Seidls Tugenden

Am 11. Februar startet die Berlinale in eine neue Runde. arte bringt zu diesem Anlaß selbstverständlich wieder einen Schwerpunkt und versendet in dessen Bildschirmrahmen ab heute die Paradies-Trilogie von Ulrich Seidl. Wenn Sie also bitte folgende Termine im Kalender notieren möchten:

  • Paradies: Liebe – Mittwoch, 3.2. | 22.40
  • Paradies: Glaube – Montag, 8.2. | 22.15
  • Paradies: Hoffnung – Mittwoch, 10.2. | 23.20

Prädikat extrem sehenswert. Sowas bekommt man auf Netflix, Amazon Prime oder Watchever sicher nicht alle Hundstage zu glotzen. Und falls Ihr nicht wisst, wer der Typ ist, hat arte.tv/ auch noch ein ausführliches Interview mit dem österreichischen Regisseur. Allerdings zum Lesen.


via

Traumhafte Werbung

Manchmal findet man tatsächlich etwas Interessantes, wenn man durch die Xing-News seiner eigenen Branche scrollt.

Wobei das subversive Potential des Films weit von sich geschoben wird. Das ist alles Zukunftsmusik, keinesfalls als Statement zum Ist-Zustand der Werbung gemeint. Und selbst wenn, dann ist Coca-Cola ein sehr gut gewähltes Opfer. Smack verscherzt es sich lediglich mit einem potenziellen Kunden, dessen Markenwert aufgrund seines absurd hohen Symbolcharakters doch ein wenig überschätzt ist, wie ich finde.

Sowas hier macht mir allerdings noch viel mehr Angst. Erfrischend ist anders.

Sharing is Göring

Hihi, „Oral University“. Und dann auch noch „Christian“.

Selbst die größten Datenschützer fallen im Social Web übrigens dadurch auf, daß auch sie die Tracking-Endungen bei Links vor dem Teilen nicht entfernen. Hier also die URL aus Evgeny Morozovs Tweet ohne das

?_osource=SocialFlowTwt_CHBrand

am Ende: http://www.nbcchicago.com/news/national-international/Oral-Roberts-University-to-Track-Students-Fitness-367128961.html
Wie lange er noch mit seinem „Only in America“ Recht behält, wird sich zeigen müssen. Nach der Lektüre etwa dieses SZ-Artikels über die geplante Zusammenarbeit von IoT/SmartHome und Versicherungsbranche kommt man da schon ins Grübeln.

ToDo: Gestern frisch in der U-Bahn eine Werbung für NetCologne gesehen – mit der Headline „Dein Daten-Bodyguard“. Im Netz dazu (noch) nichts gefunden. Probiere heute Abend, ein Photo davon nachzureichen.

Und um noch einmal zum christlichen Anfang zurückzukommen: Anordnung über den kirchlichen Datenschutz – Wikipedia

social ascii

Gerade auf thenextweb.com/ gelesen, daß Facebook automatisch von jedem öffentlich geposteten Bild auch eine ASCII-Version generiert. Dafür muß man nur die eigentliche Bild-URL nehmen und hinter die Endung .jpg noch ein .html dranklatschen.

Kann ich nicht wirklich ausprobieren, da ich kaum nativ auf FB gepostete, öffentliche Photos habe. Das funktioniert aber auch mit Instagrams und sieht dann zum Beispiel so aus.

Screenshot 2016-01-29 22.52.35

Um an die URL zu kommen, reicht ein Rechtsklick auf die Einzelansicht. Seitenquelltext anzeigen lasssen und etwa nach der Hälfte findet man sie, kopiert diese in die Adresszeile des Browsers, Endung dran. Fertig.

Und wenn die Adresse mit .txt statt .html vervollständigt, bekommt man eine pixeligere Schwarzweißvariante.

Screenshot 2016-01-29 22.54.15

Probiert das mal aus. (via @assbach)

pupsquersitzplatz

Na, wer wirbt gerade auf dem GoogleWatchBlog? Zumindest umwirbt es mich in der Kategorie „Apps“. Es, das ist BING: die Konkurrenzsuchmaschine von Microsoft. Oder ist es die Suchmaschinenkonkurrenz?

Ist das witzig gemeint? Verspricht man sich bei MS da wirklich Erfolg von? Präsens zeigen kann ja nicht verkehrt sein. Zumal auch nicht die Suchmaschine generell, sondern ihr Werbenetz beworben wird. Und das eben auf einer Website, die den großen Wettbewerber im Auge behält.

Screenshot 2016-01-26 14.39.55

WatchBlog, das ist durchaus kritisch gemeint. Um so seltsamer finde ich die Tatsache, daß im Blog AdSense/AdWords zum Einsatz kommen – Googles Werbenetzwerk. Distanz ist anders.

Für Bing allerdings noch einmal fieser, hier Banner zu schalten.