Notes KW 30/15

Offenbar zeichnen sich Krisengegenden und Boomregionen gleichermaßen durch Männerüberschuss aus, allerdings sind die Gründe unterschiedlich: Aus der Uckermark ziehen die Frauen weg, nach Aachen ziehen die Männer hin. Zwei Drittel aller RWTH-Eingeschriebenen sind männlich. // Zwei der drei Jungs sind Single, einer hat eine “importierte Freundin”. Davon hört man oft in Aachen: Die Chance, mit seiner Schulliebe zusammenzubleiben, sei größer, als hier jemanden zu finden.

RWTH Aachen: Rechnet nicht mit Liebe!

It’s your bandwidth, and you’re paying for it, but everybody else is clogging it up with stuff you never asked for or wanted. The result is a hugely degraded user experience – bordering on the completely unusable, in many situations.

Ad tech is killing the online experience

Sie habe ständig das Gefühl, sie beobachte es – und treffe Entscheidungen so, dass sie wirklich alle Aktionen festhalten könne. // Grund für die Zunahme solcher Etiketten sind laut Kramer immer bessere Diagnose-Instrumente, mit denen wir uns sehen, wie wir uns nie zuvor gesehen haben.

Kindesentwicklung: Vermessene Kindheit

Seinen späteren Einwand, dass der Überfall nicht nur durch einen finanziellen Engpass motiviert gewesen sei, sondern als Kunst-Performance gedacht war, befand das Gericht indes nicht als relevant und verurteilte Gibbons, der sich im Hauptanklagepunkt schuldig befand, vergangene Woche zu einer einjährigen Haftstrafe.

Das monopol-magazin.de/ verweist in seinem Artikel nicht nur auf die Tat, sondern auch auf Reaktionen dazu. So hält der Kunstkritiker Jonathan Jones “diese Aktion für eine Art Meisterwerk, das mit der Grenze zwischen Realität und Absurdität spielt”. Ich halte das für Bullshit – und muß an das Zitat über Performance Kunst in ‘Sieben’ denken.

Die Nichtbeachtung der Notifikationpflicht stelle einen wesentlichen Verfahrensfehler dar, der zur Unanwendbarkeit der technischen Vorschrift führe. Es besteht daher die nicht unerhebliche Gefahr, dass Gerichte das Gesetz wegen fehlender Notifizierung für nicht anwendbar erklären.

Das Leistungsschutzrecht für Presseverleger ist tot, es weiß es nur noch nicht, schreibt Senf.

Ashley Madison gives users the option to delete their user data for the price of $19, but the hackers claim the feature is flawed and doesn’t actually successfully wipe customers’ information.

Hackers Threaten to Expose Millions of ‘Cheating Dirtbags’

There are no story details as of now, but considering there’s no mythology or established story involved with emoji, anything is possible when adapting the little pictures into a film.

WTF: Sony Animation is Going to Make an Emoji Movie

Die zunächst erteilte Erlaubnis, auf eigene Gottesdienste hinzuweisen, sei vom Landesbetrieb Straßenwesen ohne nachvollziehbare Gründe widerrufen worden, heißt es in der Klageschrift.

Klage wegen Spaghettimonster-Schildern: Pastafarianer gegen Diskriminierung

tl;dt (special edition)

Ergänzend zur Frage nach dem Adressaten. Eigentlich wollte ich auf diesen Tweet vorgestern antworten, habe es in weniger als 140 Zeichen aber nicht zufriedenstellend hinbekommen.

@GabrielBerlin Möglicherweise, weil es in der angepeilten Zielgruppe Sillicon Valley mehr Millionäre gibt, die sich neben all dem hippen Tech-Entrepreneurism bisher einfach nicht um Kopfhörer gekümmert haben, als sich derart kaufkräftige Soundfetischisten finden, die mal eben ihren “alten” Hörer für $1200 gegen ein noch teureres Modell tauschen – und die gleichzeitig auch noch TechChrunch lesen?

Kinder gehen immer

Das halbe Internet scheint sich derzeit über den neuen Imagefilm von sanifair lustig zu machen. Wobei wiederum noch nicht einmal 50 % davon keine bessere Headline als “Griff ins Klo” hinbekommen. Einfach abgeschrieben oder selbst keine originellere Idee gehabt?

Man könnte thematisieren, wer hier Mist gebaut hat: das briefende Unternehmen oder die umsetzende Agentur. Nur interessieren die Produktionsumstände niemanden, nicht für einen schnellen Lacher im Netz. Es wird ja noch nicht einmal darauf eingegangen, an wen sich das Video richtet. Mit seinen zweieinhalb Minuten ist es nämlich gar nicht mal so schnell. Es ist gar nicht für Endverbraucher gedacht, sondern zielt darauf “das System zu erklären und Businesspartner zu gewinnen”, wie auf der Website von PIE FIVE zu lesen ist.

Ja, keine Frage, der Film ist in der Darstellung ein bißchen drüber. Aber er bleibt immerhin bei den Fakten, auch wenn diese natürlich geschönt dargestellt werden. Hallo, das ist schließlich Werbung! Selbstverständlich wird das Bahnhofsklo geputzt, bevor die Kamera aufnimmt.

Schlimmer geht immer

Wie, das zeigen airbnb und TBWA/Chiat im neuen Imagefilm für den Hotelherausvorderer, das Schreckgespenst der Gentrifizierung. Und das allerschlimmste, es fällt einem auf den ersten Blick gar nicht auf. Weil der Film gut gemacht ist, was wiederum einiges über unsere Wahrnehmungsgewohnheiten von Werbung aussagt. Bzw. über unsere Ignorierungs- und Verdrängungswünsche hinsichtlich derselben.

Doch vielleicht interpretiere ich als beruflich Involvierter (allerdings in keines der hier erwähnten Projekte) auch nur zuviel hinein. Ich selbst habe airbnb mehrmals benutzt und würde es wieder tun. Weil ich Geld spare, verzichte ich auf Service. Aber bestimmt nicht aufgrund einer Philosophie. Der Film ist ein – minus dem Pathos, den Hochglanzbildern – ein plumper Versuch, einem Millionenbusiness eine persönliche Note zu verleihen.