Highlights KW 05/15

A lot of people in the music industry talk about Google as evil. I don’t think they are evil. I think they, like other tech companies, are just idealistic in a way that works best for them. I think this because I used to be one of them (*4). The people who work at Google, Facebook, etc can’t imagine how everything they make is not, like, totally awesome.

What should I do about Youtube? | Zoë Keating

Asendorf, Kim

Der einsame Masturbant ist eher männlich als weiblich.

„Die Liebe ist nicht totzukriegen“

Die schlichte Grabplatte hatte Marx nach dem Tod seiner Frau ausgesucht. Protz lag ihm nicht. Ausdrücklich hatte er sich ein stilles Begräbnis im kleinen Kreis gewünscht. Nur elf Personen nahmen daran teil. Pläne der deutschen Sozialdemokratie, für Marx auf dem Friedhof ein Denkmal zu errichten, konnte Friedrich Engels verhindern.

»Je ne suis pas marxiste« (neues deutschland)

Kitsch ist ein Gratisgefühl. Und auch Illusionslosigkeit ist ein Gefühl, das sich gratis beziehen lässt, ohne einen Preis zu zahlen, etwa durch Nachdenken. Betrogenwerden ist zwar ein kaltes Vergnügen, aber doch eines. Nicht nur Katzenbilder florieren.

Die Rache der Verlierer

Welcome to the Red Pill worldview, where the entire world is a game and the people who are winning are the best players.

A beginner’s guide to the Redpill Right – Boing Boing

Man kann es sich auch in häßlich selbstbezogenen Sesseln des Lobbyismus’ noch gerecht gemütlich machen.

Insbesondere Journalisten sollen ja in diesen Onlinezeiten zur Marke ihrer selbst werden, zur Eigenmarke. Und sich folglich nicht nur als Blogger, sondern auch als Redakteur (ob frei oder fest) als begriffenes Ein-Mann-Unternehmen begreifen. Was natürlich bedeutet, für die Verbreitung des von ihm geschaffenen Contents selbst zu sorgen. Es heißt schließlich Selbstvermarktung.

Insofern ist folgender Tweet gar nichts Besonderes:

Weil Aufmerksamkeit die Währung des Internets ist, fallen Eigenwerbung und Distribution in eins. Was nicht falsch sein muß, zumindest mich persönlich im konkreten Fall nicht stört. Die Lage in und um Syrien ist wirklich fatal und darauf aufmerksam zu machen, ist legitim, ja sogar durchaus geboten.

Was meiner Meinung nach allerdings zuweit geht: Sich über Umfang und Gewichtung von Berichterstattung mokieren, wenn das eigene Thema mitspielt. Auch wenn journalistische Objektivität in der Realität ein Mythos ist, sollte man unbedingt jeglichen Anschein von Voreingenommenheit vermeiden. Möge es noch so wichtig sein.

Und in Afrika verhungern die Kinder. Es ist okay, das System zu pervertieren, solange es für eine gute Sache ist. Nämlich die eigene.

Reimezwitscher

Es gibt einen brazilianischen Service, der aus Tweets Gedichte baut. Wenn er auch mit Portugiesisch und Englisch besser zurechtkommt, in ihrer assoziativen Geworfenheit können sich auch die deutschen Ergebnisse lesen lassen.

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Diese zwei aus meinen Worten zusammengewürfelten Beispiele stellen ein Sonett und ein Rondell dar.

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Das Tool stammt übrigens von einem Kulturzentrum in São Paulo.
(via @peterbreuers RT von @JollySea)

Highlights KW 04/15

Dann kam sie, gab mir meine Ausweise zurück und meinte, ich dürfe ausnahmsweise weiterfahren, müsse aber 25 Euro Strafe zahlen. Das wollte ich gerne machen, schon allein um einen schriftlichen Beleg für meine kriminelle Fehlinterpretation der europäischen Reise- und Niederlassungsfreiheit in Form einer Quittung zu erhalten. Daraufhin änderte die Beamtin ihre Meinung und erließ mir die Strafe. Ich: “Nein, ich bestehe darauf die Strafe zu zahlen.” – “Das können Sie nicht, ich kann selbst entscheiden ob Sie eine Strafe zahlen oder nicht, das sollten Sie als Politiker wissen.” Wusste ich nicht, genauso wie ich nicht wusste, dass ich als Österreicher in Deutschland einen Pass brauche und dass die drittreichste Demokratie der Welt auf der Suche nach syrischen Flüchtlingen spätnachts Passagierzüge stürmen muss, als stünde eine kriegerische Invasion vor der Tür, und hielt mich schön langsam selber für ziemlich doof.

Wie ich heute fremdenpolizeilich behandelt wurde

In Bochum wurde gestern das neue Erscheinungsbild der Stadt vorgestellt. Anders als im benachbarten Düsseldorf gelang es den Verantwortlichen, ein ganzheitliches Konzept auf den Weg zu bringen, das weit über derlei PR- und Kampagnenmaßnahmen hinaus reicht.

Ich lasse diesen Artikeleinstieg auf designtagebuch.de/ mal unkommentiert.

“Wir hätten mehr Rückgrat von Ihnen erwartet. Viele Pegida-Anhänger haben Karten für Ihre Konzerte gekauft. Da hätten Sie etwas mehr Neutralität uns gegenüber zeigen können. Nie sind Sie auf uns zugekommen, um mit uns zu reden.”

Pegida verärgert: Schlagabtausch mit Schlagersänger Roland Kaiser | STERN.DE

Laut einem Facebook-Kommentar ist das zweifelhafte Kunstwerk vor 14 Jahren entstanden. Doch erst die mit Photoshop hinzugefügten Sprechblasen haben das Bild politisiert.

In einem französischen Krankenhaus gibt es ein Bild eines Superhelden-Gangbangs | VICE

Asendorf 1

So wie esoterische Zwillinge, nur in krass realistisch. Vielleicht würde ich mich selbst mit der Rikscha durch die Gegend fahren. Oder gleich zwei- oder gar viermal klonen und mich selbst mit der Sänfte tragen lassen. Vorteil: Alle Träger wären gleich groß und ich falle nicht aus der Sänfte. Nachteil: Ich muss mich selbst tragen.

Mit Ronald McDonald eventuell im Schwimmbad in Katwijk

     

Der beste Dschungelcamp-Artikel erschien überraschend im Handelsblatt.

Dass so etwas nicht passieren sollte, regelt eigentlich der Pressekodex. Nur wird der in einigen Redaktionen ungefähr so ernst genommen wie die die Sexualmoral in der katholischen Kirche. Es ist natürlich sehr ehrenwert, sich danach zu richten, aber irgendwie auch weltfremd – jedenfalls, wenn es im Fall der Presse um die Trennung von Werbung und redaktionellem Inhalt geht.

Die verschleuderte Freiheit | Ralf Heimann

… Lungen-Nazis … Gesundheits-Stalinisten …

Neues aus (Rauch-)Verbotsdeutschland | TITANIC – Das endgültige Satiremagazin

Schlachtplan

Weil Satire ja gerade alles darf, schnell mal die alte Meldung zum »Wiedereinstieg in die Jugendabteilung des Vereins« raussuchen und »nach der Haftstrafe« durch »bis Gras drüber gewachsen ist«, »Bayern München« durch »Pegida Dresden« und »Uli Hoeneß« durch »Lutz Bachmann« ersetzen. Und dann an die Titanic schicken. Sollen die doch einfach auf den passenden Zeitpunkt zur Veröffentlichung warten. »Bratwurstfabrikant« und »Metzgerssohn« passt ja sogar ziemlich gut.