land verbreitete“. Oho. Weil sich „die alternde Gesellschaft … nach Vertrautem sehne“ und man gleichzeitig „als Unternehmen aus der Masse hervorzustechen“ versucht. Da kann Hinterherrennen bestimmt nicht schaden.

Aus einem Artikel in der brand eins, den man im besten Sinne des Wortes als ketzerisch bezeichnen kann:

Design Thinking ist eine gigantische Ersatzhandlung, eine millionenschwere Verlegenheitsgeste, eine zur Methode aufgeplusterte Übersprungshandlung.

Dazu zwei Interviews:
– direkt / Streitgespräch über Sinn und Unsinn des DT
– indirekt / „Design ist nicht immer die Lösung“

Budwhiter

Hier ein Beispiel dafür, daß gute Case-Videos noch wichtiger als die eigentliche Werbeidee sind. Grupo DDB Latina hat mit dieser cleveren Kampagne für Budweiser in Cannes den Grand Prix Print & Publishing gewonnen. Das ist um die Ecke bzw. mit einem Twist und trotzdem total simpel. Dazu arbeitet es trotz medialer Klassik mit den heutigen Onlinerealitäten. Nur, daß sie statt „Google it“ eben „Search it“ sagen müssen.

Der Case-Film nimmt das noch nett auf „million dollars reasons“, schön nostalgische Rockmusik drunter, usw. Alles sehr gut gemacht. Aber wie es so meine Art ist, gilt es natürlich auf das Haar in der Plörre hinzuweisen. Das Video liefert selbst einen Hinweis.

Bei Budweiser haben sie nämlich erst kürzlich beschlossen, von Black Music die Finger zu lassen und statt dessen lieber auf Country zu setzen. Donald Trump gefällt das sicher. Whassup?