Wem steht es besser?

Auf bildliche Unterstützung zur Beantwortung dieser Frage habe ich bewußt verzichtet, denn sonst wäre ich womöglich in die Verlegenheit gekommen, auch nur eine der abgebildeten Personen als „links“ bezeichnen zu müssen. Stattdessen also nur die beiden Headline-Links untereinander; nicht zu Artikeln in Modemagazinen wohlgemerkt, sondern der FAZ:

Hannelore Kraft soll Aufsichtsrätin bei Steinkohlekonzern RAG werden

oder

Torsten Albig wird Lobbyist für die DHL in Brüssel

Wie muß man sich das bei der SPD eigentlich vorstellen? Beruft da jemand in der Kommunikationsabteilung ein Meeting ein und dann brainstormen alle, wie man den Markenkern der Partei stärken könne? Briefing:

Auf die Frage „Wer hat uns verraten?“ darf es nur eine Antwort geben!

So geht das heute

Initiativbewerbung vor ein paar Stunden. Soviel zum Thema „cutting out the middlemen“.

Timing so kurz vor dem Wochenende ist natürlich suboptimal. Aber diskutiert wird das in der Marketingabteilung sicher werden. Ob dann was draus wird, ist eine andere Frage.

Eigentlich müßte die Werbeagentur von Bifi da schon längst drauf angesprungen sein. Wer will sich schon die Butter vom Brot nehmen lassen?

Nachschlag // Auch, wenn es nicht klappen sollte…

vierzig

Bin ich selbst. Also alt. Und damit praktischerweise wohl gerade so dem Kindergarten entkommen, wenn man Caroline Rosales glauben schenken mag. Mit einem viel netteren Spin (und lockereren Schreibe) hat ein paar Tage zuvor bereits jemand beim SZ Magazin in dieselbe Kerbe geschlagen.

Ich lasse mich nicht mehr von Fremden duzen, auf meinen Kaffee­becher bei Starbucks sollen sie gefälligst »Herr Dirk Gieselmann« schreiben. Ja, ich freue mich darüber, kauzig zu werden. Vielleicht beginne ich demnächst, Züge zu fotografieren und ihre Nummern in einem ledernen Büchlein zu notieren. Nicht weil mich Züge sonderlich interessieren, sondern weil ich ein Hobby haben möchte, das so langweilig ist, dass es nicht zum Trend wird, den dubiose Blogger ausrufen könnten.

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Etwas anderer Zusammenhang, aber meine Lieblingswortschöpfung der letzten Woche lautet »Neo Millennialism«.