Doppelter Schuß

Meine momentane LieblingsApp sieht im Endeffekt so aus. Ihr Name lautet twor/ds.

Tworld this out! I’ve shared a #typography moment with a random stranger somewhere else on this big ass globe.

Darauf aufmerksam geworden bin ich über diesen Artikel auf wired.de/. Dort kann man auch nachlesen, wie die App funktioniert. Obwohl sie dermaßen simpel ist, daß man ruhig direkt ins kalte Wasser springen kann. Ein Thema, zwei Photos (plus deren Verortung) – das war’s.

Screenshot 2

Die Verbindung dieser beiden Aufnahmeorte, ist das einzige, was über die jeweilge Bildkombination hinausweist. Ansonsten macht die Sparsamkeit, die Beschränkheit gerade den Reiz des Services aus. Interessant ist, was twor/ds alles nicht sein will. Nachzulesen im InApp-Manifest (eine Website gibt’s nicht).

  • kein Kontext
  • kein Embedding
  • keine Profile
  • kaum Crossposting

In unseren übervernetzen Zeiten, in denen kaum eine neue Anwendung meint, ohne “Tweet this” und “Share via Instagram” auszukommen, nicht das schlechteste Alleinstellungsmerkmal.

Highlights KW 15/15

Bis in die 1970er Jahre gab es in etlichen Schweizer Kantonen noch ein Konkubinatsverbot.

“Ehe light”: Ein Mustervertrag fürs Leben

Die Verachtung für Ärmere und Ungebildete lässt sich trefflich mit sogenannter Konsumkritik tarnen. Wer kauft denn den ganzen Plastikschrott, der die Ozeane versaut? Na?

Die Konsumentin – Plastikschrott in Jogginghosen

Vermutlich wird das “Kinfolk”-Magazin selbst mehr fotografiert als gelesen. Es macht sich gut auf dem Kaffeetisch und zeigt, dass man dazu gehört zu den Alltagsromantikern und Landflüchtigen.

Viel Weiß, viel Vase, viel Bett: Wie Instagram die Fotografie verändert | Monopol Magazin

Call it borecore: the never-to-be-viral output that comes from mixing powerful devices and a lifetime of social-­media training with regular, old teenage boredom.

Borecore – NYTimes.com

 Das wirklich Neue ist, dass die satirischen Medien die seriösen nicht nur ergänzen und parodieren; sie beginnen sie zu ersetzen. Nicht zuletzt deshalb, weil sie deren Aufgaben übernehmen, die diese kaum mehr machen: das Wälzen von Aktenbergen. Und das Ausmisten von Unfug.

Constantin Seibt über den Niedergang der Nachrichten

Aber ich möchte gerne optimistisch bleiben, und deswegen bleiben die Kommentare unter diesem Artikel auch geschlossen.

Chips essen mit Heidi – Coffee And TV