Kratzbürschchen

Als Hobby »Mottopartys« angeben. Obwohl man schon 2004 ins damals im Kaninchenzüchterverein rumgegangene Poesiealbum unter Motto: »Mottoparties are over« reingeschrieben hat. Aber den Plural ohne y natürlich, das ist so wichtig. Und total ironisch. Gewesen.

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Der Mehrwertgenerator hat die Bude erst ungemütlich gemacht. Als führende Mehrwertgeneratorin ihrer Zeit beantwortet sie Autogrammwünsche per eMail.

»Das Internet soll also amerikanisch sein. Und warum bestelle ich meine Pizza dann nicht bei deliverhero.com?« Spitzengag, aber kritisch. Hatte ich mir in den Entwürfeordner bei Twitter gepackt. Zum Glück habe ich das dann vor dem Posten noch gegengecheckt. Und was ist dabei rausgekommen? deliveryhero.com ist tatsächlich das internationale Dach von lieferheld.de – kannste Dir nicht ausdenken.

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Eine Googlesuche, die automatisch getriggert wird, sobald @nouveaubeton »Muss ich mir merken« twittert, das wäre mal ein sinnvolles #ifttt recipe.

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Highlights KW 48

In fairness, Generation X could use a better spokesperson. Barack Obama is just a little too senior to count among its own, and it has debts older than Mark Zuckerberg. Generation X hasn’t had a real voice since Kurt Cobain blew his brains out, Tupac was murdered, Jeff Mangum went crazy, David Foster Wallace hung himself, Jeff Buckley drowned, River Phoenix overdosed, Elliott Smith stabbed himself (twice) in the heart, Axl got fat.

Generation X Is Sick of Your Bullshit

Und wenn man schon mal damit anfängt, den Preis der Krankenversicherung durch persönliche Daten zu individualisieren, warum dort haltmachen? Man hat doch auch Bewegungsdaten. Die könnte man, total praktisch, doch mit dem Kriminalitätsatlas der Stadt Berlin vergleichen. Wer also eine Versicherung gegen Diebstahl und Raub abschließt, fährt günstiger, wenn er sich nur durch die sicheren Teile einer Stadt bewegt. Biste ja selbst schuld, wenn du dich in ein Gefahrengebiet begibst. Halt dumm für die, die dort wohnen, aber wo gehobelt wird, da fallen Späne.

Diktatur der Software: Der Morgen des Überwachungskapitalismus – Politik – Tagesspiegel Der Lauer über einen auch in meinen Augen bedenklichen Trend, der nun über den großen Teich zu schwappen scheint.

Shazam searches are just one of several new types of data guiding the pop-music business. Concert promoters study Spotify listens to route tours through towns with the most fans, and some artists look for patterns in Pandora streaming to figure out which songs to play at each stop on a tour. In fact, all of our searching, streaming, downloading, and sharing is being used to answer the question the music industry has been asking for a century: What do people want to hear next?

Ganz ganz großartiger Text zum Zustand des Music Business auf The Atlantic. Ich sage das ja nicht gerne, aber must read. Und nein, es reicht nicht die billige Zusammenfassung auf WELT KOMPAKT zu lesen. Aber über das Layout der Seite dort dürfen Sie ruhig den Kopf schütteln.

Schließlich stehe ich an der Ecke zur 71. Straße vor Hausnummer 740, dem vielleicht elitärsten Wohnhaus der ganzen Welt. Alle wirklich Großen haben hier gewohnt, die Vanderbilts und Chryslers genauso wie die Rockefellers. Jackie Kennedy hat hier in einem der 31 Apartments ihre Kindheit verbracht, Barbra Streisand wurde vom Haus-Rat ein Apartment verwehrt.

Ein ganzes Land in einer Straße | Erst letzte Woche dazu bekommen, dieses schon etwas ältere, etwas klischehafte NewYork-Stück beim Krautreporter zu lesen.

Auffallend ist jedoch, dass kaum einer der befragten Schüler seine Zukunft in der Computer- oder IT-Branche sieht: Von den Jungen interessieren sich immerhin noch sechs Prozent für den Bereich, von den befragten Mädchen niemand.

Berufswahl überfordert fast jeden zweiten Schüler – SPIEGEL ONLINE

Eure ​Funktionsjacken fusseln die Weltmeere voll und von euren Yoga-Hosen bekommt ihr Arsch-Akne!

Motherboard über Erkenntnisse der Textilforschung

Es ist ein Chor der Gouvernanten und Zuchtmeister. Ihre Aggression kommt gehemmt und verdruckst daher. Ihr Trauma ist das Scheitern ihrer politischen Ideale in der Realität. Deshalb suchen sie in der Moral jene Diktatur, deren revolutionäre Avantgarde sie schon immer gewesen sein wollen.

Wir Deutsche sind zu protestantisch | Ulf Poschardt weiß wirklich, wie man sich Feinde macht. Auch wenn ich dem Artikel nicht voll zustimmen kann, hat Lenz mit seiner Einschätzung recht.

Schindludacris

Neulich im Gemischtwarenladen meiner Träume. Am Regal mit den Vollkornkeksen war da ein Rapper, der die Verhältnisse zum Repräsentanzen bringen wollte. Aber dann meinte der Typ an der Kasse, Kopfnicken reiche auch.
Brachte mich immerhin auf die Idee, dort einen Zettel am schwarzen Brett auszuhängen.

Suche Mitstreiter für meine Band ‘Deine Mütter’. Wir covern Songs von ‘Deine Lakaien’ und ersetzen dabei jeden Namen durch »Deine Mudda«. Falls Du Interesse hast, dann ruf an! 0151-547XXXX

Verpackungsvorschlag

Die einzige Reaktion – abgesehen von einem Ignoranten, der den Aushang später mit »Die singen englisch!« beschmierte – waren vereinzelte, von einer unterdrückten Nummer gesendete SMS. Alle paar Tage und zu den unmöglichsten Uhrzeiten trudelten Nachrichten als gendergerechte Kommentarkomplexe ein. Geschieht mir genau so.

Vom Abfallen, glaube ich.

Wenn ich mich recht entsinne, dann ist dies nicht der erste Brief, den wir von der Evangelischen Gemeinde Köln erhalten haben. Leider habe ich die früheren Anlässe vergessen. Neu ist allerdings, daß er direkt an die Tochter adressiert ist, nicht an uns Eltern.

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Ich bin vor etwa 15 Jahren aus der Kirche ausgetreten, lange vor meinem Umzug nach Köln. Meine Frau ist einzig deshalb noch offiziell Vereinsmitglied, weil sie es in ihrem Beruf später vielleicht noch einmal braucht. Sie zahlt Kirchensteuer, das war’s. Wir gehen selbst an Weihnachten nicht einmal in die Nähe einer Kirche. Allerhöchstens unsere Tochter hat eine katholische Grundschule besucht. Getauft ist sie selbstverständlich nicht.

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Trotzdem wird sie ohne weitere Umstände “fröhlich von u.a. den Teamerinnen eingeladen”. Ich will ja nicht gleich “Datenschutz” schreien. Aber wo ist denn hier der Unsubscribe-Button?