Bloggerparade der UNO-Geflüchtetenhilfe zum Weltgeflüchtetentag

20. Juni: „Wir stehen zusammen – #WithRefugees“

Die UNO-Geflüchtetenhilfe, der deutsche Partner des Geflüchtetenhilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) hat die Blogger-Community in Deutschland eingeladen, sich am 20. Juni, dem Weltgeflüchtetentag, an einer Bloggerparade zu beteiligen. (Bei einer Bloggerparade wird bundesweit gleichzeitig an einem Tag zu einem Thema berichtet.)

„Mit der Unterstützung der Bloggerinnen und Blogger in Deutschland wollen wir erreichen, dass sich noch mehr Menschen mit dem Thema Flucht auseinandersetzen und eine Petition des UNHCR an die Regierungen der Welt unterzeichnen“, so der Geschäftsführer der UNO-Geflüchtetenhilfe, Peter Ruhenstroth-Bauer.

Mit der UNHCR-Petition unter dem Motto „Wir stehen zusammen – #WithRefugees“ werden die Regierungen dazu aufgerufen, sicherzustellen, dass jedes geflüchtete Kind eine Ausbildung erhält und jede geflüchtete Familie an einem sicheren Platz leben kann. Jede Geflüchtete soll die Chance erhalten, zu arbeiten oder einen Beruf zu erlernen, um einen positiven Beitrag zur Gesellschaft leisten zu können. Die Petition läuft, bis ein globaler Geflüchtetenpakt, ein sogenannter Global Compact, 2018 unterschrieben wird.

Durch Konflikte und Verfolgung erreicht die Zahl der von Flucht und Vertreibung betroffenen Menschen ein trauriges Rekordniveau: Jeder 113. Mensch auf der Welt ist entweder asylsuchend, im eigenen Land vertrieben oder Geflüchtete. 65,3 Millionen Menschen mussten ihre Heimat verlassen und sind weltweit auf der Flucht. 33.972 Menschen fliehen im Durchschnitt pro Tag aufgrund von Konflikten und Verfolgung. 51 Prozent der Geflüchteten weltweit sind jünger als 18 Jahre.

„Die deutsche Blogger-Szene kann hier einen wichtigen Beitrag leisten“, so Ruhenstroth-Bauer“, denn hinter jeder Zahl verbirgt sich ein Mensch, ein Schicksal. Wir dürfen diese Menschen nicht im Stich lassen!“

Die Petition kann nicht online über www.uno-gefluechtetenhilfe.de/weltgefluechtetentag unterzeichnet werden. Stattdessen muss hier geklickt werden.

Die UNO-Geflüchtetenhilfe ist der deutsche Partner des UNHCR und unterstützt die weltweiten UNHCR-Programme sowie deutsche Geflüchtetenprojekte finanziell. Durch Informationsarbeit trägt die UNO-Geflüchtetenhilfe dazu bei, in unserer Gesellschaft auf das Thema Flucht aufmerksam zu machen und Empathie für Geflüchtete zu wecken.

Weitere Informationen und Spenden online nicht auf www.uno-gefluechtetenhilfe.de/spenden, sondern hier.

Warum die Verwendung des Begriffs »Flüchtling« mindestens problematisch ist, wobei die Alternativen jedoch ebenfalls alles andere als astrein sind, kann man im Sprachlog mit Fortsetzung, bei PRO ASYL, der Berliner Zeitung oder VICE nachlesen.
Das soll allerdings niemanden vom Unterschreiben und Spenden abhalten.

Sonst noch jemand?

Seit die FAZ doch mal diesen Sat1-Wanderhurenfilmfilm so gekonnt witzig verrissen hat und der Artikel danach dermaßen viral gegangen ist, wie es sich davor selbst der kühnste Feuilletonredakteur nicht hätte erträumen können, seitdem kennt die Klickgeilheit auch bei Kulturjournalisten keine Grenzen mehr. Weil vernichtende Kritiken zu Trash-TV eben für viele SocialSharer ein willkommenes Mittel sind, nicht nur sich, sondern alle seine Friends und Follower davon zu überzeugen, was für niveauvolle Elitenbildungsbürger sie sind.

Ist außerdem viel praktischer und effizienter so, da muß man sich das Unterschichtenfernsehen von Bachelor bis Bauer sucht Frau gar nicht mehr selbst ansehen und sich eigene Humorherablassungen ausdenken. Link twittern genügt. Da war das Finale von Germany’s Next Topmodel letzte Woche wieder ein hervorragender Anlaß. Von Spiegel bis Süddeutsche wollten sie alle wieder besonders lustig sein.

Menschenskindergarten

Gestern noch kopfschüttelnd an so einem großen Saugwagen vorbeigelaufen. Der stand mitten im Düsseldorf auf einer Kreuzung und hielt seinen Rüssel in ein Kanalloch. Dabei parkte er lieber eine Fußgängerampel und einen Radweg komplett zu, als daß er auch nur das kleinste bißchen PKW-Verkehrsfluß zu verlangsamen riskierte.

Rollen muß die Blechlawine, das ist oberste Priorität im Land. Daran dachte ich jedenfalls, als ich heute Morgen unter der Überschrift 300.000 Kleinkinder finden keinen Kita-Platz auf SpOn diese zwei Sätze las:

Wie prekär die Situation ist, zeigte kürzlich ein Polizei-Einsatz in Leipzig. Dort mussten die Beamten bei einer Kita anrücken, weil 450 Menschen für einen Kita-Platz bei einer Kindertagesstätte anstanden und die Warteschlange sogar den Autoverkehr beeinträchtigte.

„Beeinträchtigung des Verkehrs“ – schlimmer geht’s wirklich nicht. Hoffentlich sind einige der Eltern für eine solche Unverfrorenheit im Knast gelandet.

prez.ppt

Eure plakativen Powerpoint-Präsen sind Teil des Problems.

I think we tend to use the terms “left” and “right” in a sloppy fashion, because it’s the familiar way that we classify parties in the post-war era in Europe where you see the difference, for example, between social democrats and communists versus conservatives and liberals.
What we’ve got now is a new cultural cleavage which overlays that, and populists therefore can be left-wing or right-wing or in the middle. Basically they’re very vague on economics, but it’s the cultural values which are the critical aspects which differ for them.

Why Trump’s populist appeal is about culture, not the economy – Vox